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Viererkette sorgt für Personalkarussell bei der Eintracht

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Von: Niklas Kirk

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Daichi Kamada (r)
Besetzten in Bremen erfolgreich die offensiven Flügel: Daichi Kamada und Jesper Lindström © Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

Im Zuge des Systemwechsels auf Viererkette kommt es bei Eintracht Frankfurt vor allem offensiv zu Rotationen. Dies betrifft auch vormals gesetzte Spieler.

Frankfurt – Der systemische Switch scheint Oliver Glasner geglückt. Zwar sprechen drei Gegentore im Spiel gegen Werder nicht dafür, dass defensiv alles gestimmt hat. Dennoch stimmte das, was bei Eintracht Frankfurt ab der Doppelsechs um Sebastian Rode und Djibril Sow bis hin zu Sturmspitze Kolo Muani offensiv gestaltet wurde, optimistisch.

Sollte sich nun zum Abschluss der Transferperiode am 01. September keine systemrelevanten Zu- und Abgänge mehr abzeichnen, wird Oliver Glasner im Fall einer Beibehaltung des 4-2-3-1 Systems in Zukunft die Qual der Wahl haben. Bereits im letzten Spiel hatten sich die personellen Umstellungen im offensiven Bereich ausgezahlt. Dazu gehört auch ein Blick auf die Spieler, die sich ihren Platz im neuen System erst wieder neu erarbeiten werden müssen.

Eintracht Frankfurt – Konkurrenzkampf auch für Euro-Helden

Ansgar Knauff: Wird die Position des Schienenspielers in der Dreierkette wegfallen, entsteht der direkte Konkurrenzkampf mit Jesper Lindström um die rechte offensive Außenbahn. In den letzten Partien gegen Bremen und Köln zog Glasner zudem Kristjan Jakic gegenüber Knauff auf der Position des rechten Verteidigers vor. Dass defensiv noch Luft nach oben ist, zeigte bei Knauff beim Auswärtsspiel von Eintracht Frankfurt in Berlin, wo er nach nur einer Halbzeit ausgewechselt wurde. Seinerzeit noch im System mit Dreierkette.

Rafael Borré: Beim Heimspiel gegen Köln, durfte Borré im neuen 4-2-3-1 System von Beginn als Sturmspitze ran, dies war zuvor bei der 1:6-Pleite zum Saisonauftakt gegen die Bayern der Fall. Da er gegen Köln wenig glücklich agierte, wurde gegen Bremen Kolo Munai vom rechten Flügel in die Sturmspitze versetzt und dankte es mit einer starken Leistung, inklusive Tor und Assist. Bei einem langfristigen Wegfall der zweiten Sturmspitze wird sich der kolumbianische Mittelstürmer ins Zeug legen müssen.

Eintracht Frankfurt – Neuzugang Smolcic in der Warteschleife

Timothy Chandler: Obwohl gelernter Rechtsverteidiger, ist eine Aufwertung seiner Position in Zukunft bei Eintracht Frankfurt fraglich. Bereits letzte Saison kam er oft als rechter Mittelfeldspieler zum Einsatz und blieb in mehreren Partien trotz Kaderzugehörigkeit ganz ohne Einsatzzeit. Kam in dieser Saison einzig beim Spiel in Bremen zu einem Einsatz über knapp 15 Minuten.

Hrvoje Smolcic: Der 22-jährige Neuzugang aus Rijeka konnte bisher keine Bundesligaluft schnuppern. Hatten im alten System noch drei Innenverteidiger einen Platz, wäre durch die Verletzung von Touré im Spiel gegen Berlin eine dieser Positionen vakant. Bei einem langfristigen Festhalten an der Viererkette dürfte Smolcic bei nur zwei zu vergebenen Plätzen gegenüber Ndicka und Abwehrchef Tuta vorerst das Nachsehen haben.

Ein Faktor, ob sich das System mit dem aktuell bevorzugte Spielpersonal etablieren wird, hängt auch davon ab, wie sich die Eintracht im Rahmen der Doppelbelastung schlagen wird. Für das Abenteuer Champions League, das mit einem Heimspiel gegen Sporting am 7. September eingeläutet wird, wurden zuletzt alle Partien genau terminiert. (nki)

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