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Vieles spricht dafür, dass Sebastian Rode zur Eintracht wechselt.

Eintracht Frankfurt

Rode soll die Eintracht im Winter verstärken

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    Ingo Durstewitz
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Vieles spricht dafür, dass der Dortmunder Sebastian Rode zu seinem Ex-Klub nach Frankfurt zurückkehren wird.

Der Ärger über die am Ende recht deutliche Niederlage gegen den Meister aus München hielt sich bei Eintracht-Trainer Adi Hütter dann doch in Grenzen. Das Ergebnis spiegele den Spielverlauf nicht so ganz wider, seine Mannschaft sei unter Wert geschlagen worden, das Resultat, 0:3 (0:1), sei zu hoch ausgefallen. Die erste halbe Stunde hat den Österreicher sogar mit Stolz erfüllt, da drängten die Frankfurter auf den Führungstreffer, spielten wie aus einem Guss, doch Danny da Costa (8.), Sebastien Haller (8.) und Luka Jovic (11.) verpassten gute Gelegenheiten.

„Wie wir da aufgetreten sind, das hat mich beeindruckt, wir waren mutig“, sagte Adi Hütter. „Wir haben es aber verpasst, uns für den Aufwand mit Toren zu belohnen.“ Die Bayern schlugen dann erst durch Franck Ribery eiskalt zu (35.), spielten nach der Führung ganz cool und routiniert und erhöhten durch Ribery (79.) und Rafinha (89.) auf 3:0. Die Eintracht war nach dem 0:1, das muss man klar so sagen, chancenlos. „Die Körpersprache hat mir da nicht mehr gefallen“, sagte Hütter. „Wir waren auch nicht so griffig wie sonst.“

Die Hinrunde war trotz dieser Schlappe dennoch eine sehr gute, keine Frage. „Es begeistert mich, wie sich die Mannschaft präsentiert hat“, befand der Coach. Viel Zeit, um sich neu aufzustellen, hat die Eintracht nicht, schon am 3. Januar geht es mit der Vorbereitung auf die Rückrunde wieder los,  einen Tag später reist sie ins Trainingslager in die USA. Mit 23, 24 Spielern werden die Hessen nach Florida jetten, ob dann noch alle dabei sein werden, die bisher zum Kader gehörten, scheint zweifelhaft. Marco Fabian wird den Klub ziemlich sicher verlassen und in die Heimat zurückkehren, der Mexikaner spielte in den zurückliegenden Monaten gar keine Rolle mehr. Wechselkandidaten sind zudem Branimir Hrgota und Marc Stendera.

Und die Eintracht wird auch selbst aktiv auf dem Transfermarkt. Es ist kein Geheimnis, dass sie nach dem langfristigen Ausfall von Lucas Torro (Leistenoperation) einen Ersatz im defensiven Mittelfeld sucht. In den Fokus sind da zwei ehemalige Frankfurter gerückt: Sebastian Rode und Omar Mascarell, der auf Schalke unglücklich ist und noch in der vergangenen Saison das Trikot der Hessen trug. Vieles spricht aber dafür, dass es sich bei dem potenziellen Neuzugang um den Südhessen Rode handeln wird, der noch bis 2020 bei Borussia Dortmund unter Vertrag steht.

Rode, von vielen Verletzungen gebeutelt, zurzeit aber fit, passt von seiner Anlage her gut zum Spielstil, für den Trainer Hütter steht, also aggressives Pressing. Sebastian Rode, von 2010 bis 2014 in Frankfurt, ehe er zu Bayern München und schließlich zum BVB weiterzog,  ist ein Arbeitstier, flink auf den Beinen, einer, der den Gegner hetzen und jagen kann. Der 28-Jährige, der in Dortmund gar keine Rolle spielt, würde ins Beuteschema der Eintracht passen. Die Frage ist nur, ob er den Anforderungen gesundheitlich gewachsen sein wird. 

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