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Kevin Trapp wird bei der SGE unterschreiben. 

Kevin Trapp

Eintracht Frankfurt und Kevin Trapp: Auf den Spuren der Vergangenheit

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Nach Sebastian Rode und Martin Hinteregger kehrt jetzt auch Kevin Trapp nach Frankfurt zurück. Die neue Eintracht gleicht der alten. Ein Kommentar.

In John Landis' Filmklassiker „Blues Brothers“ aus dem Jahr 1980 gibt es einen unwiderstehlichen Dialog. Jake Blues, verkörpert von John Belushi, unterbreitet dem skeptischen Musikagenten seine Vision der Zukunft: „Wir bringen die Band wieder zusammen“. Die Antwort: „Vergiss es, auf keinen Fall.“ Woraufhin Jakes Bruder, Elwood Blues (gespielt von Dan Akroyd) versichert: „Wir sind im Auftrag des Herrn unterwegs.“

Nach der Verpflichtung von Sebastian Rolde und Martin Hinteregger jetzt Kevin Trapp

So in etwa stellt sich derzeit ein wenig die Situation bei Eintracht Frankfurt dar. Nach der Verpflichtung von Sebastian Rolde und Martin Hinteregger, sowie der Umwandlung der Leihe in einen festen Vertrag bei Filip Kostic, kehrt jetzt also mit Kevin Trapp der nächste verlorene Sohn an den Main zurück. Das Abenteuer Paris ist für den Nationaltorwart damit beendet. Ähnlich wie zuvor Martin Hinteregger, der in den Augen der Anhänger befreit wurde ("#FreeHinti"), gelang nun Fredi Bobic der Coup mit dem Stammtorhüter. Ganz so wie im Film, als Elwood Blues zu Beginn seinen Bruder Jake aus dem Gefängnis abgeholt hatte.

Die Band ist also wieder zusammen. Adi Hüter kann in der kommenden Saison auf die Mannschaft bauen, die in der vergangenen Spielzeit den siebten Platz in der Bundesliga und das Halbfinale der Europa-League erreicht hat. Kann er natürlich nicht.

Immer noch ein großes Loch im Sturm bei der SGE

Auch wenn die Verhandlungen in dieser Transferperiode für Eintracht Frankfurt auf den ersten Blick ordentlich gelaufen sind, man Spieler mit Leihverträgen zum Teil längerfristig an den Verein binden konnte, klafft noch immer ein großes Loch im Sturm. Das sogar noch größer werden könnte, wenn der eigentlich erwartete Abgang von Ante Rebic irgendwann in den nächsten Wochen zum Fakt wird. Fredi Bobic hat nie ausgeschlossen, dass alle drei Stürmer der letzten Spielzeit den Verein verlassen werden.

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Also ist die Band zwar wieder aktiv, aber die Sänger fehlen noch immer. Leicht ist es für Fredi Bobic und Kaderplaner Ben Manga nicht, dem Trainer eine Mannschaft hinzustellen, die zumindest auf dem Papier die Qualität der Vergangenheit hat. Trotz all Einnahmen aus Spielerverkäufen und Europapkal. Und trotz aller Euphorie, die bei den Anhängern darüber herrscht, dass man in dieser Saison wenigstens nicht den ganz großen Umbruch zu bewältigen hat. Vielleicht aber gelingt den Verantwortlichen in den nächsten Tagen ja noch die Verpflichtung des heiß ersehnten Krachers für die Offensive. Einer, der sofort hilft. Das Vertrauen ist in die handelnden Personen ist da. Es hat ja bisher eigentlich alles ganz gut geklappt - auch ohne Auftrag des Herrn.

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