+
Die Jovic-Millionen eröffnen der Eintracht ganz andere Möglichkeiten.

Kommentar

Abschied von der SGE: Adios, Luka Jovic

  • schließen

Luka Jovic verlässt die SGE in Richtung Real Madrid. Die Eintracht-Verantwortlichen können aber zurecht stolz sein. Ein Kommentar.

Frankfurt - Im großen FR-Interview hat der damals noch gar nicht so große Luka Jovic ein bisschen über seine größte Gabe schwadroniert. „Ich denke, der liebe Gott hat mir diesen Torriecher gegeben. Ich habe das in mir, schon immer. So etwas kann man nicht erlernen. Ich überlege im Strafraum auch nicht, wo ich hinzulaufen habe. Es ist ein Instinkt.“ Das war im April 2018.

Abgang von Jovic ist für die SGE ein Verlust

Das ungeheuerliche Potenzial des Sturmjuwels war da schon zu erkennen, doch absehbar war noch nicht, dass der 21-Jährige ein Jahr später zu Real Madrid, dem berühmtesten Verein der Welt, wechseln würde, für mehr als 70 Millionen Euro. Adios, Luka.

Lesen Sie auch: Eintracht Frankfurt bastelt weiter intensiv am Kader

Für Eintracht Frankfurt ist der Abgang des Toptorschützen ein Verlust, der serbische Nationalspieler hat das Angriffsspiel auf ein anderes Level gehoben, weil er unberechenbar ist, aus halben Chancen ganze Tore gemacht hat (oder auch mal fünf wie beim historischen 7:1 gegen Fortuna Düsseldorf), weil er spektakuläre und wichtige Treffer erzielt und Abschlussqualitäten im Strafraum hat, die nicht viele Stürmer weltweit vorweisen können.

Eintracht Frankfurt hat durch Jovic-Abgang viele Möglichkeiten

Die Eintracht-Verantwortlichen können aber zurecht stolz darauf sein, diesen Spieler so werthaltig in den Markt gegeben zu haben, denn das bedeutet auch, dass sie mit ihrer Transferpolitik nicht so falsch gelegen haben, zumal sie ja noch andere Hochkaräter in ihren Reihen haben. Dieser Transfererlös liegt in einer Größenordnung, die für Eintracht-Verhältnisse völlig unbekannt ist. Drei Millionen sackte sie einst für Patrick Ochs und Marco Russ ein – diese Transfers waren lange Jahre die teuersten. Und vor drei Jahren, als Fredi Bobic in Frankfurt anheuerte, da konnte er die Mannschaft verstärken – mit 2,5 Millionen Euro. Ein für Bundesligaverhältnisse lachhafter Betrag.

Das könnte Sie auch interessieren: Der Sommerfahrplan der SGE

Mit den Jovic-Millionen eröffnen sich der Eintracht andere Möglichkeiten, sie kann Spieler holen, die ein gewisses Niveau garantieren, sie kann ihren Kader in der Breite und der Spitze verstärken, die Mannschaft sukzessive auf ein anderes Level heben. Aber die Sportchefs müssen auch den Spagat schaffen, das Gehaltsniveau peu à peu anzuheben, es aber nicht zu vergiften. Zumal die Kosten auch dann gedeckt werden müssen, wenn die Einnahmen mal nicht so üppig ausfallen sollten.

Auch interessant: Jetzt meldet sich Luka Jovic zu Wort: So erklärt er seinen Wechsel zu Real Madrid

Natürlich ist der Weggang Jovics vordergründig betrachtet eine Schwächung, denn als reiner Torjäger ist er einzigartig, aber die Sportliche Leitung und Trainer Adi Hütter haben die Möglichkeit, mehr Variabilität ins Spiel zu bringen und Akteure zu verpflichten, die vielleicht nicht so torgefährlich sind, aber andere Qualitäten haben, die das gesamte Team als solches stärker machen können. In jedem Fall sollten die Verantwortlichen alles versuchen, um Ante Rebic und Sebastien Haller zu halten, auch wenn das nicht leicht wird.

Auch interessant: Nächster Büffel auf dem Sprung? SGE fürchtet Abgang von Sebastien Haller

Bange sein muss der Eintracht, so oder so, nicht. Der gesamte Klub ist auf Wachstum ausgelegt, pulverisiert alle eigenen Bestmarken. So wird der Umsatz nun erstmals über 200 Millionen Euro schnellen – auch dank Luka Jovic.

Das könnte Sie auch interessieren

SGE-Trainer Adi Hütter stand bei Eintracht Frankfurt auf dem Zettel

Wechselt auch Ante Rebic? SGE-Stürmer heiß begehrt - doch ein Transfer wird kompliziert

Ante Rebic von Eintracht Frankfurt ist heiß begehrt auf dem Transfermarkt. Doch ein Transfer könnte kompliziert werden.

Plant Paris nicht mehr mit Kevin Trapp? Erstes SGE-Angebot abgelehnt - doch Eintracht will kämpfen

Eintracht Frankfurts erstes Angebot für Kevin Trapp hat Saint-Germain abgelehnt. Doch die SGE will nachlegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare