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Soweit die Füße tragen: Filip Kostic.

Eintracht - Hoffenheim

Die Noten der Spieler in der Einzelkritik

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    Ingo Durstewitz
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Die Noten der Eintracht-Spieler nach der Partie gegen Hoffenheim im FR-Klassenbuch  

Sonderlob

Goncalo Paciencia: Kam, traf und feierte. Hat er sich verdient, der Portugiese. Machte in der 96. Minute per Kopf das Siegtor, dann kam es zur emotionalen Explosion. Was gibt es Schöneres? Was gibt es mehr zu sagen? Für ihn ein Moment für die Ewigkeit.

Gut dabei

Makoto Hasebe: Wer spielt in der sechsten Minute der Nachspielzeit noch so einen Pass in den Strafraum, flach, klug, perfekt. Andere löffeln den Ball blind hinein, Hasebe nicht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit einer grandiosen Leistung, überall zu finden, auch im Infight mit TSG-Trainer Nagelsmann. Muss vielleicht nicht sein, schmälert seine herausragende Darbietung jedoch nicht.

Filip Kostic: Und wieder ging er steil, ganz zum Schluss, eigentlich hätte er ja gar nicht mehr laufen können, so viel war er vorher schon gelaufen. Er hört einfach nicht auf, mit schier unfassbarer Power über links. Die Statistik spricht ganz klar für ihn, mit allerlei Bestwerten: Gewann die meisten Zweikämpfe (15), keiner hatte den Ball häufiger am Fuß (75), keiner sprintete häufiger (38), schlug die meisten Flanken (8), mit dem meisten Torschüssen (4). Noch Fragen? Insgesamt einen Ticken zu offensiv, was ihm einen leichten Rüffel des Trainers einbrachte. Kann er verschmerzen.

Sebastian Rode: Erstaunliche Entwicklung, spielt mittlerweile richtig kluge Bälle, auch schwierige Pässe. Spielerisch eine ungeheuere Steigerung im Vergleich zu früher. Bälle klauen, sich reinhauen, alles geben – das machte schon damals, heute natürlich auch noch.

Sebastien Haller: Spätes Tor zum 2:2, wunderbare Vorlage zum 3:2, noch später – sehr viel mehr kann man nicht erwarten. Dabei lief das Spiel eher gegen ihn, lange Zeit unglücklich unterwegs. Aber wen interessiert es, wenn er in den entscheidenden Momenten dergestalt zur Stelle ist.

Ganz okay

Martin Hinteregger: Der beste Mann in der Abwehr, die nicht immer sattelfest war. Fegte dazwischen, räumte auf. Im Aufbau gewiss noch mit Luft nach oben.

Kevin Trapp: Hielt, was er halten konnte, bei den Gegentoren machtlos. Mit gutem Reflex gegen Szalai (49.). Sicher und souverän.

Ante Rebic: Lenkte Kostics Freistoß mit der Schläfe ins Tor, dabei wollte er eigentlich nur seinen Kopf wegziehen. Gab Gas, wuchtete sich ins Spiel – bis er sich das Knie verdrehte und in der Kabine blieb.

Evan Ndicka: Solide, unaufgeregt, weitgehend umsichtig. Auch wenn die flinken Hoffenheimer ihm nie Ruhe ließen.

So lala

Danny da Costa: Beim Ausgleich einen Schritt zu spät, das kann passieren. Trotzdem nicht so auffällig wie sonst, konnte wenige Akzente setzen, dieses Mal aber auch eher in der Defensive gefordert.

Luka Jovic: Mit wenigen wirklichen zwingenden Situationen, ein Kopfball, den Baumann locker parierte. Nicht so gefährlich wie sonst. Das fällt gleich auf.

Almamy Touré: Dieses Mal doch mit einigen Problemen, gewährte vor dem 1:2 Gegenspieler Belfodil zu viel Platz. Musste ein bisschen Lehrgeld bezahlen.

Mijat Gacinovic: Lief und lief und lief, fast 13 Kilometer (12,9), mit sehr vielen Sprints, genauso vielen wie Kostic (38). Und mit der wichtigen Flanke zum 2:2, seiner ersten Vorbereitung in der Liga. Holt viele Bälle, stets unterwegs. Reißt sich aber sehr oft das ein, was er sich aufbaut, verhaspelt sich zu oft, zu überhastet. Muss mehr Ruhe finden.

Jetro Willems: Offenbar kein Einwechselspieler, braucht zu lange Anlaufzeit. Trifft häufiger die falschen Entscheidungen, mit nachlässigen Hereingaben oder Freistößen. Das geht deutlich besser.

Schwächelnd

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