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Braucht seine Pausen: Prince Boateng. Foto: Imago Images.
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Braucht seine Pausen: Prince Boateng.

Gegner Hertha BSC

Prince Boateng: Das Duell mit dem Ex-Ex-Ex-Ex-Ex-Ex-Klub Eintracht Frankfurt

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Kevin-Prince Boateng kehrt mit Hertha BSC nach Frankfurt zurück und will die Eintracht ärgern. Schafft er das überhaupt noch?

Frankfurt – Das letzte Mal, als er zu Gast war im Frankfurter Stadtwald, nicht als Fußballer, nur als Zuseher, bündelten sich die Emotionen. Im Oktober 2018 war das, Kevin-Prince Boateng verabschiedete sich im Vorfeld des Europa-League-Duells gegen Lazio Rom von den Eintracht-Fans, es waren Momente für Gänsehäute im weiten Rund, die dargebrüllte Zuneigung der Fans an einen ihrer Ehemaligen. Und Boateng, damals vom hessischen Fußballbundesligisten zu Sassuolo Calcio gewechselt, strahlte – und weinte. Er hielt stolz ein Foto in den Händen, ein Abbild seiner selbst direkt nach dem Frankfurter Pokaltriumph mit kullernden Tränen im Berliner Olympiastadion.

Drei Jahre sind nun vergangenen, Eintracht Frankfurt ist längst Boatengs Ex-Ex-Ex-Ex-Ex-Ex-Klub und sein aktueller Verein, die Hertha aus Berlin, der bereits 13. in der langen Karriere des 34-Jährigen. An diesem Samstag (15.30 Uhr) also kehrt er erstmals als Fußballer zurück ins Frankfurter Stadion, und der Prince will es in seinem einstigen Königreich noch mal allen beweisen. Nicht nur der Eintracht, auch dem einen oder anderen TV-Experten, vor allen den Hertha-Fans und sich selbst.

„Man muss verstehen“, sagt Boateng: „Ich bin nicht als 25 Jahre alter Prince Boateng nach Berlin gekommen, der jedes Spiel alleine gewinnt und jeweils ein Tor und einen Assist macht.“ Das habe er vor seinem Dienstantritt in seiner Geburtsstadt gewusst und der Verein auch. „Ich bin nicht hierhergekommen, um Messi oder Ronaldo zu sein.“ Nur der Prince.

Prince Boateng von Hertha BSC: „Kritik prallt an mir ab“

Dieser konnte den Berlinern sportlich auf dem Feld bisher kaum helfen, die anhaltenden Knieprobleme und die ständigen Trainingspausen haben ihm viel seines ohnehin wenig furchteinflößenden Tempos gekostet. Mitunter wirkt der Mann, der neuerdings nicht mal mehr seine Kickschuhe bindet, sondern die Schnüre baumeln lässt, tatsächlich etwas aus der Zeit gefallen. Am Ball weiterhin eine Augenweide, das war noch nie sein Problem, aber eben auch zu langsam, um den Ball allzu oft zu bekommen und ihn dann gegen die spritzigen Jünglinge bei sich zu behalten. Pal Dardai, der angeknockte Trainer, sagt: „Kevin kann das. 20 Minuten läuft der Spielaufbau immer sehr gut. Jedes Spiel sieht es 20 Minuten gut aus – solange Kevin die Kraft hat.“ Davor oder danach sitzt Boateng eben oft auf der Ersatzbank, wobei „sitzen“ die falsche Formulierung ist. Vielmehr agiert Boateng als stehender Co-Trainer, manchmal gar als Chefredner an der Seitenlinie.

„Ich spiele vielleicht nicht besonders gut, das sehe ich ein. Ich sehe auch in den Spiegel jeden Tag: Was kann ich besser machen?“, sagt Boateng, dessen Selbstvertrauen darunter aber nicht leiden wird. Dafür hat er schon zu viel erlebt. Deutsche Klubs wie Dortmund und Schalke, internationale wie Mailand oder Barcelona, sein Ballack-Tritt, Anfeindungen, Rassismus. „Ich wurde in meiner Karriere mehr kritisiert als gelobt, deswegen bin ich das gewohnt. Das prallt an mir ab.“

Prince Boateng von Hertha BSC: Pokalsieg mit Eintracht Frankfurt

Als Boateng im August 2017 von Fredi Bobic zur Eintracht geholt wurde, fragten viele: Was soll das? Der Rest ist Geschichte. Boateng schwang sich trotz damals bereits vorhandener körperlicher Defizite zum Anführer der Mannschaft auf, holte mit dieser den Pokal, erlangte auf dem Römer-Balkon Kultstatus, ehe er verschwand. Nun also die Rückkehr. „Ich hoffe, ich werde gut empfangen“, sagt Boateng, aber: „Das ist ein Spiel, das wir gewinnen müssen. Wir können uns vor dem Spiel und nach dem Spiel umarmen. Dazwischen wird es keine Freunde geben.“ Da will er es noch mal allen beweisen - den Fans, den Experten, sich selbst. (Daniel Schmitt)

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