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Das war nix: Die Frankfurter David Abraham (links) und Marius Wolf nach dem Spiel.
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Das war nix: Die Frankfurter David Abraham (links) und Marius Wolf nach dem Spiel.

Spiel in Stuttgart

Pomadige Frankfurter verlieren beim VfB

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt muss einen Rückschlag im Kampf um die Europapokal-Plätze hinnehmen. Beim VfB Stuttgart verlieren die Frankfurter mit 0:1.

Natürlich ging an diesem schwarzen Nachmittag in Bad Cannstatt auch der letzte Schuss nicht dahin, wo er hingehen sollte. Marco Fabian, der eingewechselte Kreative im Dienst von Eintracht Frankfurt, bekam die Kugel im Strafraum der mit Mann und Maus verteidigenden Stuttgarter vor die Füße, die Nachspielzeit lief bereits, die Eintracht lag 0:1 hinten, und der Mexikaner zog mit rechts ab. „Es ist genau meine Position“, sollte Fabian später sagen. „Aber ich habe da versagt.“ Das ist vielleicht etwas übertrieben, doch sein Schuss strich am Pfosten des schwäbischen Gehäuses vorbei. Die letzte Chance war vertan – im Grunde war es auch die einzige Möglichkeit, die sich Eintracht Frankfurt an diesem Samstag bot.

Am Ende schlappten die Hessen mit langen Gesichtern vom Feld, beim Aufsteiger aus Stuttgart sind sie ihrer Favoritenrolle nicht gerecht geworden und haben verdientermaßen mit 0:1 (0:1) verloren. Das Tor des Tages für den limitierten, aber leidenschaftlich kämpfenden VfB erzielte Erik Thommy nach 13 Spielminuten. Dem frühen Siegtreffer war eine groteske, beinahe schon aberwitzige Frankfurter Fehlerkette vorausgegangen. Erst verlor Simone Falette den Ball im Mittelfeld, dann verstolperte ihn David Abraham, dann kam Torwart Lukas Hradecky nur zögerlich aus seinem Kasten, und zum schlechten Schluss versuchte Marco Russ mit dem rechten Fuß zu retten, was nicht mehr zu retten war. Das linke Bein wäre die bessere Idee gewesen. „Wir haben alles dafür getan, dass dieses Tor fällt“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic süffisant. „Das war eine sensationelle Fehlerkette.“

Die Eintracht hatte es sich selbst zuzuschreiben, dass sie mit leeren Händen die Heimfahrt antreten musste. Nichts, aber auch gar nichts war von dem zu sehen, was die Mannschaft sonst auszeichnet: Da war kein Feuer, kein Leben, keine  Leidenschaft. Die Gäste hatten während der gesamten Spielzeit keine echte Chance, da war vieles Stückwerk, vieles wirkte gar pomadig, alles andere als zwingend, irgendwie beliebig und belanglos. „Das Spielniveau war nicht gut, wir waren noch schlechter“, kritisierte Trainer Niko Kovac. „Wenn man so eine Leistung abliefert, kann man in der Bundesliga keine Punkte holen.“

Er, der Fußballlehrer, wolle den Stuttgartern ja nicht zu nahe treten, „bei allem Respekt für den VfB“, hob er an. „Aber Augsburg hatte uns aufgefressen, das Gefühl hatte ich jetzt nicht. Wir haben gegen einen Gegner verloren, der nicht besser war. Und das ärgert mich maßlos.“ Sein Ensemble habe „im Kollektiv versagt“, man habe gar keine Bindung gefunden. „Das war definitiv zu wenig: technisch, taktisch, körperlich, mental.“ Da bleibt dann natürlich nicht mehr viel.

Ganz offensichtlich haben es die Frankfurter nicht geschafft, die Spannung zu halten, sich auf den nächsten Gegner wieder so zu fokussieren, als wäre es ein Topklub. Das fehlt der Eintracht noch. Nach dem guten Spiel und dem Sieg gegen Gladbach setzte es ein 0:3 in Augsburg, nun das 0:1 in Bad Cannstatt nach dem triumphalen Erfolg gegen Leipzig. „Wir müssen daran arbeiten, nach einem guten Spiel noch ein weiteres gutes nachzulegen“, sagte Kovac. Und das wird er in der kommenden Woche beherzigen. Am Samstag kommt Hannover 96 nach Frankfurt. „Da werden wir ein anderes Gesicht zeigen“, sagte Kovac.  Er klang wild entschlossen.

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