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Bald läuft er wieder im Eintracht-Dress, sehr wahrscheinlich zumindest: Verteidiger Carlos Zambrano.
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Bald läuft er wieder im Eintracht-Dress, sehr wahrscheinlich zumindest: Verteidiger Carlos Zambrano.

Carlos Zambrano

Die Krux mit „Speed“

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt rechnet fest mit einem Verbleib des Innenverteidigers Carlos Zambrano. Der hat zwar einen neuen Vertrag unterschrieben, allerdings mit einer Ausstiegsklausel.

Die brütende Hitze in Windischgarsten macht dem Frankfurter Fußballprofi Carlos Zambrano nicht so sehr zu schaffen. Das hat einen einfachen Grund: Carlos Zambrano ist gar nicht da. Er weilt noch im Urlaub, während seine Eintracht-Kollegen nach den Einheiten in der prallen Sonne sehnsüchtig in die Tonne mit Eiswasser steigen.

Carlos Zambrano wird erst wieder einsteigen, wenn die Eintracht gar nicht mehr in Österreich weilen wird. Am kommenden Sonntag wird der Peruaner seinen Sonderurlaub nach der Copa America beendet haben und seine Wohnung in Frankfurt-Sachsenhausen beziehen.

Die Eintracht rechnet fest mit einem Verbleib des Innenverteidigers. Trainer Armin Veh hat nach einem Telefonat mit seinem Schützling keinen Zweifel mehr daran. Zumindest für ein Jahr plant der Fußballlehrer mit dem Abwehrmann. Einen Gedanken daran, dass es anders kommen könnte, verschwendet Veh nicht.

Doch theoretisch könnte der 26-Jährige die Eintracht doch noch verlassen – bis 31. August, wenn das Transferfenster für diesen Sommer schließt. Zwar hat der Südamerikaner einen neuen Vertrag bei der Eintracht unterschrieben, doch der beinhaltet eine Ausstiegsklausel. Diese soll bei 1,5 Millionen Euro liegen. Für einen Spieler des Formats Zambrano sind das Peanuts, eine Summe, die keinen Verein schrecken würde. Doch eigentlich möchte Zambrano die Eintracht gar nicht verlassen, und eigentlich will die Eintracht ihren Spieler auch nicht hergeben.

Das Problem an der Sache: Zwischengeschaltet ist das Schweizer Konsortium „Speed“, das Rechte an dem Fußballer hält und an einem Weiterverkauf partizipieren würde – der Eintracht würden von den 1,5 Millionen Euro Ablöse eine knappe Million bleiben. Für einen Profi, dessen Vertrag am 30. Juni ursprünglich ausgelaufen war, ist das nicht schlecht. Doch für einen Spieler der Kategorie Zambrano natürlich deutlich zu wenig. Zumal die Eintracht Planungssicherheit braucht. Die wird sie aber nicht zu 100 Prozent bekommen.

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Der Klub – und auch Zambrano – möchte die Investorengruppe aus der Vereinbarung hinauskegeln. Doch die Schweizer bewegen sich nicht, sind auf kein Angebot der Eintracht eingegangen. Sie fordern angeblich mehr als eine Million Euro. Das ist den Frankfurter Verantwortlichen zu viel. Mit der Vertragsverlängerung haben sie sich zumindest Zeit verschafft – sofern sich Zambrano an die Abmachung hält und tatsächlich bleibt.

Die Eintracht hat schon lange das Ziel, den Peruaner aus dem Vertrag mit „Speed“ herauszukaufen – denn nur dann würden die Hessen ja auch von einem Weiterverkauf des Spielers richtig profitieren. Andernfalls säße der Drittrechteinhaber ja immer mit im Boot. Ziel der Eintracht war es, für Zambrano einen Markt herzustellen. Sie wollte ihm – analog zu Kevin Trapp – mit einem sehr guten und langfristigen Vertrag ausstatten (die Rede ist von 2,5 Millionen Euro per annum plus Gehaltssteigerungen im Laufe der Jahre), um somit zumindest die Möglichkeit zu haben, ihn für sehr viel Geld, vielleicht sogar im zweistelligen Bereich, nach England verkaufen zu können. Ein Modell, das die Frankfurter im Übrigen auch bei Haris Seferovic überlegen.

Die Eintracht zögert auch deshalb, den Spieler für so viel Geld bei den Rechteinhabern auszulösen, weil die Verantwortlichen erst einmal wieder restlos davon überzeugt sein wollen, dass Zambrano eine solche Investition auch Wert ist. Denn die vergangene Saison war keine gute. Zambrano war häufiger verletzt, dann nicht fit – und über allem stehen ja immer die Provokationen und Unbeherrschtheiten des Verteidigers, erst zuletzt die Rote Karte bei der Copa America. Sein Bad-Boy-Image schadet ihm und der Mannschaft mittlerweile in starkem Maße.

Zurzeit herrscht Stillstand in den Verhandlungen mit der Investorengruppe. Vielleicht kommt noch mal Bewegung rein, nach Zambranos Sonderurlaub.

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