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Stets präsent: Makoto Hasebe.

Klassenbuch: Leipzig - Eintracht

Eintracht erkämpft sich den Punkt

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Mit viel Glück erkämpft sich die Eintracht einen Punkt in Leipzig. Die Noten der Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Makoto Hasebe: Langsam gehen einem die Superlative aus. Erneut mit einer herausragenden Leitung. Liest das Spiel wie in einem großen Buch, steht immer richtig, entschärft die gefährlichsten Situationen als sei es ein Kinderspiel. Dazu spielt er trotz Kärrnerarbeit außerordentlich elegant, vieles sieht unglaublich leicht aus. Hatte die meisten Ballkontakte (83) aller Frankfurter und nur einen Wackler drin, den bügelte er selbst wieder aus.

Martin Hinteregger: Richtig starke Partie. Blockte gerade in der erste Hälfte in entscheidenden Phasen Bälle vor den einschussbereiten Leipzigern, erstaunlich schnell zu Fuß, einmal gegen den schon weit enteilten Poulsen. Zweitbester Frankfurter Zweikämpfer. Wurde wegen seiner Kritik am Konstrukt RB Leipzig lange Zeit ausgepfiffen, das juckte ihn nicht.

Gelson Fernandes: Rettete spektakulär auf der Linie (61.), verhinderte ein sicheres Tor. War überall zu finden, spulte wieder die meisten Kilometer ab (11,7 Kilometer), bekam immer noch ein Bein vor den Ball, störte den Leipziger Spielaufbau, wo er nur konnte. Hut ab. Steht in seinem zweiten Frühling. Oder ist es schon der dritte? Sah schon seine siebte Gelbe Karte.

Evan Ndicka: Abgeklärt, souverän, selbst gegen einen Sprinter wie Timo Werner. Dazu versucht er immer, fußballerische Lösungen zu finden. Schießt die Bälle nicht einfach fort. Immer wieder erstaunlich, wie abgezockt der Junge in seiner ersten Bundesligasaison spielt. Er ist gerade 19 Jahre alt. Chapeau.

Ganz okay

Sebastian Rode: Rannte und ackerte und war auch noch um den Spielaufbau bemüht. Das gelang eher selten, es war auch nicht wirklich gewünscht. Ging mit beginnenden Krämpfen vorzeitig vom Feld, eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wird noch gebraucht, dringend.

So lala

Filip Kostic: Versuchte vieles, doch er kam nicht durch. Seine Flanken kamen meist ein Stückchen zu kurz. Musste defensiv viel ackern, tat das wieder vorbildlich. Ein netter Freistoßversuch, der kein Problem für den Leipziger Torwart Gulasci (41.) darstellte. War schon erfolgreicher unterwegs.

Danny da Costa: Siehe Kostic. Wurde ebenfalls gut aus dem Spiel genommen. Die Gegner wissen längst um die Stärke der Frankfurter Flügelzange. Versuchte es immer weiter, schlug die meisten Flanken (5), alle verpufften. Gab aber nie auf.

Kevin Trapp: Seltsam fahrig, ging auch leicht erkältet ins Spiel. Verschätzte sich einmal bei einer Flanke dramatisch (61.), das hätte böse enden können. Ließ einmal eine weite Flanke tatenlos durch den Strafraum segeln. Wirkte insgesamt nicht so präsent, musste freilich auch nie ernsthaft eingreifen – seinen bärenstarken Vorderleuten sei Dank. Fand hinterher klare Worte.

Schwächelnd

Sebastien Haller: Er war immerhin bemüht, trotzdem klappte fast nichts. Schoss nicht einmal aufs Tor, verhaspelte sich, wirkte müde. Hatte eine brillante Szene kurz vor Schluss, als er auf Gacinovic durchsteckte. Fast hätte es gereicht.

Mijat Gacinovic: Rannte in seiner allerersten Szene sofort in einen Gegenspieler hinein, prallte von ihm ab wie ein Flummi. Wie so oft: Großes Bemühen, großes Herz, aber herzlich wenig Ertrag. Hätte das Spiel kurz vor Schluss entscheiden müssen. Kickte den Ball aber nur ans Außennetz.

Ante Rebic: Ohne klare Linie, kein Torschuss. Seine Ballannahmen waren ein Ärgernis, verhedderte sich ständig. Viel zu viele Ballverluste, lief zuweilen falsch und manchmal viel zu wenig, blieb oft hängen und stehen. Das ist nicht gut. Am Ende gab er auf und wurde ausgewechselt.

Luka Jovic: Vielleicht sein schwächstes Spiel in dieser Runde. Nicht wirklich auf dem Platz, kaum am Ball, nur 33-Mal, so oft wie Torhüter Trapp. Wirkte manchmal fast lustlos, aber das kann ja eigentlich nicht sein. Blieb bisweilen stehen statt dem Ball nachzugehen. Das ist bedenklich. Hütter wird ihn sich zur Brust nehmen müssen.

Zu spät gekommen

Jetro Willems

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