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Bald wird er von der Leine gelassen:  Haris Seferovic.
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Bald wird er von der Leine gelassen: Haris Seferovic.

Eintracht Frankfurt

Meister unter Flutlicht

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt hat am Samstagabend keinen Bammel vor Gladbach – weil die Statistik für die Hessen spricht.

Eigentlich kann Armin Veh die Zügel wieder schleifen lassen. Der Trainer der Frankfurter Eintracht hatte sie ja merklich angezogen, die vergangenen Woche war recht arbeitsintensiv. In den Tagen vor einem Bundesligaspiel wird die Belastung ohnehin wieder gedrosselt. Und generell ist es ja so, dass sich die Eintracht keine Sorgen machen muss. Die latente Unzufriedenheit und die Schaffenskrise zur Unzeit – all das wird am Samstagabend Makulatur und hohles Geschwätz sein. Zumindest dann, wenn man die Statistik bemüht und ihr vertraut. Denn immer dann, wenn samstags das Flutlicht angeht, ist die Eintracht eine Klasse für sich, da liegt sie, man lese und staune, auf Titelkurs. Im Ranking der sogenannten Topspiele, die samstags um 18.30 Uhr angepfiffen werden, ist sie noch vor dem Immermeister Bayern oder dem aktuellen Vizemeister Wolfsburg postiert: Da hat sie von zwölf Partien deren neun gewonnen. Das ist nicht schlecht. Dass die Hessen davon zehnmal zu Hause antreten durften, sei nur am Rande erwähnt.

Farbe bekennen

Auch wenn Armin Veh ein abergläubischer Mensch ist, wird er auf diese Zahlenspielerei nicht verlässlich bauen. Der Fußballlehrer wird alles daran setzen, seine Mannschaft so zu präparieren, dass sie gegen Borussia Mönchengladbach auf den Pfad des Erfolges zurückkehren wird. „Ich glaube schon, dass wir eine Trotzreaktion zeigen“, sagte Sportdirektor Bruno Hübner.

Das Team steht zweifelsohne unter Druck, es hat einiges geradezurücken. Und wenn es wirklich wieder etwas ruhiger zugehen soll im Stadtwald, wenn das Leistungstief nicht in eine Krise münden soll, muss die Mannschaft Farbe bekennen. Sie steht in der Pflicht, die Partie zu gewinnen oder zumindest eine Leistung abzuliefern, die für eine Umkehr der angespannten Stimmung sorgen könnte. Da trifft es sich ganz gut, dass Haris Seferovic nach seinem Muskelfaserriss wieder ins Mannschaftstraining einsteigen soll. Die Verantwortlichen hoffen inständig, dass es mit einem Einsatz klappen wird.

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Welche Bedeutung der Schweizer Nationalspieler für die Hessen hat, wurde den Frankfurtern schmerzlich bewusst, als der Stürmer zuletzt eben nicht mehr spielen konnte. Es gibt niemanden im Eintracht-Ensemble, der nicht betont hat, wie sehr der 23-Jährige fehle. Gerade mit seiner Präsenz und der seltenen Fähigkeit, auch in größter Bedrängnis selbst die schwierigsten Bälle zu behaupten, verleiht er dem Spiel eine wichtige Komponente. Seferovic soll Angriff beleben

Und doch, das sollte man nicht unerwähnt lassen, haben die Frankfurter auch mit Seferovic in dieser Saison schon Spiele gemacht, die eher suboptimal waren. Er ist ein eminent wichtiger Spieler, aber kein Heilsbringer, zumal keiner weiß, wie seine Form unter der Zwangspause leiden musste und ob er tatsächlich völlig furchtlos auftreten wird. Schließlich ist die Muskelblessur die erste Verletzung, die ihn als Profi überhaupt ereilt hat.

Pause für Hasebe?

An seinem Einsatz hängt die weitere Zusammensetzung der Mannschaft. Sollte Seferovic auflaufen können, besteht die Möglichkeit, dass der zuletzt so ungeheuerlich schwächelnde Sturmpartner Luc Castaignos eine weitere Bewährungschance erhalten wird. Beide Spieler, sagte Veh, ergänzten sich nahezu perfekt. Und schließlich war das Tandem Seferovic/Castaignos nach der 6:2-Gala gegen Köln ja um Alexander Meier erweitert zum „magischen Dreieck“ befördert worden. Vielleicht etwas verfrüht. Doch eine gewisse Durchschlagskraft und Torgefahr ist dem Trio nicht abzusprechen. Auch daran haperte es zuletzt.

Nicht zu erwarten ist, dass Makoto Hasebe seinen Platz behalten wird, zumal der Japaner ja heute noch in Teheran gegen Iran spielen wird. Auch Carlos Zambrano wird heute noch mal gefordert. Ob der angeschlagene Stopper aber spielen wird, ist unklar. Peru trifft auf Chile, das Brasilien jüngst mit 2:0 bezwang. Auch Marc Stendera ist im Reisestress, er spielt mit der U21 auf den Färöern, zuletzt saß er nur auf der Bank. Lukas Hradecky hat die Qualifikationsspiele indes schon abgeschlossen, er soll heute wieder auf dem Trainingsplatz in Frankfurt stehen. Bei der EM wird er mit Finnland fehlen.

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