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Kickt die nächsten vier Monate in Mainz: Danny da Costa.
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Kickt die nächsten vier Monate in Mainz: Danny da Costa.

SGE

Danny da Costa verlässt die Eintracht und wechselt nach Mainz

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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Ohne den nach Mainz ausgeliehenen Danny da Costa will Eintracht Frankfurt in Bielefeld angreifen.

Weiter geht’s, immer weiter, eben noch Hinrunde gespielt, schon steht die Rückrunde an, alles ohne Verschnaufpause. Aber dem Frankfurter Trainer ist das aus nachvollziehbaren Gründen gerade recht. „Ich bin froh, dass es keine Unterbrechung gibt“, sagt Adi Hütter am Tag vor dem 18. Bundesligaspieltag beim keck gewordenen Neuling Arminia Bielefeld (Samstag, 15.30 Uhr). Nachvollziebar deswegen, weil Eintracht Frankfurt gerade prima in Schuss ist, die letzten sechs Spiele nicht verloren und davon vier gewonnen hat. Zudem erfahren die spielerisch sehenswerten Auftritte selbst von der Konkurrenz hohes Lob. „Das hat ja seine Berechtigung“, findet Hütter zu Recht unbescheiden. Und also reist man mit offenem Visier auf die berühmte Bielefelder Alm, um dort zu gewinnen.

Das große Ziel ist längst gesteckt, die internationalen Plätze sollen es sein, und dafür müssen „wir die Mannschaft nicht eigens einschwören“, so Hütter, zumal zunächst Teams aus den hinteren Tabellenrängen warten. Klar ist: Mindestens „27 bis 30 Punkte“ werde man in den verbleibenden 17 Spielen allemal holen müssen, um halbwegs eine Chance zu haben auf einen Europapokalplatz. In den zweieinhalb Jahren unter Hütter hat die Eintracht in den fünf Halbserien viermal 27 Zähler ergattert, keine ganz schlechte Bilanz.

Nur noch 21 Profis im Kader

Im Vorbeigehen werde man die drei Punkte aus Ostwestfalen sicher nicht einfahren, das ist klar, ahnt Hütter, denn die Arminia sei mittlerweile „in der Bundesliga angekommen“. Mit dem Toreschießen hapert es zwar, gerade mal 13 Treffer erzielte der Aufsteiger bislang, und da sind die drei Treffer beim 3:0 über den VfB Stuttgart schon mit eingerechnet. Das ist nicht viel, reichte aber für 17 Punkte, zehn mehr als Schalker und Mainzer auf den beiden Abstiegsplätzen haben, ein Pfund in diesem Schneckenrennen um den Klassenerhalt. Laufstark, sehr unangenehm zu bespielen sei die Arminia, die im japanischen Nationalkicker Ritsu Doan „ihren Schlüsselspieler“ habe, findet Hütter, der ein Spiel wie in Freiburg erwartet, intensiv also.

Die Reise nach Ostwestfalen wird der ins Abseits geratene Rechtsverteidiger Danny da Costa nicht mehr mitmachen, er wechselte am Freitagnachmittag zum Nachbarn FSV Mainz 05. Da Costa, der in seinen dreieinhalb Jahren bei der Eintracht 115 Pflichtspiele bestritt, zuletzt aber kaum noch berücksichtigt wurde und lediglich zu sieben Kurzeinsätzen kam, wird bis Sommer ausgeliehen. „Eine kluge Lösung“, findet Eintracht-Vorstand Fredi Bobic: „Wir glauben, dass Danny in Mainz die besten Möglichkeiten hat, um wieder zu seiner alten Stärke zurückzufinden.“ Trainer Hütter, mit dem da Costa seine Probleme hatte, sagte unlängst über dessen Chancen: „Er hat es aktuell einfach schwierig.“ Erik Durm und Almamy Touré, zuletzt sogar Timothy Chandler, hatte der Coach ihm vorgezogen. Erst in dieser Woche hat die Eintracht Mittelfeldspieler Dominik Kohr nach Mainz transferiert.

Nun haben die Frankfurter den Kader gehörig ausgedünnt, Bas Dost, Marijan Cavar, Dominik Kohr, David Abraham, Danny da Costa haben den Klub bereits verlassen, Jetro Willems steht ebenfalls vor einem Wechsel, vermutlich nach England. Die Hessen verfügen genau noch über 21 Profis, darunter Ersatztorwart Markus Schubert und der noch nicht fitte Ragnar Ache. Ein zu dünn besetzter Kader? Er mache sich darüber keine Sorgen trotz des Abgangs eines halben dutzend Spielers, sagt Hütter, er sei mit dem Kader zufrieden. „Wir haben noch genug Leute.“ Anderseits dürfe „natürlich nicht allzu viel passieren“. Sperren - Makoto Hasebe und Djibril Sow etwa sind bei vier Gelben Karten gelistet - oder Verletzungen könnten schnell negativ ins Gewicht fallen. Man werde in puncto Neuverpflichtungen nicht mehr aktiv, höchstens falls „einer reinschneit“, so Hütter.

Andererseits zeigt es, wie angespannt weiterhin die wirtschaftliche Lage des Klubs angesichts der Einbußen durch die Pandemie ist - in Bielefeld findet das 34. Spiel am Stück ohne Fans statt. Durch den Weggang des halben dutzend Profis spart die Eintracht immerhin eine Menge an Gehalt. Geld, das benötigt wird, um den Betrieb aufrecht zu halten.

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