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Neuer Adlerträger am alten Riederwald: Tomislav Stipic.

Tomislav Stipic

Mit Motivator Stipic in die Zukunft

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Der Ex-Aue-Coach Tomislav Stipic unterschreibt einen Zweijahresvertrag als A-Jugendtrainer der Eintracht.

Die Rettung in letzter Sekunde, höchst dramatisch und schwer umjubelt, hat Frank Leicht den Job als A-Jugendtrainer von Eintracht Frankfurt auch nicht mehr retten können. Schon rund um das Pokalfinale der Eintracht in Berlin sickerten erste dünne Nachrichten nach draußen, wonach Leicht seinen von Eintracht-Ikone Alexander Schur geerbten Job wieder abgeben und zur U17 zurück muss, gestern präsentierte die Eintracht einen neuen Mann: Tomislav Stipic, 38 Jahre alt, Kroate mit deutschem Pass. Er unterschrieb einen Zweijahresvertrag.

„Er erfüllt unsere Kriterien perfekt. Er hat Erfolge vorzuweisen, bringt Erfahrung aus dem Nachwuchsleistungszentrum mit, ist kommunikativ, diszipliniert und lebt den Fußball“, sagte Armin Kraaz, der Leiter des Leistungszentrums. Die Entscheidung sei in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen der Fußball-AG getroffen worden.

Es ist kein Geheimnis, dass der aus Stuttgart stammende Sportvorstand Fredi Bobic den im schwäbischen Denkendorf und auch bei den Stuttgarter Kickers trainierenden Fußballlehrer für geeignet hält. Bobic und auch sein Kaderplaner Ben Manga nehmen immer mehr Einfluss auf die Geschicke am Riederwald, mischen sich stärker ein. Das schmeckt so manch alteingesessenem Funktionär nicht so wirklich.

Stipic, der in Ingolstadt hervorragende Arbeit in der Jugend ablieferte, hat sich gerade bei seiner Station beim Zweitligisten Erzgebirge Aue einen guten Ruf erarbeitet, den Abstieg konnte er 2015 dennoch nicht verhindern.

Stipic, der mit sieben Geschwistern aufgewachsen ist und vier Söhne hat, gilt als positiv, verbindlich und freundlich. Er kann Menschen begeistern und motivieren. Er steht für Disziplin, eisernen Willen und Durchsetzungsvermögen. Nach seiner Zeit in Aue wechselte er nach Stuttgart, stieg sehr unglücklich auch mit den Kickers ab. Zuletzt trainierte er in China. Nach nur zwei Monaten warf er das Handtuch. Nun nimmt er einen neuen Anlauf in Frankfurt.

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