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Etwas unscheinbar, aber bestens beleumundet: Markus Krösche, neuer Sportvorstand der Frankfurter Eintracht.
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Etwas unscheinbar, aber bestens beleumundet: Markus Krösche, neuer Sportvorstand der Frankfurter Eintracht.

SGE

Markus Krösche: Eine smarte Lösung bei Eintracht Frankfurt

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Die Verpflichtung von Sportvorstand Markus Krösche ist keine spektakuläre Personalie, aber eine durchdachte und logische Wahl von Eintracht Frankfurt. Ein Kommentar.

Die Spuren des Vorgängers sind tief, sehr tief. Fredi Bobic, der scheidende Sportvorstand, hat Eintracht Frankfurt auf ein anderes Level gehoben, ihn vom Fast-Absteiger 2016 zum Champions-League-Aspiranten 2021 aufgepäppelt. Nicht im Alleingang, auch Axel Hellmann und Oliver Frankenbach sowie die Räte der Aufsicht haben beträchtlichen Anteil, aber in sportlichen Fragen trug der 49-Jährige die Verantwortung, und da lag er sehr oft verdammt richtig.

Eintracht Frankfurt: Die Latte für Krösche liegt hoch

In seine Ära fällt das Pokalfinale 2017, der historische Cupgewinn 2018, die famose Europapokalreise 2019 mit tränenreichem Halbfinal-Aus in London – und auch die Aufzucht und den späteren Verkauf der Büffelherde für fast 120 Millionen Euro. Ganz nebenbei ist Fredi Bobic noch zweimal zum Manager des Jahres gekürt worden. Die Latte liegt hoch. Und so einen Tausendsassa soll dieser Markus Krösche, einst erster Mann im beschaulichen Paderborn und zuletzt zweiter Mann im Red-Bull-Kosmos Leipzig, beerben? Eine Herkulesaufgabe.

Vordergründig betrachtet kann der 40-Jährige nicht viel gewinnen, die Fallhöhe ist hoch. Die Eintracht spielt eine herausragende Saison, durch die Pokalergebnisse vom Wochenende steht unumstößlich fest, dass sie mindestens in der Europa League antreten wird. Das große Ziel ist freilich die erstmalige Qualifikation für die Königsklasse. Da ist dann nicht mehr sonderlich viel Potenzial nach oben. Im Gegenteil: Markus Krösche muss die Mannschaft so aufstellen, dass sie die Dreifachbelastung schultern und die nicht eben sinkenden Erwartungen dennoch halbwegs erfüllen kann – und das mit einem neuen Trainer an der Seitenlinie. Es gibt Jobs, die weniger Druck und Risiken mit sich bringen.

Eintracht Frankfurt: Riesige Chance für Krösche

Andererseits bietet sich dem Manager die riesige Chance, einen prosperierenden und pulsierenden Großverein in eine Zukunft zu lenken, die ihn noch näher an die absolute Elite heranführen soll. Die Eintracht hat an Renommee und Strahlkraft gewonnen. Eine reizvolle Aufgabe. Nicht nur für Markus Krösche, wie die unzähligen Bewerbungen absoluter Topmanager beweisen.

Der Klub ist organisch gewachsen, auf vielen Feldern bestens aufgestellt und bietet ein Fundament, auf dem sich aufbauen lässt. Er hat Kaderplaner Ben Manga in seinen Reihen, einen Trüffelsucher, um den ihn viele nationale und internationale Topvereine beneiden.

Der noch junge, aber dennoch erfahrene Markus Krösche mag etwas unscheinbar daherkommen, er ist kein großer Name, der die Fans zu Begeisterungstürmen hinreißt, doch man steht ihm offen und grundsätzlich positiv gegenüber, ihm wird (im Gegensatz zu Fredi Bobic in seinen Anfangstagen) ein Vertrauensvorschuss gewährt. Zu Recht.

Eintracht Frankfurt: Krösche verstehe sein Handwerk

Markus Krösche hat seine Befähigung schon nachgewiesen, er ist kein Schaumschläger oder Blender, er ist ein umgänglicher, reflektierter Typ, klug, gut beleumundet, einer, der das Metier kennt und sein Handwerk versteht. Ob es passt und er in Frankfurt reüssieren wird, lässt sich seriös natürlich noch nicht beantworten. Doch die Verantwortlichen haben den vielseitigen Hannoveraner auf Herz und Nieren geprüft, er hat in Bewerbungsgesprächen von mehr als 30 Stunden überzeugen können.

Krösche ist keine spektakuläre Lösung, aber eine smarte, durchdachte und logische Wahl. Egal, wie groß die Fußstapfen des Vorgängers auch sein mögen.

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