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Behauptet gut den Ball: Amin Younes. dpa
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Behauptet gut den Ball: Amin Younes.

Nominierung zur Nationalmannschaft

EM2021: Joachim Löw zieht Frankfurter Younes vor

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Julian Draxler und Julian Brandt fehlen im DFB-Kader, während der Bundestrainer den Eintracht-Trickser beruft. Die fünf Profis aus England müssen sich weitgehend isolieren.

Amin Younes erfährt gerade mehr Beachtung als je zuvor in seiner Profikarriere. Am Freitag wurde der 27-Jährige von Eintracht Frankfurt nach drei Jahren erstmals wieder in den erlauchten Kreis der A-Nationalmannschaft für die Spiele am Donnerstag gegen Island, Sonntag in Rumänien und Mittwoch darauf gegen Nordmazedonien berufen.

Nicht in den Kader schafften es auf der Younes-Position dagegen Julian Draxler und Julian Brandt. Eine deutliche Botschaft des Bundestrainers! Für Younes ist es die Belohnung für seine starken Vorführungen im offensiven Mittelfeld der Eintracht. Löw mag Spieler mit tiefem Schwerpunkt und kurzen Beinen wie den 2017 fünf Mal in der DFB-Auswahl eingesetzten Trickser, weil sie in engen Räumen Lösungen finden.

Das Selbstvertrauen eines Fußballprofis muss sich aber nicht zwingend nur aus der Performance im Spiel laben. Im Fall von Younes kommt gerade noch die gesellschaftliche Anerkennung für seine Botschaft nach seinem Traumtor gegen die Bayern hinzu. Da sorgte er mit seine Geste für große Anerkennung, als er ein T-Shirt im Gedenken an die Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau präsentierte.

Am Montag war der Deutsche mit libanesischen Wurzeln deshalb zu einer Erinnerungsfeier eingeladen und freute sich sehr über die positiven Reaktionen der Hinterbliebenen: „Die Familien haben mir gutes Feedback gegeben, dafür bin ich sehr dankbar“, sagte er dem HR, „das hat mir Bestätigung gegeben, dass ich nicht nur sportlich den richtigen Schritt zur Eintracht gemacht habe, sondern auch menschlich.“

Gemeinsam mit Younes wurde auch Kevin Trapp als einer von vier Torhütern von Bundestrainer Joachim Löw nominiert. Auch die potenziellen Debütanten Florian Wirtz, 17, und Jamal Musiala, 18, sind wie angekündigt dabei.

Tägliche Testungen

Die Zusammenkunft steht unter komplexen Bedingungen. Der DFB teilte mit, dass die in der Premier League tätigen Bernd Leno, Antonio Rüdiger, Kai Havertz, Timo Werner und Ilkay Gündogan nach Zustimmung des Gesundheitsamtes Duisburg mit einer Ausnahmegenehmigung zur Berufsausübung zwar zur Mannschaft stoßen dürfen. Der DFB muss jedoch äußerst strenge Auflagen erfüllen.

Alle Spieler erhalten regelmäßige PCR-Testungen sowie nun auch tägliche Antigenschnelltests. Zudem müssen die aus England angereisten Profis sich in eine sogenannten „Arbeitsquarantäne“ begeben, in der sie „innerhalb der bereits bestehenden Blase intern nochmals zu isolieren sind“. Will heißen: Sie müssen in einem anderen Raum essen und dürfen mit Ausnahme des Spiels, der Trainingseinheiten und der Mannschaftsbesprechungen keinerlei persönlichen Kontakt zu ihren Mitspielern haben.

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