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Konsequenzen

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Es wäre für Michael Skibbe konsequent, einen sauberen Schnitt zu machen und sich zu trennen. Es scheint der einzig gangbare Weg. Für den Trainer. Und für Eintracht Frankfurt. Von Ingo Durstewitz

Vor genau acht Tagen beim Neujahrsempfang der Frankfurter Eintracht hat auch Michael Skibbe eine kleine Rede gehalten. Der Trainer begann seine Ausführungen verschmitzt lächelnd: "Die Dissonanzen zwischen Heribert Bruchhagen und mir sind nicht wirklich groß. Es kann doch auch fruchtbar sein, wenn man nicht immer die gleiche Meinung hat." Das mag sein. In diesem Fall muss man freilich anfügen: Es wäre schön, wenn Trainer und Vorstandschef überhaupt mal die gleiche Meinung hätten.

In der Türkei hat Skibbe nachgelegt und seinen Arbeitgeber frontal attackiert. Wieder einmal. Der ehrgeizige und in Frankfurt erfolgreich wirkende Coach ist genervt von der Bewegungsarmut der Eintracht, von den starren Strukturen, dem wenig erfolgreichen Scouting, der fehlenden Perspektive dieses Vereins, der sich gemütlich eingerichtet hat im Mittelfeld. Skibbes Pauschalkritik ist nachvollziehbar, er spricht in Frankfurt vielen aus dem Herzen. Doch ändern wird sich nichts.

90 Millionen Euro in drei Jahren, rechnet Aufsichtsratschef Herbert Becker vor, müsse die Eintracht locker machen, um Platz fünf anzugreifen. Geld, das der Verein nicht hat. Geld, das er auch nicht auftreiben wird. Mit Bruchhagen an der Spitze wird der Klub nicht ins Risiko gehen. Das ist verbürgt.

So bleibt die Frage, unter welchen Voraussetzungen Michael Skibbe im Sommer 2009 eigentlich Trainer von Eintracht Frankfurt geworden ist? Sind ihm große Versprechungen gemacht worden? Das ist nicht sehr wahrscheinlich. Er hätte wissen müssen, worauf er sich einlässt. Er hätte erahnen können, dass da Welten aufeinanderprallen.

Nun, ein halbes Jahr später, wäre es nur konsequent, das Missverständnis zu beenden, im Juni einen sauberen Schnitt zu machen und sich zu trennen. Es scheint der einzig gangbare Weg. Für Michael Skibbe. Und für Eintracht Frankfurt.

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