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Durchstarter Marcos Alvarez
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Durchstarter Marcos Alvarez

Sturm-Nachwuchs der Eintracht

In der Klemme

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Die chancenlosen Stürmer Tosun und Alvarez sollen langfristig gebunden werden.

Die Torjägertabelle der Fußball-Bundesliga, das ist mittlerweile hinlänglich bekannt, führt Theofanis Gekas an. Sieben Tore in acht Spielen hat der Grieche gemacht. Das ist nicht schlecht. Was freilich nur Insider wissen: Die Eintracht hat noch einen Spieler ganz oben in der Schützenliste: Cenk Tosun, 19 Jahre alt, ebenfalls siebenfacher Torschütze. Allerdings in der Regionalliga Süd. Dort führt der Deutsch-Türke das Klassement an. Doch bei den Profis hat der Stürmer keine Chance.

Tosun steckt ? genauso wie sein ebenfalls 19 Jahre alter Kollege Marcos Alvarez (vier Tore in der Regionalliga) ? in der Klemme. Das Angriffsduo ist zu gut für die vierte Klasse, schafft es allerdings noch nicht in der ersten Liga. Dort ist die Konkurrenz riesengroß, in Theofanis Gekas (107 Bundesligaspiele, 46 Tore), Ioannis Amanatidis (184/54), Halil Altintop (219/47) und Martin Fenin (65/13) stehen gleich vier Stürmer vor Tosun und Alvarez, die ihre Klasse schon nachgewiesen haben, die allesamt Nationalspieler ihrer Länder sind oder waren und die mit der Erfahrung von insgesamt 566 Erstligapartien und 160 Toren protzen können. Tosun und Alvarez kommen auf je einen Bundesligakurzeinsatz mit insgesamt 18 Spielminuten (Tosun 15 in Wolfsburg, Alvarez drei gegen Köln).

Da liegt der Verdacht nahe, dass die Talente den Verein verlassen und sich andernorts Spielpraxis holen wollen. Das ist auch gar nicht so abwegig, indes: Die Eintracht will auf jeden Fall die Transferrechte halten, sie will die beiden Spieler sogar langfristig an sich binden. Das ist überraschend. Doch Trainer Michael Skibbe sagt: „Wir sehen in ihnen Spieler für unsere Zukunft.“

Der Fußballlehrer weiß, dass sie zurzeit keinen leichten Stand haben, „weil die Konkurrenz schon extrem groß ist und wir viele sehr gute Offensivspieler haben“, aber mittelfristig traut er den beiden Nachwuchskräften den Sprung in die erste Mannschaft zu. „Beide stehen vor einer Karriere im Profifußball“, glaubt er. „In einem Jahr, vielleicht auch in zwei oder drei Jahren können sie uns richtig weiterhelfen.“ Deshalb sollen die Verträge der beiden Akteure, die jeweils bis 2012 laufen, möglichst schnell langfristig ausgedehnt werden. Die Spieler werden sich ihre Gedanken machen, schließlich wollen sie vor allem eines: spielen. Und zwar nicht in der vierten Klasse. Auch Skibbe räumt ein, dass „die Regionalliga für beide nicht die richtige Liga ist“.

Ausleihen und wieder holen

Deshalb, und das ist durchaus eine interessante Variante, würde es der Trainer nicht mal ausschließen wollen, den beiden erst jetzt der A-Jugend entschlüpften Spielern ein Ausleihgeschäft ans Herz zu legen. „Unter Umständen ist es sinnvoll, wenn beide ein halbes oder ein ganzes Jahr bei einem anderen Verein spielen“, findet Skibbe. Wenn sie „etwa bei Klubs in der zweiten Liga spielen würden, kann das für die Entwicklung der beiden nur gut sein.“ Skibbe bricht es auf die einfach Formel herunter: „Wir würden sie unter Umständen abgeben, damit sie Spielpraxis bekommen, um sie anschließend wieder zu uns zurückzuholen.“

Schon im Sommer war spekuliert worden, dass beide Spieler, die vor anderthalb Jahren mit Profiverträgen ausgestattet wurden, den Verein verlassen. Gerade für Tosun, der erst kürzlich den Siegtreffer im Länderspiel gegen Polen für die deutsche U20-Nationalmannschaft erzielte, gab es im Sommer einige Anfragen, zwei türkische Erstligisten und ein spanischer Klub meldeten Interesse an. Doch Tosun konnte sich nicht zu einem Wechsel durchringen ? er spielt seit seinem sechsten Lebensjahr bei der Eintracht.

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