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Mit viel Kampf: Dominik Kohr, geliehener Mittelfeldrecke,  hübner
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Mit viel Kampf: Dominik Kohr, geliehener Mittelfeldrecke.

Kohr und da Costa

„Können jeder Mannschaft helfen“

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
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Die von Eintracht Frankfurt ausgeliehenen Dominik Kohr und Danny da Costa über ihren Wechsel nach Mainz.

Das Schicksal hat Dominik Kohr und Danny da Costa mal wieder zusammengeführt. Seit ein paar Tagen sind die beiden von Eintracht Frankfurt zum FSV Mainz 05 ausgeliehen. Die Parallelen in ihren Karrieren sind in der Tat bemerkenswert. Gemeinsam kickten sie in der U17 und U19 von Bayer Leverkusen, beide wurde sie mit Rückholoption ausgeliehen, der eine (da Costa) nach Ingolstadt, der andere (Kohr) nach Augsburg. Jeweils machten sie dort gute Erfahrungen im Kampf um den Bundesliga-Klassenerhalt und wurden von Bayer zurückgeholt, schafften aber nicht ganz den Durchbruch, ehe sie von der Frankfurter Eintracht verpflichtet wurden. Dort kam Rechtsverteidiger da Costa - zwischenzeitlich Stammkraft und internationaler Klassemann in der „Kicker“-Rangliste - zuletzt ebenso nicht mehr zu regelmäßigen Einsätzen wie Kumpel Kohr. Stattdessen nun wieder Abstiegskampf wie einst in Ingolstadt und Augsburg, nur diesmal gemeinsam bei Mainz 05. Ausgeliehen für vier Monate. „Ich werden den Domi irgendwie nicht los in meiner Laufbahn“, witzelt da Costa im Videogespräch. Kohr lächelt dabei lustig mit.

Mit viel Drang: Danny da Costa, geliehener Verteidiger.

Denn es lief für beide gut an am vergangenen Samstag: erstes Spiel, erster Sieg, jeweils eine Torvorlage, noch dazu gegen Spitzenteam RB Leipzig. Das Gefühl, gebraucht zu werden, hatten sie in Frankfurt zuletzt nicht mehr. Auf lediglich 110 Spielminuten in den ersten 16 Saisonspielen kam da Costa, Kohr durfte nur einmal über 90 Minuten ran. „Immer nur trainieren, da geht was verloren, da fehlt die Wettkampfpraxis“, sagt da Costa. Der 27-Jährige war deshalb genau wie der ein halbes Jahr jüngere Kohr schnell bereit, sich das Mainzer Angebot anzuhören. Zumal dank der Nähe zur rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt noch nicht mal ein Umzug nötig war.

Leihgeschäft ohne Option

Vor Abstiegskampf - siehe oben - fürchten sie sich beide nicht. Und: „Wir wissen, was in uns steckt. Wenn wir mal in Fahrt kommen, können wir jeder Mannschaft helfen“, sagt Dominik Kohr selbstbewusst, „das haben wir bei der Eintracht auch schon gezeigt.“ Aber auf langer Strecke hat der Frankfurter Trainer Adi Hütter dann doch den Daumen gesenkt. Die Vertragsmodalitäten sehen, da derzeit noch ohne Optionsklausel, eine Rückkehr nach Frankfurt vor, die Realität eher nicht.

Da Costa und Kohr, beide noch recht frisch verheiratet, sind zu Freunden geworden über die Jahre hinweg, gemeinsame Spaziergänge mit den Hunden inklusive. Auf dem Fußballplatz haben sie einer in den Vormonaten recht abgehalftert daherkommenden Truppe wie Mainz 05 einiges zu geben. Da Costa sagt: „Wir sind beide sehr teamfähig. Unser Naturell ist es, uns für eine Mannschaft aufzuopfern.“ Hinzu kommt: „Wir wollen auch uns selbst beweisen, dass wir wichtig sein können für eine Mannschaft.“ Eine Win-Win-Situation, sozusagen, die auch den Alltag erträglicher macht. Da Costa und Kohr hatten zuletzt mächtig Frust geschoben. „Die Zeit in Frankfurt“, sagt Danny da Costa, „war zuletzt nicht so erfreulich. Das kann man sich sicher denken.“ Da hilft es auch nicht, wenn man eigentlich über ein ausgesprochen sonniges Gemüt verfügt.

Im Mai gegen die Eintracht

Wenn es zum Ende der Saison hin zum Aufeinandertreffen mit der Eintracht kommt, werden beide das rote Mainzer Dress tragen dürfen. Irgendwelche vertragliche Hürden sind nirgendwo in die Leihverträge eingebaut. Eintracht Frankfurt und Mainz 05 befinden sich inzwischen in verschiedenen Sphären. Das dürfte auch damit zu tun haben, dass Danny da Costa keine bösen Worte aus dem Forum der Eintracht-Fans vernommen hat. „In Frankfurt hat uns niemand diesen Schritt übel genommen, und in Mainz gab es auch viele positiven Reaktionen.“ Quintessenz: „Wir haben uns nicht unbeliebt gemacht im Rhein-Main-Gebiet.“ Das wäre dann erst der Fall, wenn Mainz 05 im Mai in Frankfurt gewinnen würde. Es könnte spannend werden.

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