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Kamada glänzt, Knauff patzt

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Von: Daniel Schmitt, Ingo Durstewitz

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Kurzer Eintracht-Moment des Glücks: das 1:0 von Daichi Kamada.
Kurzer Eintracht-Moment des Glücks: das 1:0 von Daichi Kamada. © Arne Dedert/dpa

Das Klassenbuch der Frankfurter Eintracht nach dem 1:1 gegen den 1.FC Köln: Licht und Schatten bei den Hessen.

Gut dabei

Daichi Kamada: Geschwächt von einer Krankheit lange Zeit nur auf der Bank. Schade. Nach der Einwechslung sofort Dreh- und Angelpunkt. Gefoult, Freistoß, legte sich den Ball hin und haute ihn – unter Mithilfe des Hector-Scheitels, einfach rein. So wird’s gemacht. Nicht nur gegen den Effzeh, sondern überhaupt der beste Frankfurter der bisherigen Saison.

Ganz okay

Mario Götze: Der Mann mit den meisten Ideen auf dem Platz, setzte Lindström mehrfach klug ein, lauffreudig, grätschte sogar. Der nötige Punch in den ganz entscheidenden Momente fehlte ihm jedoch - ging fast allen so.

Kevin Trapp: Machte sich in Hälfte eins lang beim Schuss von Adamyan, ansonsten aufrecht unterwegs. Häufig bei Ecken und Flanken gefordert, fischte diese sicher runter. Beim 1:1 chancenlos, konnte den Schuss kaum sehen, beschwerte sich darüber. War doch Abseits, fand er. Sahen viele andere auch so.

Evan Ndicka: Deutlich wacher und besser als zuletzt in Berlin, war auch ein Leichtes. Spielte so, wie ein Verteidiger eben spielen sollte: kompromisslos, konzentriert, ganz okay also.

Djibril Sow: Haute einmal fast ein Loch in den Rasen, so sehr ärgerte er sich über einen Schiripfiff. Lief sehr viel, kämpfte, grätschte, machte und tat. Nach vorne mit ein, zwei Läufen. Immerhin, geht aber natürlich mehr.

So lala

Luca Pellegrini: Erste Aktion, erster Beinschuss. Netter Anfang. Danach der personifizierte Linksverteidiger, machte seine Seite dicht, blieb hinten, schlug lange Bälle, mit wenig Offensivdrang. Alles in allem: ordentlicher Einstand, konzentriert, gut eingebunden ins Spiel, am Ende ging ihm die Puste aus.

Randal Kolo Muani: War bei gefährlichen Aktionen stets dabei, agierte aber unglücklich. Rannte sich zu oft fest. Probierte es ständig wieder, richtig so, das ist seine Stärke, irgendwann klappt’s wieder besser.

Kristijan Jakic: Gab sein Debüt als Rechtsverteidiger, machte es solide, vor allem defensiv, nach vorne ohne Zug. War aber auch nicht oberste Prämisse. Am Ende auf der Sechs. Ein harmloser Schuss.

Sebastian Rode: Hatte mit seinem Mittelfeldpartner Sow viel Wiese zu beackern, bekam es mit giftigen Kölnern zu tun. Erledigte dieser Kärrnerarbeit im 200. Bundesligaspiel in etwa so, wie in den 199. zuvor: fleißig halt. Die spielerischen Akzente aber litten darunter doch ziemlich arg.

Tuta: Nicht mehr als alleiniger Abwehrorganisator gefordert, wird ihm helfen, denn er rennt seiner Topform hinterher. Besser als zuletzt, doch weiterhin mit Wacklern.

Schwächelnd

Jesper Lindström: Früh mit einem gelungenen Lauf, doch ohne Abschluss. Die letzte Konsequenz fehlte ihm - wie so oft. Vergeigte nach dem Seitenwechsel erst eine eigene Chance, dann ein Zuspiel auf den freistehenden Borré.

Ansgar Knauff: Musste anfangs zuschauen von der Bank aus, sollte dann Schwung bringen über rechts. Patzte aber hinten. „Klärte“ in die Mitte, sollte man nie machen, wissen selbst E-Jugendliche. Thielmann traf zum 1:1.

Rafael Borré: Als Einzelkämpfer ganz vorne aufgeboten, das liegt ihm nicht, weiß man. Unglücklicher Auftritt, verlor zu viele Bälle. Ein Schüsschen mit links (6.), ein Hinfaller, als der Wind ihn umzuwehen schien (36.).

Zu spät gekommen

Lucas Alario, Faride Alidou, Christopher Lenz. dani/dur

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