Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gute Figur beim Fußballtennis: Rafael Santos Borré (rechts).
+
Gute Figur beim Fußballtennis: Rafael Santos Borré (rechts).

Eintracht vor Härtetest

Eintracht Frankfurt: Generalprobe gegen Etienne - Feiert Borré sein Debüt?

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
    schließen

Vor der Generalprobe am Samstag gegen St. Etienne muss Eintracht Frankfurt noch an einigen Stellschrauben drehen. Ein Debüt bahnt sich an.

Frankfurt - Wenn nicht alles täuscht, dann dürfte der jüngste Neuzugang von Eintracht Frankfurt, der kolumbianische Nationalspieler Rafael Santos Borré, am heutigen Nachmittag sein Debüt bei den Hessen geben - und das vor bis zu 10.000 Fans. Selbst wenn der 25 Jahre alte Offensivspieler erst eine knappe Woche mit den neuen Kollegen trainiert hat, so spricht vieles dafür, dass Borré bei der Generalprobe gegen den französischen Erstligisten AS St. Etienne (15.30 Uhr) vor dem ersten Pflichtspiel zum Einsatz kommen wird.

SGE-Trainer Oliver Glasner will die Neuererwerbung testen, er will sehen, wie er sich bewegt, wie er sich im Kreis der neuen Mannschaft zurecht findet. Immerhin ist der Kolumbianer, der vor einer guten Woche mit einer spektakulären, sehr familiären Vorstellung positiv auf sich aufmerksam gemacht hat, bislang der Königstransfer der Frankfurter. Und fit sollte der junge Mann allemal sein, immerhin stand er noch bis vor drei Wochen im Saft, er spielte bei der Copa America. Konditionell müsste er also auf der Höhe sein, ob er es schon körperlich packt in Europa, wird sich weisen.

Eintracht Frankfurt: Muskuläre Probleme bei Jepser Lindström

Und er hat die erste Woche hartes Training unter Glasner gut weggesteckt. Das ist nicht jedem Neuzugang vergönnt gewesen, Jesper Lindström etwa, ohnehin ein Leichtgewicht, hat in dieser Woche mit dem Training aussetzen müssen, muskuläre Probleme zwangen den Dänen, kürzerzutreten. Er wird wohl fehlen im Freundschaftsspiel, genauso übrigens wie Sebastian Rode (Kniereizung), Ajdin Hrustic (Corona) und möglicherweise Filip Kostic (Erkältung). Olympia-Fahrer Ragnar Ache hat noch drei Wochen Urlaub und muss zudem abklären lassen, welche Art Verletzung er sich unmittelbar vor Spielschluss im letzten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (1:1) eingefangen hat. Zur Stammbesetzung zählt der 21-Jährige sowieso nicht.

Trainer Glasner kann also sicherlich gegen den Tabellen-Elften der vergangenen Saison in Frankreich nicht die Elf letztmals testen, die am kommenden Sonntag, 8. August, nach einem Sieg über Waldhof Mannheim in die zweite Pokalrunde einziehen soll. Grundsätzlich sieht sich die Eintracht gut aufgestellt, sie hat ihre Defizite (Schnelligkeit) behoben und spielerisch dank guter, neuer Fußballer sicherlich zulegen können. Es stehen deutlich weniger Spieler im Kader, die den Ball nicht als Freund haben. Und doch klafft im noch nicht ganz ausbalancierten Kader ein großes Loch - ein Nachfolger des 28-Tore-Mannes André Silva ist nicht gefunden. Diese Tore werden fehlen, weiterhin halten sie Ausschau nach einem geeigneten Stoßstürmer, selbst wenn der finanzielle Spielraum in diesen Zeiten der Pandemie arg überschaubar ist.

Eintracht Frankfurt: Vier Wochen Vorbereitung stecken in den Knochen der Spieler

Ziemlich genau vier Wochen der Vorbereitung stecken in den Knochen des großen Kaders, es gab bislang zwei Siege (6:1 gegen FC Gießen, 1:0 gegen SV Sandhausen) und zwei Niederlagen (1:3 gegen SV Wehen und 2:3 gegen FC Straßburg), und ganz vorsichtig zeichnet sich auch eine erste Elf ab. Die wenigsten Unwägbarkeiten gibt es personell in der Defensive: Kevin Trapp wird natürlich im Tor stehen, die Dreierabwehrkette bilden, wie gegen Ende der abgelaufenen Saison, Tuta, Martin Hinteregger und Evan Ndicka. Allerdings wackelt der junge Brasilianer Tuta ein bisschen, so stabil wie nach der Winterpause ist er nicht mehr.

Freilich sind die Alternativen rar gesät, Stefan Ilsanker oder Timothy Chandler sind keine echten Optionen, Almamy Touré noch verletzt. Auf den Außenbahnen geht links an Filip Kostic kein Weg vorbei, der Serbe befindet sich bereits in beachtlicher Frühform - Christopher Lenz wird über eine Rolle des Backup vorerst nicht hinauskommen. Rechts sollte Danny da Costa das Rennen gegen Erik Durm und Chandler gewinnen.

Eintracht Frankfurt: Überangebot im Mittelfeld

Am meisten Gedränge herrscht im Mittelfeld. Defensiv als Sechser dürfte erst einmal Makoto Hasebe die Nase vorn haben, Rode zeigt sich in der Vorbereitung als äußerst verletzungsanfällig, Djibril Sow ist (wie Steven Zuber) als EM-Fahrer erst relativ spät zu den Hessen gestoßen, Stefan Ilsanker eher einer von der Bank. Offensiv hat Glasner die Qual der Wahl, Aymen Barkok ist ein Anwärter, er könnte aber auch im Angriff Verwendung finden, Jesper Lindström, Ajdin Hrustic sind etwas in den Hintergrund gerückt. Rodrigo Zalazar gilt als dynamischer Antreiber, ihm mangelt es freilich etwas an der gewünschten Schnelligkeit. Er wird zudem mit Zweitligist Schalke 04 in Verbindung gebracht, ein Leihgeschäft mit Kaufoption steht im Raum.

Im Angriff bevorzugte der österreichische Fußballlehrer die eher „schwimmende“ Variante, also im Kern spielt kein gelernter Angreifer, sondern die spielerisch gereiften Amin Younes, Borré und Daichi Kamada. Goncalo Paciencia, schwer in Tritt gekommen, Ali Akman und Fabio Blanco stehen Gewehr bei Fuß. Und doch ist noch nichts in Stein gemeißelt, die Tür zur ersten Elf steht noch offen, zumindest einen Spalt breit. (Thomas Kilchenstein)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare