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Klare Rollenverteilung auch in Belek: Nikolov hält, Fährmann schaut nur zu.
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Klare Rollenverteilung auch in Belek: Nikolov hält, Fährmann schaut nur zu.

Der ewige Oka

Nikolov lacht zuletzt

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Der Routinier der Frankfurter hat auch in der Rückrunde seinen Platz zwischen den Pfosten sicher. Nikolov gehört mittlerweile zur Eintracht wie der Adler im Wappen. Von Ingo Durstewitz

Irgendwann auf dem Weg zum Mannschaftshotel platzt es aus Oka Nikolov heraus. Gerade ist er, schlappe 35 Jahre alt, zu seinen Zukunftsperspektiven befragt worden. Der Torhüter der Frankfurter Eintracht kann da nicht mehr an sich halten. Natürlich wisse er haargenau, wie es weitergehe: "Ich spiele eine super Rückrunde, und in der nächsten Saison stehe ich dann bei Bayern München im Tor." Die Zuhörer lachen, und selbst Nikolov grinst sich einen. Viel wahrscheinlicher ist, dass der Schlussmann bei seinem angestammten Verein zwischen den Stangen steht. Nikolov gehört mittlerweile zur Eintracht wie der Adler im Wappen.

Der Routinier, 186 Bundesliga-, 119 Zweitliga-Spiele, seit 1991 in Frankfurt unter Vertrag, wird den Hessen sicherlich erhalten bleiben, zwei, drei Jahre wolle er noch spielen. In absehbarer Zeit werde es Gespräche mit Vorstandschef Heribert Bruchhagen geben. Nikolov macht sich da keine Gedanken. Braucht er auch nicht. Die Eintracht, das ist bekannt, würde dem Keeper gerne auch in der neuen Spielzeit einen Kaderplatz reservieren.

Trainer Michael Skibbe ist hochzufrieden mit seiner Nummer eins, und er hat Nikolov bereits signalisiert, dass er auch in der Rückrunde nicht um seinen Stammplatz fürchten muss. Offiziell hört sich das bei Skibbe so an: "Oka hat einen ordentlichen Vorsprung. Er hat viel zu stabil gehalten, um ihn infrage stellen zu können." Nikolov spielte sicher keine überragende Hinserie, zwei, drei Patzer hatte er im Spiel, doch dann zeigte er auch wieder hervorragende Leistungen. Alles in allem sei er zufrieden mit seinen Darbietungen. "Mit Höhen und Tiefen. Ganz normal", befindet er knapp. Vor dieser Runde galt der Odenwälder fast schon als Auslaufmodell, es war spekuliert worden, dass die Eintracht ihn quasi als Standby-Profi halten will. Schließlich hatten die Hessen in Ralf Fährmann ja auch noch eine Torwarthoffnung von Schalke 04 losgeeist. Nicht viel sprach für Nikolov. Dann kam das erste Spiel - und der ewige Oka, wie er in und um Frankfurt oft genannt wird, stand in der Kiste. Damit rechnete der Profi selbst nicht. "Davon war nicht unbedingt auszugehen", sagt er im Rückblick. Und doch habe er sich nicht ins Bockshorn jagen lassen. "Hoffnung hat man immer, und wenn man aufgibt, dann hat es ja keinen Sinne mehr. Dann brauche ich diesen Beruf nicht mehr auszuüben."

Natürlich profitierte der Oldie auch vom Pech seines Rivalen Fährmann, der sich im Trainingslager im Sommer in Kärnten die Hand brach. Doch es gibt nicht wenige, die behaupten, Nikolov hätte sich auch ohne die schwere Verletzung des Jungprofis durchgesetzt.

Fährmann gehört sicher die Zukunft, aber nicht in der Rückrunde. Und auch in der neuen Saison wird er sich erst mal durchsetzen müssen gegen Nikolov. Fährmann geht mit seiner Situation sehr professionell um. "Natürlich würde ich gerne spiele, das ist ja klar. Aber ich bin keiner, der Stunk macht oder das rausbrüllt." Vielmehr wolle er im Training weiter hart an sich arbeiten. So wie Markus Pröll, der in den Einheiten sehr gute Leistungen zeigt. Der 30-Jährige, der sich momentan nicht äußern möchte, wird die Eintracht im Sommer verlassen. Ob er deshalb nicht mal eine Chance hat, sich den Platz auf der Bank zu sichern? "Das darf keine Rolle spielen", sagt Skibbe. "Man darf immer nur nach sportlichen Erwägungen entscheiden." Der Kampf ist entbrannt. Um die Nummer zwei - hinter Nikolov.

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