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Räumt mit Saisonende seinen Posten als Eintracht-Vorstandschef: Heribert Bruchhagen.
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Räumt mit Saisonende seinen Posten als Eintracht-Vorstandschef: Heribert Bruchhagen.

Umbau im Vorstand

Klarer Vorteil für die Eintracht

Heribert Bruchhagen verlässt mit Ende der Saison seinen Posten als Eintracht-Vorstandschef. Sein designierter Nachfolger Axel Hellmann will die Klubführung breiter aufstellen. Das kann der Eintracht auf der internationalen Bühne nur nützlich sein. Ein Kommentar.

Von Jan Christian Müller

Als Axel Hellmann vor ein paar Monaten zu Gast im HR3-Sonntagstalk bei Bärbel Schäfer war, hat der künftige Vorstandssprecher von Eintracht Frankfurt einen bemerkenswert scharfen Satz formuliert. Es ging darum, ob er die Nachfolge des zum Saisonende ausscheidenden Chefs Heribert Bruchhagen anstrebe. Hellmann hat sinngemäß gesagt: „Solche Figuren gehören der Vergangenheit an.“ Künftig werde die Teamarbeit verstärkt.

Den ersten strukturellen Schritt in diese Richtung hat Eintracht Frankfurt nun offiziell bestätigt. Der Vorstand wird von zwei auf drei Personen erweitert, um künftig breiter aufgestellt zu sein. Es würde der aktuellen Situation und seinem Frankfurter Lebenswerk sicher nicht gerecht werden, wenn Bruchhagen an dieser Stelle als Patriarch dargestellt würde, der lieber einsam als gemeinsam entscheidet. Aber Tatsache ist auch, dass der sportliche Konkurrenzdruck, die Globalisierung des Fußballs, die Kommunikation, Vermarktung und Finanzfragen extreme Herausforderungen darstellen. Herausforderungen, die in der Finanzmetropole Frankfurt auf mehreren Schultern getragen werden müssen, um im nationalen und europäischen Spitzenfußball nicht abgehängt zu werden, sondern das, was die Boomtown im Herzen von Europa an prächtigen Voraussetzungen bietet, optimal zu nutzen und die Marke Eintracht zu polieren.

Axel Hellmann, 44 Jahre alt, hat im Schatten von Bruchhagen schon ein recht umfangreiches Netzwerk gespannt und werkelt ehrgeizig und strategisch nicht ungeschickt daran, den Klub so aufzustellen, dass er künftig in internationalen Märkten besser wahrgenommen wird. Denn dort, so glauben Experten, gibt es erhebliches Wachstumspotenzial. Der weltweit zu verortene Standort Frankfurt verspricht dabei größere Perspektiven als Konkurrenten aus strukturschwächeren und im Ausland weniger bekannten Städten wie Mainz, Hannover, Bremen, Augsburg, Gelsenkirchen, Mönchengladbach, Ingolstadt oder, ja, auch Hoffenheim. Diese Chance gilt es wahrzunehmen, die Finanzausstattung nachhaltig zu verbessern und damit die Konkurrenzfähigkeit dahingehend zu verbessern, dass Eintracht Frankfurt stabil zu den seriösen Anwärtern auf einen Platz in Europa gehört.

Bei oberflächlicher Betrachtung könnte es dabei verlockend sein, gerade in der Bankenstadt mit der Eintracht Frankfurt Fußball AG viele, viele Millionen Euro an der Börse einzusammeln. Hellmann will lieber die Finger davonlassen. Aus guten Gründen: Zu hohe Rutschgefahr – das Parkett ist glatter als ein gemähter Rasen.

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