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Beim Spiel Eintracht Frankfurt gegen Lazio Rom fliegt Pyrotechnik.

UEFA-Entscheidung

Milde Strafe für die Eintracht

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Eintracht Frankfurt wird nach den Ausschreitungen in Rom mit einer Geldstrafe und einem Zuschauer-Ausschluss auf Bewährung sanktioniert.

Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der Uefa hat noch einmal ein Auge zugedrückt und den Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt mit einer durchaus milden Strafe davonkommen lassen: Die Kammer des europäischen Fußballverbandes belegte die Hessen mit einer Geldstrafe in Höhe von 80.000 Euro. Darüber hinaus verhängten die Gralshüter aus dem schweizerischen Nyon eine Ausschlussstrafe für das nächste Auswärtsspiel in einem Pflichtspielwettbewerb der Uefa.

Dieser Ausschluss wird allerdings auf Bewährung ausgesetzt: In den nächsten zwei Jahren dürfen sich die Anhänger von Eintracht Frankfurt keinerlei Disziplinlosigkeiten erlauben, sei es das Abfackeln und Werfen von Pyros oder Gegenständen, um nur die gravierenden Verfehlungen zu nennen. Dieses eher moderate Urteil erlaubt den Fans, ihre Mannschaft zum nächsten Spiel auf europäischer Bühne am 14. Februar nach Charkiw in die Ukraine zum Spiel gegen Schachtjor Donezk zu begleiten.

 Die Kammer, die gestern in einer Telefonkonferenz tagte und alle Vorfälle des sechsten Spieltags in der Europa League behandelte, sanktionierte damit die Ausschreitungen im Rahmen des Auswärtsspiels der Eintracht bei Lazio Rom (2:1) am 13. Dezember des vergangenen Jahres. Da war es zu Ausschreitungen eines geringen Teils der Frankfurter Anhängerschaft gekommen. Doch auch die wiederholten, überwiegend pyrotechnischen Vergehen in den übrigen Spielen der Gruppenphase hätten strafschärfend gewirkt, teilte die Uefa mit. Eintracht Frankfurt ist einschlägig vorbelastet und nun wahrlich kein Unschuldslamm. Die Geldstrafen der letzten Jahre gehen in die Hundertausende, auch mit Teilausschlüssen der Zuschauer ist der Klub in der Vergangenheit schon bestraft worden.

„Es ist die erwartet harte Strafe und gleichzeitig eine letzte Chance, die man uns gibt. Wir werden in den kommenden Tagen die Entscheidungsgründe der Kommission prüfen und das weitere Vorgehen abstimmen, wobei die Einleitung eines Berufungsverfahrens aufgrund der ausgesprochen geringen Erfolgsaussichten eher unwahrscheinlich ist.“, sagte das zuständige Eintracht-Vorstandsmitglied Axel Hellmann.

Darüber hinaus richtete Hellmann erneut einen dringenden Appell an die eigene Fanszene: „Wenn wir in den kommenden Wochen und der näheren Zukunft wieder Fußballfeste auf europäischem Boden mit all unserer Reiselust, Begeisterung und Kreativität feiern wollen, dürfen wir uns nichts mehr erlauben, von Vorfällen wie in Rom ganz zu schweigen. Das musste uns schon unmittelbar nach dem Spiel am 13. Dezember klar sein – jetzt hat es jeder schwarz auf weiß.“ In Rom hatten sich weite Teile der Anhängerschaft von den Aktionen der Ultras distanziert.

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