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Musste angeschlagen pausieren: Nelson Valdez.
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Musste angeschlagen pausieren: Nelson Valdez.

Eintracht Frankfurt

Nur noch undankbar

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Eintracht Frankfurt bereitet sich mit Verve darauf vor, den letzten entscheidenden Punkt zu holen.

Es war natürlich reiner Zufall, dass Martin Andermatt an diesem Trainingsvormittag unter den Kiebitzen weilte. Martin Andermatt war zwischen 2001 und 2002 Trainer in Frankfurt, es war die Zeit, da die Eintracht keine schöne Rolle in der zweiten Liga spielte, ohne Chance auf eine Bundesliga-Rückkehr. Aber dass der Schweizer, in der Trainer-Fortbildung tätig, ausgerechnet in dieser momentanen Phase bei Eintracht Frankfurt vorbeischaut, passt irgendwie ins Bild.

Der Frankfurter Trainer Thomas Schaaf freilich verspürt keine über das normale Maße hinaus gehende besondere Anspannung. Auch das Thema Abstieg will er nicht anders behandelt wissen „als vorher“. Und zwar: wachsam sein, keinen Schlendrian einziehen lassen, das bestmögliche herauszukitzeln. „Wir müssen weiterhin an vielen Dingen arbeiten und sie verbessern“, wiederholt er gerne sein Credo. Besonders aufgeregt wirkt der Fußball-Lehrer nicht, und wenn er es denn wäre, so zeigt er es in der Öffentlichkeit nicht.

Valdez bricht Training ab

So nimmt er auch die Verletzung des Stürmers Nelson Valdez gelassen auf, der sich beim Sprint vor dem Torschuss an den rechten Oberschenkel gegriffen hatte und das Training abbrechen muste. Mit einem Druckverband hinkte er in die Kabine, nicht ohne vorher zu erzählen, dass er von einer „Verhärtung“ ausgeht. Der Muskel habe zugemacht, wie es in der Fußballersprache heißt. Ob die Blessur ernsterer Natur ist, wird sich weisen.

Ein Punkt, ein einziger Punkt, fehlt Eintracht Frankfurt bekanntlich noch zum sicheren Klassenerhalt. Gegen die TSG Hoffenheim, am Samstag im Stadion Gast, soll er nach Möglichkeit geholt werden, selbst wenn die Kraichgauer, die selbst noch um internationale Plätze spielen, ein eher undankbarer Gegner sind. „Haben Sie im Moment das Gefühl, dass es einen dankbaren Gegner gibt“, fragte Schaaf rhetorisch zurück. Im Augenblick sei es doch egal, gegen wen man spiele, „wir müssen das Beste herausholen, so oder so“.

Am Samstag wird es ein Wiedersehen mit dem langjährigen ehemaligen Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler geben, zuletzt in prima Form. Ein solcher Sechser täte der Eintracht nach wie vor gut, Makoto Hasebe im defensiven Mittelfeld ist doch eher der Stratege, der Spielordner, und nicht so sehr der Abräumer, der die Bälle klaut.

Könnte das womöglich Marco Russ erledigen? Der etatmäßige Stopper ist vielseitig verwendbar, auch im defensiven Mittelfeld, dort hat er in dieser Runde schon oft gespielt. Schaaf legt sich natürlich noch nicht fest, aber „wir werden alle Möglichkeiten in Betracht ziehen und nie etwas ausschließen“. Mit Russ auf der Sechs könnte das Mittelfeld eine gewisse Stabilität erreichen, mit dem offensiveren Marc Stendera und dem zuletzt spielenden Slobodan Medojevic, der nicht überzeugen konnte, hat das ja nicht so gut funktioniert. Zumal die Eintracht auf der Innenverteidiger-Position personell gut besetzt ist, neben Russ stehen der jüngst wegen mangelnder Leistung nicht berücksichtigte Carlos Zambrano, Bamba Anderson und Alexander Madlung, der seine Gelbsperre abgesessen hat, zur Verfügung.

Hoffnung bei Aigner

Daneben muss sich Thomas Schaaf um den Sturm sorgen, der seit vier Spielen ohne Tor geblieben ist. Ein wenig Hoffnung besteht bei Stefan Aigner, der über muskuläre Probleme und einen entzündeten Nerv im Oberschenkel klagt. Gestern konnte er nicht üben, „es sieht aber besser aus“, sagt der Coach, selbst wenn man noch „nicht sagen kann, es ist okay“. Einsatzchancen gegen Hoffenheim? Gestiegen.

Die Frankfurter Torflaute, die vorrangig auf das Fehlen der beiden besten Schützen zurückzuführen ist, habe nach Meinung von Schaaf auch mit der Qualität der Gegner und deren Hintermannschaft zu tun. Zudem habe ihm beispielsweise in Bremen „ein Schuss Entschlossenheit“ gefehlt. Immerhin, und da findet der Fußball-Lehrer wieder das Positive, habe man sich einige gute Möglichkeiten erarbeitet. „Das ist die Voraussetzung.“ Jetzt müssen die wenigen verbliebenen Offensivkräfte halt auch mal treffen. Drei Spiele haben sie dazu noch Gelegenheit. Andererseits: Für den einen entscheidenden Punkt reicht ja auch ein 0:0.

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