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Kolo Muani vor Frankreich-Debüt: „Mehr als ein Traum“

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Von: Niklas Kirk

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Randal Kolo Muani jubelt nach dem Tor zum 1:0 durch seinen Teamkollegen Kamada.
Will jetzt auch für Frankreich jubeln: Randal Kolo Muani von Eintracht Frankfurt ©  Arne Dedert/dpa

Nach seiner ersten Nominierung für die französische Nationalmannschaft äußert sich Randal Kolo Muani zur Bundesliga und einer möglichen WM-Teilnahme.

Frankfurt – Und schon war er wieder zurück. Nur sechs Tage nach dem Champions-League-Gastspiel von Eintracht Frankfurt im südfranzösischen Marseille checkte Randal Kolo Muani gestern (19. September) im Leistungszentrum des französischen Verbands Clairefontaine ein. Der Grund: seine erste Nominierung für die französische Nationalmannschaft.

„Randal hat viel Qualität. Er bringt Präsenz mit, nimmt Tiefe mit und hat eine gute Effizienz“, begründet Nationaltrainer Didier Deschamps seine Entscheidung, für den 23-jährigen. Eine Effizienz, die man bei Eintracht Frankfurt zu schätzen weiß. Der Neuzugang verbuchte in seinen 11 Pflichtspieleinsätzen, in denen er auf verschiedenen Positionen zum Einsatz kam, zwei Tore und fünf Assists.

Kolo Muani über die Bundesliga – „Ein anderer Spielstil als die Ligue 1“

Bei einer Pressekonferenz im Leistungszentrum stellte sich der Eintracht-Stürmer dann den Fragen zu seiner Nominierung, der WM und seiner neuen Heimat und der Bundesliga. Den angepeilten Karrieresprung von Nantes nach Frankfurt scheint er dabei nicht bereuen. Das Ziel sei, sich in einem anderen Wettbewerb weiterentwickeln zu können. Dabei gewöhne er sich nach und nach an die Bundesliga, die mit einem anderen Spielstil als die französische Eliteklasse aufwartet. Dennoch lerne er immer noch stets dazu.

Logischerweise stellten sich durch die Nominierung auch die Fragen über eine mögliche WM-Teilnahme. Hier gab sich der 23-Jährige betont bescheiden. In erster Linie sei die Nominierung „eine angenehme Überraschung“, dennoch merkte er auch mutig an, dass es bei der Reise mit der Nationalmannschaft darum gehe „sich für die Weltmeisterschaft bewerben zu können“.

Kolo Muani über seine Nominierung – „mächtiger als die Champions League“

Über die Situation in der Offensive der Équipe Tricolore, in der noch immer die gestandenen, aber alternden Karim Benzema und Olivier Giroud als Stoßstürmer die Nase vorn haben, sieht Kolo Muani eine mögliche Zukunft für sich selbst. Zwar sei die Liste der Kandidaten lang, doch hätte er seinen Platz, solange er das notwendige Selbstvertrauen aufbringt und sich über gute Leistungen bei Eintracht Frankfurt empfiehlt. „Auch ich muss mich weiter in meinem Klub beweisen“. Das werden Oliver Glasner und Markus Krösche erfreut zur Kenntnis nehmen.

Welche Ehre für das junge Sturmtalent mit seiner ersten Nominierung einhergeht, ließ er wissen, als er sein Champions-League-Debüt mit der Eintracht und der jetzigen Nominierung gegenüberstellen soll. Ehrlich gibt er dabei zu: „Das Gefühl bei der Nationalmannschaft zu sein ist überwältigender, stärker als in der Champions League. Hier haben wir eine Nation hinter uns. Wir repräsentieren ein Land. Wir haben zwei Sterne auf dem Trikot, das ist mehr als ein Traum!“

Dabei ist Randal Kolo Muani nicht der einzige Akteur von Eintracht Frankfurt, der auf Länderspielreise geht. Diese Adlerträger sind im Rahmen der Liga-Pause unterwegs. (nki)

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