Sitzt Robert Lewandowski im Nacken: Eintracht-Torschütze vom Dienst Martin Hinteregger
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Sitzt Robert Lewandowski im Nacken: Eintracht-Torschütze vom Dienst Martin Hinteregger

Fußball-Bundesliga

Bundesliga Rückrunde: Eintracht Frankfurt expandiert

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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Die FR weiß schon längst, wer Deutscher Meister wird, und was die Eintracht erreicht. Eine nicht vollkommen ernst gemeinte Vorschau auf die Bundesliga-Rückrunde.

18. Spieltag:  Der Rückrundenstart gestaltet sich zäh, auf Schalke fällt das letzte Tor zum 3:2 kurz nach Mitternacht, 23-mal greift der Videoassistent ein, zu Recht. Tönnies geht vorzeitig, verpasst den Jubel. Dortmund geht in Augsburg leer aus, Haaland, der beste 19-Jährige der Welt, sitzt 90 Minuten auf der Bank, Knieschmerzen. Favre kommentiert: „So dumm, so dumm.“ Der 1. FC Köln unterliegt Wolfsburg, man bräuchte einen Stürmer, heißt es. In Frankfurt scheitert der Versuch, „endlich den Bock umzustoßen“ (Trainer Hütter). Bobic bleibt ruhig. Die Eintracht eröffnet ein Büro in Rio. „Das ist ein bedeutender Schritt in unserem Internationalisierungsprozess“, findet Vorstand Hellmann. Bayern schlägt Hertha 5:0. Es grummelt in Berlin.

19. Spieltag:  Klinsmann fordert einen weiteren Torwarttrainer, einen Sprinttrainer und einen Assistenten für den Performance-Manager. Dortmund holt ein Null-Null gegen Köln, Haaland, der beste 19-Jährige der Welt, kommt in der 87. Minute, Knieschmerzen, Köln gibt Verpflichtung eines Stürmers bekannt. Nübel sagt, er wolle gerne wieder ins Tor. Flick hätte nichts gegen einen weiteren Spieler, Brazzo sagt, mal sehen. Bremen siegt überraschend, Pizarro, 40, trifft und könnte sich ein weiteres Jahr gut vorstellen. In Frankfurt bleibt Bobic trotz 0:6 gegen Leipzig ruhig, man vertraue diesem Kader. Kramaric, Hübner und Baumann überwerfen sich in Hoffenheim mit Trainer Schreuder. Nagelsmann sagt: „RB muss Meister werden.“ Hradecky gründet in Leverkusen den ersten finnisch-slowakischen Saunaclub, endlich.

Eintracht Frankfurt: Zurück zur Dreierkette

22. Spieltag:  Klinsmann bekommt einen weiteren Torwarttrainer, einen Sprinttrainer und einen Assistenten für den Performance-Manager. Windhorst: „Geld spielt keine Rolle.“ In Mainz wollen 12 000 Zuschauer das Spiel gegen Schalke sehen, immerhin. Alex Nübel nicht in der ersten Elf. Haaland, der beste 19-Jährige der Welt, hält jetzt zehn Minuten durch, Knieschmerzen. Eintracht Frankfurt kehrt nach vier Niederlagen trotz fünf Toren von Hinteregger zur Dreierkette zurück. Kevin Vogt überwirft sich mit Trainer Kohfeldt. Bayern beginnt erstmals eine Partie mit zehn Mann, „mehr haben wir nicht“, barmt Flick, die Verletztenliste sei fatal lang. Vorstandslehrling Kahn grummelt: „Weiter, immer weiter.“ Löw beruft Höler, Frantz und Heintz, „der Buckel“, aus Freiburg ins Nationalteam, keiner wundert sich. Eintracht Frankfurt eröffnet ein Büro in Neu-Delhi. „Das ist ein bedeutender Schritt in unserem Internationalisierungsprozess“, findet Vorstand Hellmann.

25. Spieltag:  Die Bayern scheiden in der Champions League gegen Chelsea sang- und klanglos aus. Flick muss gehen. Brazzo: „Hab eh nie viel von ihm gehalten.“ Dortmund gibt bekannt, Haaland, der beste 19-Jährige der Welt, sei nah an die Mannschaft gerückt. Das Spiel Schalke gegen Gladbach (3:2) wird nachträglich annulliert, der Videoassistent hat ein verdecktes Foul (11. Minute) und ein Handspiel (58.) erkannt, die nicht geahndet wurden. Skandalös.

26. Spieltag:  Kahn übernimmt.

Trotz Niederlage: Eintracht-Vorstand Bobic bleibt gelassen

28. Spieltag:  Martin Hinteregger bleibt mit 21 Treffern Lewandowski (38 Tore) auf den Fersen, Frankfurt rutscht erstmals auf den Relegationsplatz,Bobic bleibt ruhig, kann sich aber vorstellen, Manager bei einem Spitzenverein zu sein. Leipzig verpflichtet im Vorgriff auf die Meisterschaft drei 16-Jährige und Sané. Klinsmann will einen neuen Geschäftsführer. Bayern spielt wieder zu elft, siegt erstmals unter dem Trainer Kahn, ausgerechnet gegen Dortmund, wo Haaland, der beste 19-Jährige der Welt, erstmals zehn Minuten durchhält, die Knieschmerzen lassen nach. Beierlorzer wird in Mainz entlassen, drei Stunden später unterschreibt er in Bremen. „Da ist nichts hängen geblieben“, sagt er. Nübel fragt bei Tönnies an, ob er vorzeitig zu den Bayern darf: Wenn er auf Schalke nicht spielen dürfe, könne er ja auch bei den Bayern nicht spielen.

29. Spieltag: Hinteregger besteht die Prüfung zum Hubschrauberpilotenschein. Eintracht Frankfurt eröffnet Büro in Johannesburg: „Das ist ein bedeutender Schritt in unserem Internationalisierungsprozess“, findet Vorstand Hellmann. Bremen kündigt an, Pizarros Vertrag zu verlängern, auch in der zweiten Liga. Düsseldorf wird nervös, nur Funkel nicht. Rouwen Hennings, einziger Torschütze der Fortuna seit dem 18. Spieltag, reißt ein Band im Knie. Bayern ist mit zehn Punkten Rückstand auf Leipzig Fünfter, Aushilfstrainer Kahn sagt. „Wir brauchen Eier.“ Hoeneß drängt es ins Tagesgeschäft zurück. Brazzo findet es gut. „Einer ... äh … wie Uli ... äh ... hat uns gefehlt.“

31. Spieltag:  Nagelsmann hält den Titel im Grunde für gewonnen, bei sechs Punkten Vorsprung. Timo Werner meldet sich krank, der Druck sei zu groß. Hinteregger verpasst das Eintracht-Spiel in Wolfsburg, er hatte einen Auftritt an der Ziehharmonika in Kärnten, landete mit dem von ihm gesteuerten Heli versehentlich in Rom. Haaland, der beste 19-Jährige der Welt, hält die letzten 15 Minuten durch, kaum noch Knieschmerzen. Favre sieht großes Potenzial. Gladbach kassiert zum fünften Mal in Folge ein Tor in der Nachspielzeit. Nübel spielt Tennis, Fußball darf er ja nicht, weder auf Schalke noch beim FC Bayern. Erstes Tor eines Kölner Stürmers. Paderborn gibt auf.

Eintracht Frankfurt: Sieg in Köln!

33. Spieltag:  RB wird zittrig, zweite Niederlage hintereinander, Dortmund, Gladbach und Bayern gleichauf. Eintracht Frankfurt eröffnet in Ulan Bator ein Büro, gewinnt gleichzeitig in Köln, wo kein FC-Stürmer trifft, Kamada erzielt sein erstes Bundesligator. Nübel spielt Minigolf, beim Tennis wollten sie ihn nicht. Klinsmann fordert dringend neues Personal. „Wir sind doch ein Megaklub.“ Union hat mittlerweile mehr Zuschauer als Hertha, in Mainz sind 8500 Fans Zeugen das Abstiegsduells gegen Werder Bremen, Beierlorzer steht vor der (falschen) Mainzer Trainerbank. „Hab’ das verwechselt.“

34. Spieltag:  Dortmund wird überraschend Meister, durch ein Tor von Haaland, dem besten 19-Jährigen der Welt. Favre sagt, man habe „immer gewusst, dass er wichtig ist“. Haaland wechselt danach sofort zum FC Barcelona, trotz Knieschmerzen. Leipzig, Bayern und Gladbach straucheln kurz vor dem Ziel, Paderborn und Düsseldorf steigen ab, Hertha muss in die Relegation, Klinsmann fordert zwei weitere Videoanalysten, zweite Liga kenne er nicht. Hoeneß wieder im Amt.

Nachspiel:  Am späten Abend meldet sich der Kölner Keller. Es tue ihnen leid, bedauert Videochef Dr. Drees, die Rückrunde müsse leider ab dem 26. Spieltag neu gespielt werden, eine Sequenz sei aufgetaucht, wonach im Spiel Augsburg gegen Wolfsburg in der 35. Minute ein Handspiel im Strafraum ungeahndet geblieben war. Es diene nur der Gerechtigkeit.

Eine etwas ernsthaftere Prognose haben wir natürlich auch gewagt: Wer wird Meister, wer steigt ab?

Eine Rückkehr nach Frankfurt wird unwahrscheinlicher: Ante Rebic schießt beim AC Mailand zwei Jokertore und stellt sogar Ibrahimovic in den Schatten.

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