1. Startseite
  2. Eintracht

Knauff trifft früh, Kamada wie häufig

Erstellt:

Von: Daniel Schmitt, Ingo Durstewitz

Kommentare

Eintracht Frankfurt gewinnt auch bei West Ham: Die Eintracht-Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Kevin Trapp: Absolut souverän in seinem Rekordspiel (35. Europa-League-Einsatz, mehr als jeder andere deutsche Spieler), immer Herr der Lage. Mit einer Sensations-Parade gegen den Schuss von Bowen, da brachte er irgendwie noch die Fußsohle an den Ball, touchierte ihn und lenkte ihn mit einer sachten Mini-Berührung an den Pfosten (14.). Selbst beim Ausgleichstreffer noch dran an der Kugel, aber halt hinter der Linie. Passiert. Auch sicher bei den vielen Hereingaben. Prima Vorstellung vom Eintracht-Keeper.

Martin Hinteregger: Gute Leistung, ein Spiel wie für ihn gemacht, warf sich rein, störte mal hier und mal da, da war er immer da, der Hinti. Oft genug mit dem Versuch, das Spiel vernünftig zu eröffnen. Mit flachen, scharfen Pässen durchs Mittelfeld. Das ist der Sache dienlich.

Daichi Kamada: Der Euro-Daichi meldet sich zurück, fünftes Tor in dieser Euro-Saison (54.). Europa liegt ihm halt. Der Treffer an sich war nicht schwer, klar, aber er war zur Stelle. Hätte schon vorher treffen können, doch da entschied er sich für einen Pass, anstatt zu schießen (27.). Ball lag halt auf dem linken Fuß. Danach Pech mit einem Pfostenschlenzer. Dennoch: steter Unruheherd.

Daichi Kamada
Daichi Kamada bejubelt sein Tor in London. © Colorsport/Imago Images

Ansgar Knauff: War direkt hellwach nach nicht mal einer Minute Spielzeit, sprintete in die Hereingabe von Borré und versenkte den Ball per Kopf gekonnt im Netz – nach 52 Sekunden. Besser geht es nicht. Auch später noch mal mit einer guten Chance, wieder nach Zuspiel von Borré, da verzog er knapp (40.). Ansonsten bienenfleißig.

Ganz okay

Rafael Borré: Bereitete den frühen Führungstreffer mit einer guten Flanke vor, auch danach oft dabei, wenn es brenzlig wurde für West Ham. Deutlich besser als zuletzt in der Liga.

Filip Kostic: Machte ordentlich Betrieb, so wie man das von einem Filip Kostic kennt. Bog auch wieder eine Menge Flanken hinein, brandgefährlich für den Gegner. Nach hinten diszipliniert. Die großen Spiele sind halt seine Spiele, auch wenn die großen Aktionen dieses Mal fehlten.

Almamy Touré: Auf der falschen Seite unterwegs, als Rechtsfuß eben hinten links. Zog sich aber sehr ordentlich aus der Affäre, wackelte nur selten.

Almamy Tourè in seinem Element. Foto: AFP
Almamy Tourè in seinem Element. © AFP

Tuta: In den direkten Duellen da hinten sehr abgeklärt, im Aufbau wackelte er hingegen noch so manches Mal. Gerade zu Beginn mit einigen Abspielfehlern. Insgesamt aber sicher und souverän.

Sebastian Rode: Vor dem Ausgleichstreffer sprang er nicht hoch genug, war aber auch ein unfaires Duell gegen die 1,90-Meter-Kante Zouma. Konnte er nicht viel machen. Nicht so spielprägend wie sonst, stopfte aber viele Löcher. Kennt man.

Djibril Sow: Die Verletzungspause war ihm stellenweise anzumerken, brauchte ein bisschen, ehe er ins Spiel fand. War dann aber da, am 2:1 entscheidend beteiligt. Steigerte sich. Wichtig, als Staubsauger sozusagen.

Jesper Lindström: Anfangs gar nicht im Spiel, wenig eingebunden, kaum Impulse. Mit dem unnötigen Foul, das zum Freistoß und zum Ausgleich führte. Fing sich aber, schöner Pass vor dem 2:1. Später dann verletzt ausgewechselt, der Oberschenkel. Das sah nicht gut aus, wird wohl eng mit dem Rückspiel. Würde richtig fehlen.

So lala

Kein Eintrag

Schwächelnd

Kein Eintrag

Zu spät gekommen

J. P Hauge, R. Ache.

Eintracht-Kolumne Ballhorn

Die Rache der Katzen

(Daniel Schmitt, Ingo Durstewitz)

Auch interessant

Kommentare