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„Wir haben eigentlich keinen wirklichen Kontakt zur Außenwelt“, sagt Österreichs Abwehrchef Martin Hinteregger. imago images
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„Wir haben eigentlich keinen wirklichen Kontakt zur Außenwelt“, sagt Österreichs Abwehrchef Martin Hinteregger.

EM 2021

Martin Hinteregger: „Österreich-Hochburg in Frankfurt“

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger über die EM-Chancen mit Österreich, das kommende Spiel gegen die Niederlande und Tipps seines neuen Vereinstrainer Oliver Glasner.

Der 56-fache Nationalspieler Martin Hinteregger ist eine Konstante in der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft. Als Abwehrchef ist der Profi von Eintracht Frankfurt gesetzt, vor dem Spitzenspiel der Gruppe C in Amsterdam gegen die Niederlande am Donnerstag (21 Uhr/ZDF) sprach der 28-Jährige in einer Medienrunde aus dem Basiscamp in Seefeld über...

...das Spiel gegen die Niederlande: „Natürlich wollen wir in Holland einen Punkt einfahren oder gewinnen, was uns ziemlich sicher den Aufstieg (Einzug ins Achtelfinale, Anm. d. Red.) bringen würde. Wir können da einen Grundstein legen. Wenn uns das gelingt, geht es in Österreich ein bisschen rund. Wir wollen die Österreicher mitnehmen, denn wir sind dabei, eine gewisse Euphorie zu entfachen. Wenn wir da 0:3 untergehen, wäre es für die Gemütslage nicht optimal.“

...den Charakter dieser EM: „Natürlich ist es eine andere Europameisterschaft. Erst einmal in ganz Europa, dann noch in Corona-Zeiten. Natürlich waren wir dankbar über jeden Fan in Bukarest, und wir kriegen ein bisschen was von der Euphorie mit. Aber 2016 war es ganz anders, als gefühlt ganz Österreich auf der Reise nach Frankreich war. Es ist halt einfach nix greifbar. Wir sind in Seefeld abgeschottet, wir sind an den Spielorten abgeschottet: Wir haben eigentlich keinen wirklichen Kontakt zur Außenwelt.“

...die drohenden Sperre für Marko Arnautovic: „Wir haben intern gesprochen, was da los war. Marko ist mit ‚Sabi‘ (Marcel Sabitzer, Anm. d. Red.) und David Alaba unser bester Spieler, vor allem was Kreativität und eine offensive Spielidee angeht. Er ist einer unser absoluten Schlüsselspieler. Sein Fehlen wäre ein extrem herber Verlust. Aber wenn uns das groß beschäftigen würde, dann nimmt uns jeden Tag etwas mit. In 90 Minuten passieren auf dem Platz noch ganz andere verbale Dinge. Ich bin in der Bundesliga auch kein Kind von Traurigkeit. So lebt der Sport, so soll es auch sein. Nach dem Spiel gibt man sich dann die Hand und alles ist okay.“

...die praktizierte Dreierkette mit David Alaba: „Ich habe das selber erst wenige Stunden vor dem Spiel erfahren, wie wir spielen. Dreierkette haben wir doch eigentlich kaum gespielt, ganz, ganz wenig trainiert. Grundsätzlich hat die Aufstellung viele überrascht, aber es hat im ersten Spiel hervorragend funktioniert. David ist es bei Bayern München gewohnt, als Abwehrspieler extrem hoch zu stehen, ich bei Eintracht Frankfurt auch. Holland ist natürlich ein ganz anderer Maßstab. Gegen Nordmazedonien hat sich unsere größere Qualität durchgesetzt. Zweite Halbzeit war es gut, dass David nach links gegangen ist, weil er offensiv mehr Qualitäten als ich hat. Und ich fühle mich in der Mitte ein bisschen wohler.“

...seinen Fehler vor dem Gegentor gegen Nordmazedonien: „Wenn ich den Ball mit der Innenseite auf die Tribüne schlage, ist alles okay. Den Anspruch muss ich haben. Den Fehler nehme ich auf meine Kappe. ‚Sabi‘ steht zwei Meter vor mir: Es muss nicht sein, dass ich ihn anschieße. Dieser unnötige Fehler hat mich die Nacht danach nicht schlafen lassen.“

...mögliche Tipps des künftigen Eintracht-Trainers Oliver Glasner, wie dessen ehemaliger Schützling, der Wolfsburger Angreifer Wout Weghorst, zu stoppen ist: „Wir haben ja mit Xaver Schlager einen Spieler in eigenen Reihen, der mit Wout Weghorst schon ein bisschen länger zusammenspielt. Außerdem ist es ja nicht so, dass ich gegen ihn noch nie in der Bundesliga gespielt habe, deswegen weiß ich schon ganz genau um seine Stärken und Schwächen. Daher werde ich den neuen Eintracht-Trainer in Ruhe lassen und nicht belästigen.“

...die EM-Unterstützung aus Frankfurt, da mit Stefan Ilsanker ja sogar ein weiterer Eintracht-Profi für Österreich im Einsatz ist: „Mir hat der eine oder andere Spieler und Betreuer der Eintracht geschrieben; die fiebern alle schon mit. Ich habe auch einige Nachrichten von Eintracht-Fans erhalten, die Österreich extrem die Daumen drücken. Ich glaube, es entwickelt sich in Frankfurt schon eine gewisse Österreich-Hochburg.“

Aufgezeichnet von Frank Hellmann

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