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Optimistischer Blick in die Zukunft: Eintracht-Vorstand Axel Hellmann.
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Optimistischer Blick in die Zukunft: Eintracht-Vorstand Axel Hellmann.

Eintracht Frankfurt

"Der Knoten wird platzen, und dann knallt's richtig"

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Trotz des holprigen Saisonstarts gibt sich Eintracht-Vorstand Axel Hellmann "total" optimistisch.

Ganz am Ende der TV-Sendung Heimspiel wurde Eintracht-Vorstand Axel Hellmann dann fast schon ein wenig tollkühn. Nach dem ausführlichen Gespräch, einem ganzen Kessel Buntes, wollte der HR-Moderator wissen, ob man beim fälligen Auswärtsspiel am Samstag in Mönchengladbach mit einem Punkt zufrieden sein könne.

Axel Hellmann überlegte nicht lange. Nach dem holprigen Saisonstart mit nur einem Zähler aus den beiden ersten Begegnungen in Freiburg und gegen Wolfsburg könne man mit einem Remis eigentlich nicht leben. Der 46-Jährige gab sich ohnehin „total“ optimistisch: „Der Knoten wird platzen, und dann knallt es mal richtig, dann gibt es mal drei, vier Stück.“ Offenbar dämmerte Hellmann dann plötzlich, was er da im Überschwang so von sich gegeben hat und ruderte postwendend zurück: „Ob das schon in Gladbach klappt, weiß ich nicht, aber spätestens gegen Augsburg werden wir gewinnen. Da bin ich mir sicher.“ Auch gut.

Hellmann war im HR-Studio nicht angetreten, um ein sportliches Grundsatzreferat zu halten, dieses Feld überlässt er, wie er betonte, lieber den dafür zuständigen Personen. Doch ein paar Einschätzungen rund um die Balltreterei hatte der Linksfuß, der so manch gepflegten Pass aus dem Fußgelenk schleudert, doch parat. Seiner Einschätzung nach sei die aktuelle Mannschaft eine mit „viel Willenskraft, Kampfkraft und Mentalität“, die einen Gegner „hart bespielen“ könne.

Genau diese Grundhaltung sei in der Rückrunde der abgelaufenen Saison etwas verloren gegangen. „Da haben wir dem Gegner nicht mehr so laufintensiv nachgestellt.“ Das Einzige, was dem Vorstand, bei dem im Verein ungemein viele Fäden zusammenlaufen, so ein bisschen Sorge bereitet, ist die Flaute vor des Gegners Tor. „Ich habe den innigsten Wunsch, dass der Knoten platzt. Sonst geht es wieder los und jeder sagt, wir haben eine Abschlussschwäche. Ich glaube das eigentlich nicht. Wir haben sehr viel Offensivkraft dazu gewonnen.“

Unter anderem mit Millioneneinkauf Sebastien Haller, Rückkehrer Ante Rebic oder auch Starspieler Kevin-Prince Boateng. Hellmann glaubt, dass der 30-Jährige nicht der letzte große Name in Frankfurt sein wird. „Es wird sich vieles verschieben, wir werden den einen oder anderen prominenteren Spieler bei uns sehen.“

Das liege an der Attraktivität der Bundesliga, den pünktlich gezahlten Gehältern, die – und das dürfte wohl das Hauptargument sein – eben immer weiter steigen. Auch die Eintracht dreht da mittlerweile immer heftiger mit am Rad.

In diesem Sommer hat der Klub annähernd 23 Millionen Euro in den Kader gepumpt – und nicht, wie kolportiert, knapp 19 Millionen. Durch den geplanten Millionenzuschuss einer privaten Investoren-Gruppe wäre ein ähnliches Volumen auch im kommenden Jahr drin. Die Geldgeber wollen knapp 20 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Hellmann deutete an, dass dafür an der Aktionärsstruktur etwas geändert werden müsse, aber nicht zu Lasten des eingetragenen Vereins, der derzeit 63,4 Prozent der Anteile an der Fußball AG hält. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die sogenannten Freunde der Eintracht, ein Bankenkonsortium, Abstriche werden machen müssen.

Und der Verein hat es sich zum festen Ziel gesetzt, Spieler entweder zu entwickeln oder sie zu kaufen, um sie für ein Vielfaches weiter zu veräußern. „Wir müssen die Ökonomie für die Zukunft im Auge behalten“, sagte der langjährige Funktionär. „Wir wollen Werte schöpfen.“

„Bietet uns tolle Chancen“

Ob das bei Spielern wie Haller (sieben Millionen Euro Ablöse) oder Jetro Willems (sechs Millionen) klappt, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu beantworten. Hellmann hat noch einen anderen Spieler im Auge, der exemplarisch für diese Philosophie stehen könnte: Mijat Gacinovic.

Der 22-Jährige, vertraglich bis 2021 gebunden, trumpft zurzeit bei der serbischen Nationalmannschaft groß auf. „Gacinovic hat die Zukunft vor sich“, sagte Hellmann. „Er hat hervorragende Spiele in der Nationalelf gemacht und steht in der Bundesliga seinen Mann.“ Gacinovic, eine Art Leuchtturmprojekt, sei ein gutes Beispiel, wie „Werteentwicklung funktionieren“ könne. „Er bietet tolle Chancen für uns in der Zukunft.“

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