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Land Hessen dämpft Hoffnung der Eintracht-Fans

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Von: Georg Leppert

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Ein Eintracht-Fan lässt sich im Stadion impfen.
Ein Eintracht-Fan lässt sich im Stadion impfen. © Jan Huebner / Eintracht Frankfur

Die Stadt Frankfurt darf eine eigene Regelung zur Rückkehr von Publikum ins Stadion nicht anwenden.

Frankfurt am Main - Mehrere Hundert Menschen haben sich am Wochenende bei einer Impfaktion von Eintracht Frankfurt, der Stadt und dem DRK gegen das Coronavirus schützen lassen. Viele von ihnen waren Eintracht-Fans, einige dürften die Hoffnung haben, mit dem Stempel im Impfausweis demnächst wieder zu Heimspielen ihres Vereins gehen zu dürfen.

Doch zumindest bei Inzidenzen von über 35 – Frankfurt lag am Sonntag bei 38,1 – dürfte das sehr schwierig werden. Das Hessische Sozialministerium hat das Frankfurter Gesundheitsamt am Sonntagmittag zurechtgewiesen und klargestellt: Bei mehr als 35 Infektionen auf 100.000 Menschen innerhalb einer Woche dürfen nur 5.000 Fans ins Stadion. Ohne Wenn und Aber.

Stadt hatte zwischen Geimpften und Ungeimpften unterschieden

Der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) hatte die Regelung Ende der vorigen Woche anders interpretiert. Zu den 5000, die einen negativen Corona-Test vorlegen müssen, sollen Geimpfte und Genesene hinzukommen – in Bundesliga-Zeiten bis zur Gesamtzahl von 25.000 Fans. Beim Testspiel gegen St. Etienne am kommenden Samstag sollen bis zu 10.000 Fans erlaubt sein. Doch das gäben die Leitlinien, die die Staatskanzleien gemeinsam beschlossen hätten, nicht her, heißt es in einer Klarstellung aus Wiesbaden.

Im Gespräch mit der FR reagierte Majer mit Unverständnis. Das Land entscheide zwar, die Frankfurter Regelung halte er aber weiter für vernünftig. „Je weniger Anreiz es gibt, dass sich jemand impfen lässt, desto weniger brauchen wir uns über zurückgehende Impfbereitschaft zu wundern“, sagte er. (Georg Leppert)

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