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Eintracht Frankfurt: Nur einer glänzt in Augsburg kurz

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Von: Thomas Kilchenstein, Ingo Durstewitz

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Hatte einmal Grund zum Jubeln: Daichi Kamada.
Hatte einmal Grund zum Jubeln: Daichi Kamada. © dpa

Der Japaner Daichi Kamada erzielt ein tolles Tor beim 1:1 von Eintracht Frankfurt in Augsburg und ist bester Frankfurter. Die Spieler in der Einzelkritik.

Gut dabei

Kein Eintrag

Ganz okay: Kamada glänzt beim Tor, Lindström lässt Chancen liegen

Daichi Kamada: Der Führungstreffer war höchste Fußballkunst, eine fließende Bewegung: Ballmitnahme und folgender Einschuss (22.). Erste Sahne. Kann den Unterschied machen, oft beteiligt, wenn es gefährlich wurde, spielte den Pass zur Riesenchance von Lindström (88.). Aber auch mit einigem Leerlauf.

Djibril Sow: Nach überstandener Covid-Erkrankung wieder in der Anfangself, mit einem Sensationspass auf Lindström, der nur den Pfosten traf (29.). Mit enormem Pensum, lief hinten die Bälle ab, initiierte einige Angriffe. Doch so wirklich spielprägend war er nicht.

Jesper Lindström: Ließ mal wieder zwei Kaiser liegen, wie schon gegen Dortmund. Daran muss er dringend arbeiten. Sind spielentscheidende Szenen. Kostete insgesamt, mal plakativ formuliert, fünf Punkte. Ansonsten steter Unruheherd, mit seinem Tempo ein Faktor. Versucht viel, dribbelt, fintiert, macht und tut. Voller Selbstvertrauen. Ein anderer Spieler als noch vor einigen Monaten. Mit dem Ballgewinn vor dem 1:0. Durfte, weil Kostic nicht konnte, sogar Freistöße schießen, mit überschaubarem Erfolg.

Sebastian Rode: Irgendwann ließ die Kraft nach, hält aber immer länger durch – genauso wie sein Knie. Organisator, Taktgeber, Dazwischenfeger sowieso. Immer mittendrin, stets am Anschlag. Nicht ganz so stark wie gegen Dortmund. Aber doch amtlich.

Makoto Hasebe: Öfter mal in heikle Szenen verwickelt, ab und an sogar empfindlich getroffen am Boden. Musste mehrfach energisch eingreifen. In der Spieleröffnung aber dieses Mal bei weitem nicht so stark wie sonst. Blieb hinter seinen Möglichkeiten – hängt vielleicht auch mit den Mitspielern zusammen.

Tuta: Erledigte seine Aufgabe unauffällig, ohne große Ausschläge. Ist mittlerweile ein stabiler, verlässlicher Abwehrspieler.

So lala: Ndicka hebt erneut das Abseits auf – Debüt von Ramaj für Eintracht Frankfurt durchwachsen

Evan Ndicka: Zum Schluss sollte er den linken Flügel beleben, das gelang nicht so gut. Zuvor eine ordentliche Leistung. Hob allerdings vor dem Augsburger Ausgleichstreffer das Abseits auf, mal wieder – das passiert ihm viel zu häufig. Einfach mal energischer rausrücken, bringt manchmal mehr als der Sicherheitsgedanke. Machte sogar ein Tor – wegen Abseits aber zu Recht aberkannt.

Diant Ramaj: Wirkte anfangs souverän, total abgeklärt. Auch mit seinem rechten Fuß sicher, gute Pässe. Ließ sich dann aber von Gregoritsch mit einem Schuss ins kurze Eck übertölpeln (38.). In der Folge nervös, was nur allzu verständlich ist. Rettete aber in der Nachspielzeit den Punkt, als er gegen den freistehenden Niederlechner parierte. Eine Glanztat. Dennoch: Ein eher durchwachsenes Debüt.

Beim FC Augsburg macht Eintracht Frankfurt schon wieder den Sack nicht zu: Die Kolumne Ballhorn.

Rafael Borré: Hatte im Grunde eine gute Szene: Nach 22 Minuten passte er den Ball in hoher Bedrängnis zu Kamada, der die Führung erzielte. Rieb sich auf, lief mal hier hin und dann dort, aber ohne große Impulse. Seinen Wert sieht man aber oft an seinen eingewechselten Nachfolgern: Dieses mal war der eingetauschte Kollege Paciencia nicht wirklich auf der Höhe, verlor einige einfache Bälle und brachte sein Team kurz vor Ende unnötig in Bedrängnis.

Schwächelnd: Chandler überfordert, Touré mit Fehlern

Almamy Touré: Mit den bekannten Flüchtigkeitsfehlern, einmal mit einem üblen Luftloch, da hätte es fast eingeschlagen (auch wenn es wegen Abseits nicht gezählt hätte). Wie kann er nur seine Konzentrationsmängel in den Griff bekommen? Fußballerisch kann er ja vieles. Schaltete sich ein und hatte zwei, drei richtig gute Chancen – die vergab er aber mehr als kläglich. So geht das nicht.

Timothy Chandler: Mitte der zweiten Hälfte mal mit einigen gelungenen Aktionen nach vorne, da spielte er mal mutig, traute sich was. Ansonsten als Kostic-Ersatz völlig überfordert, passte viel zu häufig zurück, ging zu selten steil, versuchte gar nicht erst das Dribbling. Warum eigentlich? Nimmt ihm doch niemand übel, wenn er hängenbleiben sollte.

Zu spät gekommen

Kristijan Jakic, Goncalo Paciencia, Martin Hinteregger (dur/kil)

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