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Eintracht Frankfurt feiert Last-Minute-Sieg gegen Sevilla - SGE-Profis in der Einzelkritik

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Von: Thomas Kilchenstein, Ingo Durstewitz

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Eintracht Frankfurt zieht dank eines Eigentores der Gäste in der 120. Minute ins Viertelfinale der Europa League ein. Die Einzelkritik der Hausherren.

Gut dabei

Djibril Sow: In bestechender Form, Dreh- und Angelpunkt. Zerstörte das Spiel der Spanier, klaute die Bälle und initiierte die Angriffe. Kluge Pässe. Mit einem Zauberpass auf Knauff, der nur die Latte traf (14.).

Martin Hinteregger: Der Aufwärtstrend hält an. Immer da, wenn er gebraucht wurde, warf sich einmal in hoher Not in einen Schuss (55.), im Spielaufbau verbessert. Entscheidend am Ausgleichstreffer beteiligt, warf sich da mit all seinem Willen ins Getümmel. Der Rest war grenzenloser Jubel.

Ganz okay

Filip Kostic: Zog wieder Flanken im Dutzend nach Innen, fand aber nur selten die richtigen Abnehmer. Pech mit einem Freistoß, der an die Latte klatschte (63.) – im Hinspiel war so ein krummes Ding noch drin.

Ein intenives Spiel, hier wird Filip Kostic gefoult.
Ein intenives Spiel, hier wird Filip Kostic gefoult. © AFP

Evan Ndicka: Lange Zeit abgeklärt und cool. Nahm das Publikum einmal mit einer rasanten Grätsche mit. Beim Ausgleich einen Schritt zu spät.

Tuta: Vorne einmal im Pech, da wurde er nach einer Ecke überrascht (18.). Hinten solide, verlor allerdings vor dem Gegentor den Zweikampf auf der rechten Abwehrseite.

Kevin Trapp: Hatte gut damit zu tun, die Rückpässe zu verarbeiten. Das machte er zuverlässig. In seinem Kerngebiet kaum geprüft, doch dann mit einem starken Reflex gegen Joaquins Kopfball (65.).

So lala

Daichi Kamada: Fand schwer ins Spiel, mit unglücklichen Aktionen. Steigerte sich aber, musste dennoch relativ früh runter (66.).

Kristijan Jakic: Unermüdlich, pflügte gnadenlos durchs Mittelfeld, schränkte die Räume von Betis-Regisseur Fekir ein. Müsste ruhiger werden, zu hibbelig am Ball. Mit zu vielen Fehlpässen.

Jens Petter Hauge: Brachte anfangs etwas Schwung, konnte das aber nicht durchhalten. Verhedderte sich zu oft.

Goncalo Paciencia: Konnte sich kaum in Szene setzen, selten zu sehen, lief so nebenher.

Ansgar Knauff: Schnell ist er, mutig auch, aber trifft noch zu oft die falschen Entscheidungen, mit manch merkwürdiger Aktion. Und: Ließ die Riesenchance zur beruhigenden Führung aus, traf nach Sows Zuspiel nur die Latte. Der muss rein. Danach erst einmal verunsichert.

Schwächelnd

Jesper Lindström: Konnte sich trotz seiner Schnelligkeit zu selten durchsetzen. Arbeitete zu viel mit den Armen, das bekam er abgepfiffen. Körperlich unterlegen, ließ sich vor dem 0:1 einfach aus dem Weg räumen.

Rafael Borré: Höchst unglücklicher Auftritt. Selten eingebunden, in der Luft ohne Chance. Ging steil, wenn er kurz kommen sollte – kam kurz, wenn er steil gehen sollte. Vergab eine Riesenchance kläglich – stand da aber im Abseits (43.).

Zu spät gekommen

S. Lammers, S. Rode.

(dur/kil)

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