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Im Hinspiel war Ante Rebic gesperrt.

Aufstellung der SGE

Ante Rebic soll es richten

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Eintracht Frankfurt geht als Underdog ins Europa-League-Spiel nach London gegen den FC Chelsea.

Als die Eintracht letztmals auf europäischer Bühne aufs Finale zusteuerte, waren die heutigen Spieler des Frankfurter Fußball-Bundesligisten noch nicht geboren, nicht mal der Älteste im Kader, der 35 Jahre alte Makoto Hasebe. Damals hieß der Wettbewerb nicht Europa League, sondern Uefa-Cup. In zwei Finalspielen bezwang die Eintracht 1980 in einem innerdeutschen Duell Borussia Mönchengladbach. Das entscheidende Tor im zweiten Spiel schoss Fred Schaub.

Dieser Titelgewinn liegt 39 Jahre zurück. Das muss man wissen, um in etwa einschätzen zu können, welche historische Bedeutung das heutige Halbfinalrückspiel der Eintracht in London beim FC Chelsea hat.

Im Hinspiel in Frankfurt hat sich die Eintracht ein 1:1 erarbeitet. Sie hat bravourös gekämpft gegen die hochfavorisierten Londoner, die sportlich und wirtschaftlich in einer anderen Liga spielen als die Frankfurter.

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Der russische Oligarch Roman Abramowitsch, dem der FC Chelsea seit 2003 gehört, hat mittlerweile gut eineinhalb Milliarden Euro in den Klub investiert. Chelsea hat zuletzt 520 Millionen Euro im Jahr umgesetzt, die Eintracht liegt bei 160 Millionen.

Aufgrund lukrativer Fernsehverträge ist die englische Premier League der deutschen Bundesliga weit enteilt. Entsprechend ungleich verteilt sind die Rollen im Duell zwischen Chelsea und der Eintracht.

Die Frankfurter Mannschaft ist mittlerweile auch sportlich angeschlagen. Am Sonntag hatte es in der Bundesliga eine 1:6-Abreibung bei Bayer Leverkusen gesetzt. Und doch werden die Mannen vom Main heute Abend (21 Uhr) ihre Kampfkraft in die Waagschale werfen, um das fußballerische Ungleichgewicht wettzumachen und das Traumziel zu erreichen, das Endspiel der Europa League. Am 29. Mai geht es in Baku (Aserbaidschan) über die Bühne.

Dazu müssten die Hessen die Partie an der Stamford Bridge entweder gewinnen oder ein Unentschieden erreichen, das höher ist als das 1:1 aus dem Hinspiel. In dem Fall würden sie weiterkommen, weil sie auswärts mehr Tore erzielt hätten.

Stürmer sind gefragt

Die Eintracht wird in London auf eine herausragende Leistung ihres Torwarts Kevin Trapp angewiesen sein. Sie wird einen Makoto Hasebe in Topform brauchen. Der weise Japaner, der mit dem philosophischen Werk „Die Ordnung der Seele“ einen Bestseller in Japan geschrieben hat, ist Kopf und Herz der Mannschaft.

Und die Frankfurter müssen darauf hoffen, dass ihre Stürmer zu alter Form finden. Das magische Dreigestirn im Eintracht-Angriff mit Luka Jovic, Ante Rebic und Sebastien Haller hat nicht nur in der Bundesliga, sondern auch europaweit für Aufsehen gesorgt. Im Hinspiel freilich konnte nur Jovic spielen. Haller war verletzt, Rebic gesperrt.

Gerade er, der mit dem Team Kroatiens im vergangenen Jahr Vizeweltmeister wurde, ein Draufgänger in Reinkultur, soll heute gegen Chelsea den Unterschied machen – und damit für den größten internationalen Erfolg der Eintracht nach fast vier Jahrzehnten sorgen.

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