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Gehörten zu den Stärkeren: Torschütze Danny da Costa (r.) und Makoto Hasebe.

Remis gegen Gladbach

Klassenbuch: Die Eintracht-Spieler in der Einzelkritik

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    Ingo Durstewitz
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Wer beim Eintracht-Remis gegen Mönchengladbach eine starke Leistung gezeigt und wer eher enttäuscht hat.

Gut dabei

Filip Kostic: 

Es dauerte einen Moment, ehe er den Turbo anwarf, aber dann kam er gewaltig. Initiierte über seine linke Seite viele Angriffe. Wenn es halbwegs gefährlich wurde, hatte er seine Füße im Spiel. Mit mächtig Power in den Füßen. Auch am 1:0 beteiligt, wenn auch nicht entscheidet.

Gelson Fernandes: Der Fleißbär im defensiven Mittelfeld, ungemein laufstark, klaute die Bälle, nervte den Gegner, piesackte ihn. Und rettete drei-, viermal in hoher Not. Ganz stark. Indes mit zwei leichtfertigen Ballverlusten, da wurde es gefährlich (15./57.). Verletzt ausgetauscht. Wird fehlen, das ist schlecht für die Eintracht.

Makoto Hasebe: Erneut eine starke Leistung. Verlor nie die Übersicht, lief Ball und Gegner ab, kurbelte das Spiel an. Ließ Zakaria in der entscheidenden Situation vor dem 1:1 aber zu viel Raum. Ärgerte ihn gewaltig.

Ganz okay

Kevin Trapp: Bewahrte seine Elf vor einem Rückstand, als er gegen den durchgebrochenen Zakaria rettete, konnte aber den Ausgleich nicht verhindern, obwohl er den Ball noch touchierte. Sicher nicht unhaltbar. Da fehlt ihm auch einfach so ein bisschen das nötige Quäntchen Glück in den entscheidenden Momenten.

Danny da Costa: Mit langen Läufen, nicht immer präzise bei seinen letzten Aktionen, aber mit viel Herz. Positionierte sich häufig recht zentral, das war ungewohnt. Beim 1:0 gedankenschnell, staubte schnell mal ab.

Martin Hinteregger: Anfangs mit einigen Problemen gegen den trickreichen und flinken Hazard, bekam ihn dann aber besser in den Griff. Bei ihm weiß man, was man hat, einen kompromisslosen, resoluten Innenverteidiger.

Evan Ndicka: Auf ihn ist in jungen Jahren schon Verlass, spielt wie ein alter Hase. Natürlich nicht fehlerfrei, der quirlige Herrmann stellte ihn im ersten Abschnitt manches Mal vor Probleme.

So lala

Ante Rebic: Anfangs erneut eher unglücklich, mit wenig Bindung und einigen Verstolperern. Drehte später auf, setzte zu seinen gefürchteten Läufen an, holte sich einen Ball mit einer spektakulären Grätsche. Traf im Abschluss aber oft die falsche Entscheidung.

Jonathan de Guzman: Unglücklicher Einstand, wirkte etwas matt und auch gedanklich langsam. Bereitete dann aber das 1:0 mit einem Distanzschuss vor, das gab ihm Auftrieb. Im zweiten Abschnitt besser.

Schwächelnd

Sebastien Haller: Lief viel, versuchte auch etwas, aber es blieb zumeist beim Versuch. Verhaspelte sich häufiger mal, unauffällige Vorstellung.

Mijat Gacinovic: Trüber Auftritt, kaum zu sehen, wenig Impulse. Fällt auch zu leicht und lamentiert noch dazu. Das sollte er lassen. Stellte sich aber total in den Dienst der Mannschaft und störte den Kontrahenten mit Verve.

Zu spät gekommen

Jetro Willems, Luka Jovic, Goncalo Paciencia

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