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Neu-Kölner Zoran Tosic

Noch ein Sternchen

Der 1. FC Köln verstärkt sich mit Zoran Tosic von ManU - dabei lief gerade alles rund.

Die gut und gerne 100 Kiebitze harrten dann doch sehr geduldig aus in der Eiseskälte draußen am Franz-Kremer-Stadion, es gab ja auch was zu sehen, einen neuen, jungen Spieler, einen, der vom großen Kultklub Manchester United in die Domstadt kommt. Das muss ja eine Granate sein. Zoran Tosic heißt er, der Heilsbringer in Stollenschuhen.

Tosic, 22, serbischer Nationalspieler, sollte bei ManU als Nachfolger von Ryan Giggs aufgebaut werden, die Engländer zahlten im Jahr 2009 Partizan Belgrad fast acht Millionen Euro. Das hat sich dann nicht so gerechnet wie erhofft, der kleine Offensivspieler hat sich in Manchester zwar einen Stammplatz erkämpft, aber dummerweise nur im Reserveteam, für die erste Mannschaft spielte er nur zweimal. Und doch war es für die Kölner ein ganz schöner Kraftakt, Tosic loszueisen. Sie haben es erst einmal auf Leihbasis geschafft bis Saisonende. Eine Kaufoption ließ sich mit ManU-Legende Alex Ferguson nicht vereinbaren.

Tosic fehlt natürlich die Spielpraxis, die will er in Köln bekommen, auch um das WM-Ticket zu lösen. "Kann sein, dass er Zeit braucht", sagt FC-Manager Michael Meier. "Er ist aber genau der Spieler mit Profil, den wir gesucht haben. Er hat ein technisch sehr hohes Niveau, ist schnell und hat eine gute Torquote."

Der Spieler selbst geht selbstbewusst bis zum Anschlag die neue Aufgabe an: "Man kann die Premier League nicht mit der Bundesliga vergleichen. Das Tempo in England ist viel höher. Für mich wird es jetzt leichter sein." Das ist ja schön. Ob er das schon in Frankfurt zeigen darf, hat Trainer Zvonimir Soldo allerdings noch nicht entschieden.

Überhaupt darf man gespannt sein, wie sich Tosic eingliedern wird in die Gruppe. Denn die Kölner sind gerade dabei, so etwas wie ein Mannschaftsgefüge aufzubauen. Das ist freilich mehr Zufall. Denn im Auswärtsspiel am vergangenen Sonntag in Wolfsburg, das in einem doch unerwarteten 3:2-Erfolg gipfelte, konnten der am Rücken verletzte Lukas Podolski und der grippekranke Milivoje Novakovic nicht mittun. Prompt schwang sich der FC zu einer klasse Leistung auf, gerade die beiden Vertreter des ersten Sturms, Adil Chihi und Sebastian Freis, trumpften groß auf. Auf einmal stand da eine geschlossene Mannschaft auf dem Platz, die füreinander da war. Das war mit den beiden Stars nicht immer der Fall, zumal sich die beiden Alphatiere im Sturm auch nicht so grün sind. In Köln beeilen sich die Funktionsträger natürlich eiligst, diese Sichtweise zu verschleiern. "Wenn Lukas und Nova zurück kommen, werden wir noch stärker sein", sagte Trainer Soldo. Und jetzt ist ja auch noch Tosic, das Sternchen aus England, da. Da kann ja nichts mehr schiefgehen. Eigentlich. (dur)

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