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Erwischte keinen guten Tag: Jetro Willems.
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Erwischte keinen guten Tag: Jetro Willems.

Eintracht Frankfurt

Es knirscht auf links

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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  • Thomas Kilchenstein
    Thomas Kilchenstein
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Willems legt einen wilden Auftritt hin, ist hektisch und strukturlos. Kovac nimmt ihn früh aus der Partie - und betont, der Linksverteidiger sei nicht in Ungnade gefallen.

Nach rund 42 Spielminuten war der Arbeitstag des Jetro Willems beendet. Ein kurzer, nüchterner Handshake mit Trainer Eintracht-Niko Kovac und ab ging’s in die Kabine für den Frankfurter Linksverteidiger. Feierabend. 

Coach Kovac sorgte mit seiner frühen Auswechslung für ein persönliches Novum, in der Bundesliga hatte er noch nie einen Spieler vor dem Halbzeitpfiff vom Feld geholt, der nicht hätte ausgetauscht werden müssen, der also nicht verletzt war oder rot-gefährdet. Der Fußballlehrer stellte unmissverständlich klar, der einstige niederländische Nationalspieler sei nicht in Ungnade gefallen. „Jetro hat schon viele gute Spiele für uns gemacht, da kann er auch mal einen etwas schlechteren Tag erwischen.“ 

Er, der Trainer, müsse jedoch auch das gesamte Team und die rechte Balance im Auge behalten. „Es geht nicht um eine einzelne Person“, sondern eben ums große Ganze. Und da habe es, wie der Trainer findet, auf der linken Seite „nicht so gepasst“, wie er es sich vorgestellt hatte. Kovac sah sich zum Handeln gezwungen. 

Missratene Vorstellung

Willems hatte, wie schon häufiger zuletzt, einen wilden Auftritt hingelegt, er ist zu hektisch und unruhig in seinen Bemühungen, da ist kaum Struktur zu erkennen, dabei bringt er doch eigentlich so viel Potenzial mit. Am Samstag gelang ihm so gut wie gar nichts, kaum ein Zuspiel kam an, defensiv verlor er oft die Übersicht. Seine missratene Vorstellung „krönte“ er mit einer dumm-dreisten Schwalbe, die zu Recht mit einer Gelben Karte bestraft wurde, seiner mittlerweile dritten. 

Für Willems brachte Kovac Timothy Chandler, der sich normalerweise auf der rechten Seite einordnet. Der 27-Jährige kann aber auch hinten links aushelfen, „kein Problem“, wie er sagt, das hat er auch früher in der US-amerikanischen Nationalmannschaft unter Jürgen Klinsmann immer gespielt. 

Auch für Kovac ist klar, dass ein Verteidiger flexibel sein muss. „Rafinha spielt auch auf der anderen Seite. Das muss ein Abwehrspieler heutzutage können.“ Chandler kann es, er zeigte eine solide, abgeklärte Leistung ohne große Ausreißer nach oben oder unten. Fast hätte er noch ein Tor geschossen (81.), doch sein Schuss aus halblinks mit links klatschte ins Außennetz. Viele hatten den schnellen Mann in der Startelf erwartet, doch Kovac wollte ihm nach der langen Verletzungspause und seinem kräfteraubenden Comeback in Hamburg noch mal Zeit zum Durchschnaufen geben. Er wird am Mittwoch in Pokal in Heidenheim gebraucht. 

Tawatha sorgt für Wirbel

Chandler musste auch deshalb früher ran als geplant, weil Kovac darauf verzichtet hatte, den gelernten Linksverteidiger Taleb Tawatha in den Kader zu berufen. Der Israeli hatte neulich für ein bisschen Wirbel gesorgt, weil er in seiner Heimat sich über seine Rolle als Ersatzspieler beschwert und mitteilte, er wolle nicht mehr nur die zweite Geige spielen. Die Eintracht-Verantwortlichen haben den 25-Jährigen daraufhin zum Gespräch gebeten. Sportdirektor Bruno Hübner fasste süffisant zusammen: „Er soll ja gesagt haben, er könne bei jedem Klub spielen. Dann wird er das ja auch bei uns irgendwann schaffen.“ 

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