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Im Erfolg vereint: Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen (l.), Michael Skibbe.
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Im Erfolg vereint: Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen (l.), Michael Skibbe.

Wochen der Wahrheit

Keckes aus Frankfurt

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Die Eintracht steht vor den Wochen der Wahrheit - und die geht sie ganz gelassen an. Unter gewissen Umständen würde schon Platz sechs zur Teilnahme am internationalen Geschäft reichen. Von Thomas Kilchenstein

Es spricht manches dafür, dass Klub-Chef Heribert Bruchhagen nach dem 2:1-Sieg in letzter Sekunde gegen Aufsteiger SC Freiburg nur deswegen für seine Verhältnisse so keck und ungewohnt zuversichtlich in die Zukunft gesehen hat, weil er sehr genau wusste, was den neuen Überfliegern aus Frankfurtern in den nächsten Wochen so alles droht: Zwei Auswärtsspiele in Folge in Hamburg, in Stuttgart, dann zu Hause gegen den FC Schalke 04, nach einem Auswärtsspiel bei Hannover 96 kommt dann der FC Bayern München. Spätestens dann weiß man, wohin die Reise geht, spätestens dort trennt sich die Spreu vom Weizen, spätestens da weiß man, wie gut Eintracht Frankfurt wirklich ist. Und ob der Traum von der Europa tatsächlich noch ein bisschen weitergeträumt werden darf.

Platz sechs würde reichen

Denn auch wenn Trainer Michael Skibbe sagt, dass "wir den Augenblick genießen" und erst einmal am erklärten Saisonziel 46 Punkte festhält, so sind doch die Perspektiven rosig. Denn unter gewissen Umständen würde schon Platz sechs - den momentan Werder Bremen belegt - zur Teilnahme am internationalen Geschäft reichen. Nach Auskunft der DFL dann nämlich, wenn Werder Bremen ins DFB-Pokal-Finale gegen (die wahrscheinlichen Champions League-Teilnehmer) Bayern München oder Schalke 04 kommen sollte und gleichzeitig in der Bundesliga auf Rang fünf landen würde. Die Eintracht müsste dann lediglich Borussia Dortmund verdrängen, die mit zwei Punkten vorne liegen. Schwer genug.

Doch wer hätte geglaubt, dass die Hessen derart gut aus der Winterpause starten würden, noch dazu nach dem Donnerwetter, das Trainer Michael Skibbe im Trainingslager in der Türkei vom Zaun gebrochen hatte? Seinerzeit hatte man befürchten müssen, die Eintracht werde nach unten durchgereicht in der Tabelle. Inzwischen stehen die Frankfurter besser da als gedacht. Kaum vorstellbar, wie die Stimmung in Frankfurt wäre, hätte die Eintracht auch noch ihr Heimspiel gegen den 1. FC Köln gewonnen.

Kein freier Tag

Natürlich war gegen Freiburg auch Glück im Spiel. Ein Tor in der Nachspielzeit ist immer Glück und zuletzt hatte die Eintracht einen Sieg in letzter Sekunde am 22. Oktober 2008 beim 2:1 gegen den Karlsruher SC (Tor: Amanatidis) feiern können. Aber es war eben nicht nur Glück allein: Neben der neu gewonnenen spielerischen Stärke und spürbar mehr Selbstvertrauen hat Skibbe mit seinen Einwechselungen (Caio für Teber; Korkmaz für Köhler) noch mal frischen Wind entfachen können. Es waren Einwechselungen, die das Spiel auch deswegen belebten, weil die Neuen völlig andere Spielertypen sind als die, die gingen. "Da haben wir den Rhythmus noch mal wechseln können, damit hat der Gegner nicht gerechnet", sagte Skibbe hinterher. Sowohl Caio als auch Korkmaz waren sofort im Spiel.

Ins Spiel soll auch Pirmin Schwegler zurückfinden. "Er hat sich noch nicht so sicher gefühlt", erklärte Skibbe die Nichtnominierung des Schweizers. Beim Hamburger SV am Samstag soll er aber wieder zum Einsatz kommen. Das träfe sich gut, denn dann könnte Chris als Innenverteidiger gegen Ruud van Nistelrooy in den Deckungsverband zurückkehren. Schwerstarbeit für den Brasilianer. Und einen freien Tag gibt es für die erfolgreichen Profis in dieser Woche auch nicht. Wer nach Europa will, muss schwitzen.

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