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Kann spätestens im Sommer einen neuen Klub suchen: Srdjan Lakic
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Kann spätestens im Sommer einen neuen Klub suchen: Srdjan Lakic

Eintracht Frankfurt

Lakic kann gehen

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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In den Überlegungen von Trainer Armin Veh spielt Srdjan Lakic keine Rolle mehr. Der Mittelstürmer könnte die Eintracht noch im Winter verlassen. Doch Lakic hegt keine Wechselabsicht, obwohl er um seine Situation weiß.

Man kann beim besten Willen nicht behaupten, Srdjan Lakic würde es an Fleiß oder Berufsauffassung mangeln. Ganz im Gegenteil. Der Stürmer der Frankfurter Eintracht holt in jedem Training alles aus sich heraus, bei den vielen Laufeinheiten marschiert er vorneweg, und wenn die anderen Spieler schon unter der Dusche stehen oder in der Sauna ausspannen, steht er nicht selten noch auf dem Trainingsplatz und schiebt ein paar Extraschichten.

Auch in dieser Woche hat er nach dem eigentlichen Dienstschluss noch eine halbe Stunde drangehängt, gemeinsam mit Vaclav Kadlec feilte er am Torabschluss: Aykut Özer, der dritte Torwart, stellte sich in den guten Dienst der Sache und sich den Angreifern in den Weg.

Auf dem Abstellgleis

Gerade in Tagen wie diesen muss man die Eigenmotivation des Kroaten noch mal eigens herausstellen, denn es dürfte auch nicht verwundern, wenn er seinen Dienst nach Vorschrift verrichten würde, sein Pensum abspulen und sich dann ins Auto setzen und heim zur Familie fahren würde, nur weg von diesem Ort im Stadtwald. Denn Srdjan Lakic, die Leihgabe vom VfL Wolfsburg, spielt keine Rolle mehr in den Überlegungen von Trainer Armin Veh, er ist außen vor, aufs Abstellgleis geschoben.

Die Verantwortlichen hätten nichts dagegen, wenn der Mittelstürmer die Eintracht noch im Winter verlassen würde. Sportdirektor Bruno Hübner hat im Trainingslager in Abu Dhabi auf dem kurzen Dienstweg schon mit dem Wolfsburger Manager Klaus Allofs darüber gesprochen, der VfL würde sich nicht querstellen. Doch Lakic hegt keine Wechselabsicht, obwohl er um seine Situation weiß: „Ich habe mich nicht darum gekümmert. Denn es ist nicht mein Wunsch, den Verein zu wechseln.“

Stattdessen hat er am Mittwoch das Gespräch mit Trainer Armin Veh gesucht, der ihm sicherlich keine große Hoffnungen gemacht hat, aber ihm immerhin zusagte, ihm unter Umständen eine Chance geben zu wollen. „Ich vertraue ihm und darauf, was er gesagt hat“, befindet der Angreifer.

Hoffnungsträger konnte nie restlos überzeugen

Besonders zuversichtlich klingt das nicht. „Jetzt bin ich draußen, im Moment habe ich auch nicht so die Form. Aber ich arbeite daran, dass ich wieder gut in Form komme.“ Die Wahrscheinlichkeit, dass er seine restliche Zeit in Frankfurt auf der Tribüne oder bestenfalls auf der Bank zubringen wird, ist trotzdem relativ hoch. Auch wenn er tapfer sagt: „Ich werde alles dafür tun, dass der Trainer mich aufstellt. Im Fußball geht alles ganz schnell.“ Das weiß einer wie Srdjan Lakic nur zu gut.

Vor einem Jahr ist der Mann aus der Hafenstadt Dubrovnik als großer Hoffnungsträger nach Frankfurt gekommen, nach wochenlangem Gezerre ist Manager Hübner kurz vor Transferschluss der Durchbruch gelungen.

Und Lakic schlug prächtig ein, legte in seinem ersten Spiel für den neuen Brötchengeber einen Traumstart hin: zwei Tore zum 2:0-Erfolg in Hamburg. Ein Comeback mit Pauken und Trompeten. Doch so ging es nicht weiter, bis zu seinem nächsten Tor sollten drei Monate vergehen. Auch bei der Eintracht konnte er nie restlos überzeugen. Und die Zweifel wurden nicht weniger, zumal Lakic mit seiner robusten Art des Fußballs nicht wirklich in Vehs Anforderungsprofil passt.

Spätestens am Saisonende wird Srdjan Lakic nach einer neuen Herausforderung und einem neuen Klub suchen. Seine Zelte in Frankfurt wird er abbrechen. 

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