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Marius Wolf feiert gegen Köln sein Bundesligadebüt.

Eintracht Frankfurt

Plötzlich im Rampenlicht

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  • Ingo Durstewitz
    Ingo Durstewitz
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Marius Wolf und Andersson Ordonez machen ihr erstes Spiel ? und überzeugen den Coach.

Diese bittere und unnötige 0:1-Niederlage in Köln schmerzte Marius Wolf noch mehr als sein lädiertes rechtes Bein, das er sich irgendwann überdehnt hatte. Am Ende konnte er nur noch mit aller Mühe seinen Mann stehen, musste ausgetauscht werden. Spiel verloren, Verletzung abgeholt – so hatte sich der blonde Youngster sein erstes Spiel im Eintracht-Dress nicht vorgestellt. Und doch freute sich der 21-Jährige, endlich dabei gewesen zu sein. „Das war ein tolles Gefühl.“

Beim Abschlusstraining wurde dem von Hannover 96 ausgeliehenen Flügelspieler so langsam gewahr, dass er in der Startelf stehen würde, nachdem er zuvor keine Sekunde mittun durfte – und dann auch noch als rechter Verteidiger. Doch die ungewohnte Position konnte die Vorfreude nicht trüben, zumal er sowohl bei 1860 München als auch bei Hannover 96 dort schon ausgeholfen habe.

Wolf, ein Offensivspieler von Hause aus, hat einen ordentlichen Einstand gegeben, einmal schoss er sogar volley gefährlich aufs Tor, der Ball ging knapp am Kreuzeck vorbei. Trainer Niko Kovac lobte den Jungprofi ausgiebig: Er habe seine Sache „außerordentlich gut“ gemacht, seine Rolle prima interpretiert.

In der Tat gab Wolf einen verkappten Rechtsaußen, weil die Dreierkette mit Jesus Vallejo, David Abraham und Bastian Oczipka nach hinten absicherte. Am Freitag gegen Bremen wird Timothy Chandler wieder seinen Platz hinten rechts einnehmen. Wolf wird sich mit einem Platz auf der Bank begnügen müssen.

Und auch Andersson Ordonez, 23, gab in Köln sein Debüt, in der 75. Minute ersetzte er eben den angeschlagenen Wolf – und hat das „richtig gut gemacht“, wie Kovac sagte. Der Ecuadorianer verteilte ein paar Bälle und war in einen kniffligen, rassigen und harten Zweikampf mit Anthony Modeste verwickelt. Da setzte er seinen bulligen Körper am Rande des Erlaubten ein – und luchste dem Torjäger den Ball ab. Michael Hector, sonst immer dabei, verlor sogar seinen Kaderplatz an Ordonez. Und Kovac äußerte sich beinahe überschwänglich: „Er ist jetzt soweit, dass er uns helfen kann. Man hat gesehen, was wir da für zusätzliche Qualität reinbekommen.“

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