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Heute ist Geduld gefragt: Heribert Bruchhagen.
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Heute ist Geduld gefragt: Heribert Bruchhagen.

Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen

Veh mag keine Psychologe sein

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Eintracht Frankfurt trifft am 13. Spieltag der Fußball-Bundesliga auf Bayer Leverkusen. Trainer Armin Veh muss dabei auf Stefan Reinartz und Johannes Flum verzichten.

Vor dem fälligen Bundesligaspiel der Frankfurter Eintracht gegen Bayer Leverkusen ging es in Anbetracht des Terrors von Paris und der Spielabsage von Hannover nicht nur um den schnöden Flachpass und die Frage, wie man denn die Werkself zu knacken gedenke. Nein, Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen war eigens in die Pressekonferenz geeilt, um einen kurzen Abriss dessen zu geben, was der Frankfurter Bundesligist an Maßnahmen zu ergreifen gedenkt, um die Partie in einem sicheren Rahmen über die Bühne gehen zu lassen.

Der 67-Jährige riet den Besuchern zu einer frühzeitigen Anreise und dazu, ein wenig mehr Geduld als sonst mitzubringen. „Wir haben schon einen hohen Sicherheitsstandard und haben nun eine Intensivierung vorgenommen“, sagte Bruchhagen und riet den Zuschauern, auf Taschen und Rucksäcke zu verzichten, um einen halbwegs zügigen Ablauf zu gewährleisten.

Eines verriet der Klubchef zudem, nämlich, dass sich die VIP-Gäste erstmals Kontrollen unterziehen lassen müssen. „Das haben wir unseren Business-Kunden schriftlich mitgeteilt.“

Auch Trainer Armin Veh ist am Freitag mehrheitlich zu den schrecklichen Anschlägen in Paris und dem ausgefallenen Länderspiel befragt worden. Natürlich sprechen auch die Spieler darüber, weil „man daran ja gar nicht vorbeikommt“. Doch er habe es nicht extra „zum Thema“ gemacht, und er habe auch nicht den Eindruck, dass die Mannschaft in irgendeiner Form davon belastet sei. „Ich habe nicht das Gefühl, den Psychologen spielen zu müssen.“ Er werde dieses Spiel mit seinem Team ganz normal angehen. „Die Freiheit, die wir haben, wollen wir uns nicht kaputtmachen lassen. Deshalb gehe ich auch damit um, als wenn nichts wäre.“

Kadlec noch mal wertvoll?

Sportlich erwartet der Fußballlehrer heute Nachmittag im Stadtwald (15.30) ein schweres Unterfangen gegen ein Ensemble, das er unter den Top Fünf verortet. „Bayer hat eine richtig gute Mannschaft.“ Gerade die individuelle Qualität der Leverkusener müsse seine Elf durch Geschlossenheit ausgleichen. „Wir müssen schon sehr kompakt sein, um sie halten zu können.“+

Ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein wird Stefan Reinartz passen müssen. Der Mittelfeldspieler laboriert an einer entzündeten Patellasehne. Auch Johannes Flum wird nicht mit von der Partie sein, er hat sich am Mittwoch den Kopf gestoßen und klagt seitdem über starke Kopfschmerzen und Unwohlsein. Eine eingehende Untersuchung habe keinen nennenswerten Befund gebracht. „Es ist nichts Gravierendes“, sagte Veh. „Aber er fühlt sich einfach unwohl.“

Das gilt, im anderen Sinne, auch für Vaclav Kadlec. Der Tscheche wird ja ab Januar für den dänischen Meister FC Midtjylland stürmen. Veh traut dem Angreifer zu, es dort zu packen. „Er ist ein guter Fußballer, manchmal braucht man auch das Quäntchen Glück.“ Kadlec und Eintracht – das hat einfach nicht gepasst. „Und dann ist es besser, man sucht eine neue Herausforderung.“ Bis dahin bleibt der Tscheche aber ein vollwertiges Mitglied der Mannschaft. „Vielleicht wird er für uns ja noch mal wertvoll im letzten Spiel. Im Fußball weiß man es nie, da kann man nie etwas ausschließen.“

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