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Erlitt er schon wieder einen Rückschlag? Sonny Kittel.

Flum und Kittel

Nicht im Stich lassen

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Eintracht Frankfurt will Johannes Flum und Sonny Kittel unterstützen. Wie schwer Kittel verletzt ist, ist nach wie vor unklar, Flum wird in dieser Saisaon nicht mehr spielen können.

Ob Sonny Kittel, wie geplant, im neuen Jahr mit Eintracht Frankfurt ins Trainingslager nach Abu Dhabi (vom 4. bis 13. Januar) reisen wird, ist mehr als ungewiss. Seit einiger Zeit schon nahm der Offensivspieler nicht mehr am Training der ersten Mannschaft teil. Und weil sich der Zustand seines operierten Knies offenbar verschlechterte, absolvierte der 22-Jährige Reha-Maßnahmen in Donaustauf. Tatsächlich kursierten auch Gerüchte, er habe sich erneut einen Knorpelschaden zugezogen, das wäre sein zweiter, nach ebenfalls zwei Kreuzbandrissen. Das ist bislang aber nicht bestätigt worden.

Der Frankfurter Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen hat dieser Tage angedeutet, fair mit Sonny Kittel und Johannes Flum umgehen zu wollen. Flum wird nach einem Kniescheibenbruch in dieser Saison nicht mehr Fußball spielen, und bei Kittel ist nach derzeitigem Stand nicht einmal sicher, ob er seine Karriere auf diesem Niveau überhaupt wird fortsetzen können. „Eintracht Frankfurt wird beide Spieler nicht im Stich lassen“, sagte Bruchhagen unlängst. „Wir werden gemäß unserer Vereinsmentalität so handeln, wie es sich gehört.“ Wahrscheinlich ist, dass der Verein beiden Profis eine Verlängerung ihrer im Sommer auslaufenden Verträge anbieten wird.

Darüber hinaus hat der Klubchef in den Tagen vor Weihnachten zum Telefon gegriffen und Jürgen Grabowski angerufen. Das war Bruchhagen ein echtes Anliegen, denn der Ehrenspielführer war ziemlich schlecht auf die Eintracht zu sprechen. Der Vorfall liegt schon mehr als ein Jahr zurück, Stopper Marco Russ hatte im Oktober 2014, nach der Heimniederlage im DFB-Pokal gegen Mönchengladbach, in höchster Erregung gegen den Weltmeister von 1974 geschossen. „Wenn so Vollexperten wie Grabi, der in den Zwanzigerjahren gespielt hat, das Maul aufreißen, dann interessiert uns das nicht“, hatte Russ seinerzeit geätzt. Und die Eintracht hatte zwei Wochen verstreichen lassen, ehe sie diese grobe Unsportlichkeit zurückwies. Marco Russ musste sich denn auch öffentlich (aber viel zu spät) entschuldigen.

„Das habe ich versäumt. Ich habe versäumt, sogleich mein Missfallen auszudrücken“, sagte am Montag Klubchef Bruchhagen. In der Folgezeit war Grabowski persönlich betroffen gewesen und häufig nicht ins Stadion gekommen.

Nun ist Bruchhagen auf Grabowski zugegangen, er hat das Missverständnis ausgeräumt und ihn sogleich gebeten, als Repräsentant für Eintracht Frankfurt tätig zu werden – wie das schon Bernd Hölzenbein und Karl-Heinz Körbel auch sind. Hölzenbein übergab mit Bruchhagen dieser Tage etwa einen Scheck über 10 000 Euro an das Universitätsklinikum, der für das Projekt „Hilfe für krebskranke Kinder“ verwendet werden soll. „Grabi“ habe seine Bereitschaft signalisiert, so Bruchhagen: „Ich glaube, Grabowski bewegt zu haben, dass er sich im neuen Jahr als Repräsentant einbinden lässt. Darüber freuen wir uns sehr.“

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