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Last-Minute-Eintracht besiegt Union: Spieler in der Einzelkritik

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Von: Ingo Durstewitz, Daniel Schmitt

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Scheint sich gefunden zu haben: die Eintracht-Mannschaft.
Scheint sich gefunden zu haben: die Eintracht-Mannschaft. © dpa

Filip Kostic flankt und flankt und flankt, Evan Ndicka tritt erst zu und köpft dann rein. Die Spieler von Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik nach dem 2:1 gegen Union Berlin.

Gut dabei

Filip Kostic: Zündete den Dauerturbo, die Gegenspieler Trimmel und Friedrich hinkten nur hinter ihm her. Wieder etliche, gefährliche Hereingaben, oft genug fanden sie keinen Mitspieler. Die gefühlt 173 (in Wahrheit war’s die sechzehnte) köpfte dann Ndicka ins Netz, gerade rechtzeitig. Bester Mann, klare Sache.

Eintracht Frankfurt: großes Pensum von Jakic

Kristijan Jakic: Großes Pensum, vor allem in der ersten Hälfte. Da war er hinten und vorne präsent. Starke Steckpässe. Hätte selbst per Kopf treffen könne, zu ungenau platziert. Antreiber.

Tuta: Dass Kruse ihm nicht enteilen würde, war fast klar. Dafür ist des Berliners Bäuchlein zu ausgeprägt. Hatte den Techniker aber auch sonst total im Griff, ließ ihm keinen Raum für Zockereien. Machte auch offensiv mit, eine seiner besten Leistungen im Eintracht-Dress.

Makoto Hasebe: Drittes Spiel innerhalb von acht Tagen, und das mit bald 38, zum dritten Mal mit einer Topleistung. Prägt das Spiel von hinten heraus mit seinen Zuspielen, dribbelt auch mal ins Mittelfeld rein, schafft damit Räume. Nimmt den Sechsern mit seiner spielerischen Klasse die alleinige Last des Aufbauspiels ab. Hilft allen.

Evan Ndicka: Herr der Lüfte und Held des Tages, überragte in allerletzter Minute alle anderen. Ein Wahnsinnskopfball, was für ein Luftstand, was für eine Technik. Zuvor regelmäßig in wrestling-ähnlichen Duellen mit Awoniyi, da wurde gezuppelt, gerissen, auch einmal getreten. Sofort bestraft mit dem Elfer für Union. Hätte er einfach hinten dran stehen bleiben sollen. Blöd, weiß er wohl selbst, war am Ende aber auch egal. Dank ihm.

Eintracht Frankfurt: Sow trifft zum 1:0

Djibril Sow: Ein Sahnetor zum 1:0, das erste der Saison für ihn. Genau gezielt, Fuß stabil gehalten, reingefeuert. Danach mit viel Selbstvertrauen, sogar mit Hackenpässen. Nach manch schwächerer Leistung im Frühherbst mittlerweile wieder top in Schuss.

Ganz okay

Rafael Borré: Erstaunlich robust im Zweikampf gegen das abwehrende Berliner Schränketrio. Behauptet sich und den Ball gut, ackerte viel, lief viel, zu oft über links. Nahm auch mal Kostic den Ball weg, macht wenig Sinn. Hätte seine gute Leistung mit einem Tor krönen können, ja müssen. Mindestens die Hereingabe nach 41 Minuten muss ein Stürmer aus vier, fünf Metern einfach versenken.

Kevin Trapp: Dürfte frostig gewesen sein hinten drin im Kasten. Nahezu beschäftigungslos, maximal als Einweiser für die Kollegen gefordert, bis der Ball doch im Netz zappelte. Beim Elfmeter im falschen Eck, das unangenehme Schicksal eines Torwarts. Nutzte seine Kraftreserven zum 80-Meter-Jubelsprint, hüpfte sogar noch oben drauf auf die Menschenkugel.

Eintracht Frankfurt: Kamada leitete etliche Angriffe ein

Daichi Kamada: Oft am Ball, oft mit guten Ideen, leitete etliche Angriffe ein. Ab und an mangelte es ihm am letzten Zuspiel, da kamen die Bälle zu ungenau. Auffällig: Wird immer wieder von Landsmann Hasebe mit dem tiefen Pass in den Fuß gesucht. Kann die harten Zuspiele meist gut verarbeiten.

Goncalo Paciencia: Nach seiner Einwechslung mit zwei gefährlichen Abschlüssen, mit Kopf und Fuß, beide Versuche gingen unter Gegnerdruck drüber. Sofort voll im Spiel, hilft dem Team mit seiner Körperlichkeit bei den vielen Flanken.

Ragnar Ache: Sofort präsent. Manch technisches Defizit machte er diesmal mit Einsatzwillen und Wucht wett. Besser als bei diversen Einwechslungen zuvor.

So lala

Eintracht Frankfurt: Lindström mit Steigerungspotenzial

Jesper Lindström: Nach drei Minuten mit schönem Lupfertrick gegen Baumgartl, später vom Berliner kurz vorm Schuss eingeholt. Nach der Pause mit einer Kopfballchance, ist nicht sein Metier. Alles in allem: Besser als gegen Antwerpen, schlechter als gegen Freiburg. Aber derzeit zu Recht Stammkraft.

Timothy Chandler: Solide, nicht mehr, nicht weniger. Hätte gegen seinen Ex-Mitspieler, den Kumpel Oczipka, ruhig mehr Offensivaktionen setzen dürfen. Sei’s drum. Auf rechts derzeit die Nummer eins, weil er recht schwankungsfrei sein Ding runterspielt. Auch wichtig.

Schwächelnd

Kein Eintrag

Zu spät gekommen

Kein Eintrag. dani/dur

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