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Eintracht Frankfurt: Ein fairer Deal

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Von: Thomas Kilchenstein

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Kopf hoch, Kevin Trapp, es ist noch nichts verloren: Die Eintracht hofft auf ein Weiterkommen.
Kopf hoch, Kevin Trapp, es ist noch nichts verloren: Die Eintracht hofft auf ein Weiterkommen. © dpa

Zwei Spiele sind es noch, zwei Spiele, in denen alles noch möglich ist für Eintracht Frankfurt - die Hessen haben sich bisher achtbar aus der Affäre gezogen in der Königsklasse. Der Kommentar.

Frankfurt am Main – Zwei Drittel der allerersten Champions-League-Saison in der Geschichte von Eintracht Frankfurt sind absolviert, und der Klub, der im Mai die Europa League gewonnen hat, rangiert auf dem letzten Gruppenplatz. Das hatten viele vorher geunkt, die Königsklasse, das ist doch eine Etage zu hoch, dafür hat der Verein nicht die Spieler, nicht die Mittel, um den Großkopferten aus London, Lissabon, Marseille das Wasser reichen zu können. Und spätestens nach dem ernüchternden 0:3 zum Auftakt zu Hause gegen Sporting sahen sich viele in ihrer grundsätzlichen Skepsis bestätigt.

Der letzte Platz also: Nur hat er in dieser extrem ausgeglichenen Gruppe fast gar keine Aussagekraft. Keine Team dominiert unangefochten, nicht Sporting, das mit zwei Siegen gestartet ist, nicht Tottenham, der vermeintliche Top-Favorit, nicht Olympique Marseille, das die ersten beiden Partien ohne Punkt geblieben war und jetzt zwei Sieg am Stück einholte.

Eintracht Frankfurt hat sich bis dato sehr ordentlich aus der Affäre gezogen. Selbst am Mittwochabend in Tottenham hat sie sich, trotz allerlei Unbill und Unterzahl, bis zum Schluss nicht unterkriegen lassen, ja in den letzten zehn Minuten hat sie den englischen Spitzenklub mächtig in die Mangel genommen, hat Herzblut auf dem Platz vergossen. Tottenham, lange souverän, verlor komplett die Kontrolle.

Eintracht Frankfurt: Niemand erwartet Wunderdinge

Zwei Spiele also sind es noch, zwei Spiele, in denen alles, wirklich alles, noch möglich ist für Eintracht Frankfurt. Die direkte Qualifikation für das Achtelfinale bei den Champions, Platz drei und mit zwei Relegationsspielen im Februar gegen einen Gegner aus der Europa League, aber auch das Aus nach der Gruppenphase am 1. November. Mit zwei Siegen, zu Hause gegen Marseille und in Lissabon, wäre die Eintracht definitiv unter den letzten 16. Das ist eine faire Chance, eine faire Konstellation. Es werden keine Wunderdinge von den Hessen erwartet, Marseille und Lissabon könnten an einem guten Tag die richtige Kragenweite für die Frankfurter sein, die sicher wieder ihre ganz spezielle Herangehensweise zelebrieren werden. Diese Spiele, in denen es um alles geht, kann Eintracht Frankfurt, da wird man den Europapokal-Spirit aktivieren und auf Biegen oder Brechen kämpfen. Diese Chancen haben sie sich selbst erarbeitet, diese Chance könnten sie nutzen. Ein Überwintern auf internationaler Ebene liegt durchaus im Bereich des Möglichen.

Und wenn sie beide Spiele nicht gewinnen, dann waren sie eben auch nicht gut genug für höhere Aufgaben. Ein akzeptabler Deal. (Thomas Kilchenstein)

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