Basels Eray Cömert (r) und Basels Torwart Djordje Nikolic (l) im Zweikampf mit Frankfurts Sebastian Rode.
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Auch bei Sebastian Rode lief es nur so lala.

Europa League

Niederlage in Basel: Die Einzelkritik der Eintracht-Profis

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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  • Daniel Schmitt
    Daniel Schmitt
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Eintracht Frankfurt verliert beim FC Basel mit 0:1 und scheidet aus der Europa League aus. Die Spieler in der Einzelkritik.

Die Europa-Reise von Eintracht Frankfurt ist vorbei. Die SGE verliert auch das Rückspiel beim FC Basel und scheidet damit im Achtelfinale der Europa League aus. Wer war gut, wer war nicht so gut? Das Klassenbuch zum Spiel FC Basel gegen Eintracht Frankfurt verrät es.

Gut dabei

Kevin Trapp: Überragend. Das sagt alles. Parierte dreimal gegen Widmer (25., 26., 49.), einmal auch gegen Campo (85.). Hielt seine Elf lange im Spiel. Mehr geht nicht.

Ganz okay

Martin Hinteregger: Lief als einziger Frankfurter ohne schwarzen Trikotkragen auf. Warum nur? Weiß keiner. Dass er seine Zweikämpfe meist gewinnt, ist dagegen längst bekannt. Zudem mit der besten Eintracht-Chance in Hälfte eins, sein Kopfball ging drüber (19.).

Dominik Kohr: Kernig in den Zweikämpfen, schonte sich und seine Gegenspieler nicht. Zudem mit Zug in des Gegners Strafraum hinein. Einen gefährlichen Torabschluss brachte aber auch er nicht zustande.

So lala

Sebastian Rode: Häufig am Ball, um Struktur im Spiel bemüht. Einige Abspiele waren zu ungenau.

Makoto Hasebe: Kam zur zweiten Hälfte, dann mit klaren Aktionen, die dem Eintracht-Spiel mehr Fluss gaben.

Filip Kostic: Kam vorne zu selten am starken Gegenspieler Widmer vorbei und ließ dem Schweizer hinten zu viele Räume. Ungenaue Flanken, vor allem vor dem Seitenwechsel. Danach etwas besser im Spiel, auch mit mehr Willen. Rettete einmal auf der eigenen Torlinie.

David Abraham: Vor der besten Baseler Chance getunnelt (26.). Hatte ansonsten viel Arbeit mit dem fleißigen Pululu, die er recht ordentlich erledigte.

Goncalo Paciencia: Zur zweiten Hälfte eingewechselt, warf sich rein, verpasste die 1:0-Führung (52.). Bemüht, aber glücklos.

Danny da Costa: Flankte viel, zu selten kamen die Hereingaben bei den eigenen Leuten an. Die letzte Power fehlte. Ein Schuss ans Außennetz (54.).

Bas Dost: Ließ die Bälle stets mit dem ersten Kontakt prallen, arbeitet gut nach hinten. Vor dem Tor jedoch nur einmal gefährlich, zu wenig für einen Stürmer. Der Kopfball kurz vor dem Pausenpfiff ging über die Latte.

Evan Ndicka: Widmer kam über die linke Abwehrseite des Franzosen zu oft durch, allerdings fehlte Ndicka auch die Unterstützung von Kollege Kostic. In den direkten Zweikämpfen, vor allem bei jenen in der Luft, meist Sieger. Zur Pause raus, weil Hasebe der bessere Aufbauspieler ist.

Schwächelnd

Daichi Kamada: Bemüht, aber mit vielen unsauberen Ballannahmen, Stockfehlern und Pässen zum Gegner. Solch technische Mängel sieht man bei ihm sonst nicht.

André Silva: Eine erste Hälfte ohne nennenswerte Aktion, von Basels Abwehr aus dem Spiel genommen – und selbst nicht wirklich bemüht, daran etwas zu ändern. Dabei wäre es auf ihn, den besten Frankfurter Torjäger dieses Jahres, besonders angekommen. Zur Pause raus. Richtig.

Zu spät gekommen

S. Ilsanker, T. Chandler (dani/kil)

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