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Die ganze Angelegenheit rund um Carlos Zambrano ist ein Musterbeispiel für den modernen Handel mit Fußballern, gerade aus Südamerika.
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Die ganze Angelegenheit rund um Carlos Zambrano ist ein Musterbeispiel für den modernen Handel mit Fußballern, gerade aus Südamerika.

Eintracht Frankfurt

Neustart ohne Zambrano?

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt steckt in der Zwickmühle. Der eisenharte Stopper Carlos Zambrano ist zwar ein exzellenter Verteidiger, hat der Mannschaft aber auch schon oft geschadet. Sollte Zambrano besser gehen? Ein Kommentar.

Vor einiger Zeit standen ein paar Frankfurter Reporter im Trainingslager der Eintracht im Ötztal auf einer Brücke über einem reißenden Gletscherfluss und plauderten ganz entspannt mit dem eisenharten Stopper Carlos Zambrano, der abseits des Fußballplatzes der genaue Gegenentwurf eines Bad Boys ist. Irgendwann steuerte das Gespräch zielsicher auf seine Zukunft in Frankfurt zu. In der kommenden Woche, erzählte er, werde sein Berater kommen und dann wolle man den Vertrag verlängern. „Ich würde gerne lange hier bleiben.“ Das ist jetzt, Achtung festhalten, genau zwei Jahre her.

Seitdem hat sich nicht viel getan. Der Kontrakt des 26-Jährigen ist zwar vor einigen Wochen tatsächlich ausgedehnt worden, allerdings nur um ein Jahr und versehen mit einer Ausstiegsklausel in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Es handelt sich offenbar um eine etwas merkwürdige und durchaus komplizierte Vertragsgestaltung. Die ganze Angelegenheit rund um Carlos Zambrano ist ohnehin eine höchst vertrackte, sie ist ein Musterbeispiel für den modernen Handel mit Fußballern, gerade aus Südamerika. In jungen Jahren schon hat Zambrano einen Vertrag mit einem Konsortium geschlossen, der ihn schon seit Jahren knebelt.

Rund um den Spieler tummelt sich zudem mittlerweile eine ganze Armada an Agenten, Ratgebern und Einflüsterern. Das Geflecht reicht vom Bruder über den Vater bis hin zu Freunden und irgendwelchen Geschäftsmännern. Die Eintracht sollte sich nun gut überlegen, wie sie weiter verfährt. Sie könnte das Konsortium mit viel Geld (deutlich mehr als eine Million Euro) ausbezahlen, um anschließend einen langfristigen und werthaltigen Kontrakt mit dem Abwehrspieler zu verabreden. Das wäre allerdings eine kostspielige Angelegenheit. Insgesamt und über Jahre gesehen im zweistelligen Millionenbereich. Ist Zambrano das wert?

Die Eintracht steckt da in der Zwickmühle.

Vielleicht sollte sich der Klub dazu durchringen, den Spieler gehen zu lassen und das fortwährende Theater zu beenden. Dann müsste die Eintracht zwar noch einen hochkarätigen Innenverteidiger holen, doch Zeit dazu hätte sie. In fünf Wochen erst schließt der Transfermarkt.

Zambrano ist in Topform zwar ein exzellenter Verteidiger. Aber er hat der Mannschaft durch seine Provokationen, Tritte und durch rüpelhaftes Verhalten auch des Öfteren geschadet. Nicht nur durch persönliche Bestrafungen gegen ihn, sondern auch wegen seines völlig zerrütteten Rufs in der Schiedsrichter-Gilde. Vielleicht wäre es klüger, einen Neustart zu wagen – ohne Zambrano.

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