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Oliver Frankenbach (v. li.), Markus Krösche und Axel Hellmann.
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Stolzer Vorstand und das neue Eintracht-Aushängeschild: Oliver Frankenbach (v. li.), Markus Krösche und Axel Hellmann.

SGE

Kältekammer, Sauna, Hügel des Grauens: Modernes Profi-Camp der Eintracht eröffnet

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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  • Daniel Schmitt
    Daniel Schmitt
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Eintracht Frankfurt eröffnet ihr hochmodernes Profi-Camp, das dem Bundesligisten ganz neue Möglichkeiten bietet.

Das stolze Wappen ist ein dickes Ding. Mächtig. Gewaltig. Und ganz schön schwer. Fünf Tonnen wiegt der Felsblock, in den der Eintracht-Adler eingefräst wurde, er thront in der Mitte der Lobby des neuen Profi-Camps am Waldstadion, Im Herzen von Europa 1. Der Block ist so massiv, dass er mit einem Kran über das Dach im Foyer platziert werden musste. „Einen Stein in dieser Größe gibt es in Deutschland nicht, den haben wir von einem anderen Kontinent“, sagt Vorstandssprecher Axel Hellmann voller Stolz.

Auf dem Schiffsweg hat er den Weg aus dem Süden Afrikas nach Frankfurt gefunden. „Der steht hier für die Ewigkeit.“ Natürlich waren alle Blicke der 199 Gäste auf das in Stein gemeißelte Eintracht-Wappen gerichtet, das am Dienstag enthüllt wurde, als die Eintracht ihren neuen Profi-Campus feierlich und offiziell eröffnete. Heribert Bruchhagen, ehemaliger Vorstandsvorsitzende, zückte gar sein Smartphone und knipste drauf los. Die weiteren Gäste um Ligachef Christian Seifert oder den ehemaligen DFB-Präsidenten Fritz Keller klatschten fleißig in die Hände.

Eintracht Frankfurt: Kältekammer für die Profis

Im Jahr 2013 ist die Idee geboren worden, Antreiber damals Axel Hellmann und Heribert Bruchhagen. Nach 32 Monaten Bauzeit und 21 Jahre nach der Ausgliederung der Fußball AG ist der hochmoderne Passiv-Haus-Komplex entstanden, umweltfreundlich, mit begrüntem Dach. Es ist ein Projekt, das den Verein in die Zukunft tragen und ihn beflügeln soll. „Die Infrastruktur war die große Herausforderung der letzten 20 Jahre, wir hatten diese Möglichkeiten nicht“, sagt Hellmann. „Diese Lücke haben wir nun geschlossen. Das ist zentral, um in den nächsten Jahren wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Es solle ein Wachstumstreiber werden.

34,1 Millionen Euro hat die Eintracht in den Bau gesteckt, „aber dem Sport keinen Cent entzogen“, wie Hellmann sagt. Mehr als 11 000 Quadratmeter Nutzfläche sind entstanden, die Hälfte davon entfällt auf das Profiteam, dem es an nichts mangelt. Die Kabine ist 130 Quadratmeter groß. Es gibt einen opulenten Kraftraum, auf 800 Quadratmeter ausgedehnt, Ruheräume, Sauna, Dampfbad, Whirlpool, Kältekammer (minus 85 Grad), einen wie ein Kino aufgebauten Besprechungsraum, der Platz für 40 Personen bietet und den der DFB für seine Akademie nachbilden wird. Vorhanden ist gar, weniger beliebt bei den Spielern, ein Hügel des Grauens, dort, wo früher der Center Court der Tennisspieler in einer Senke war. Geöffnet werden die Türen zum Profibereich per Fingerabdruck der Spieler.

„Wir haben uns nicht an dem orientiert, was andere seit zehn Jahren machen, sondern uns in der Bundesliga und anderen Sportarten umgeschaut und unser eigenes Konzept erstellt“, sagt Hellmann. „Jetzt liegen wir auf einer Spitzenposition in der Bundesliga, sind weit vorne.“

Eintracht Frankfurt: „Ist für den Spirit total entscheidend“

Aber nicht nur die Mannschaft hat ein neues Zuhause gefunden, alle 280 Mitarbeiter, die in der Region verteilt waren, arbeiten nun unter einem Dach und über vier Stockwerke verteilt; Treffpunkt ist die Kantine („59“), in der auch die Profis speisen. „Das die Mitarbeitergemeinschaft an einen Standort zusammen ist, ist für den Spirit total entscheidend“, so Hellmann.

Nette Besonderheit: Jeder der 19 Besprechungsräume ist nach einem „würdigen europäischen Gegner“ benannt, Real Madrid, FC Barcelona, Glasgow Rangers, FC Chelsea aber auch Flora Tallinn oder Widzew Lodz. „Die Kultur dieses Hauses soll die große Momente der internationalen Sportgeschichte einfangen und unsere Internationalität betonen“, sagt Hellmann. Nur auf Vorstandsebene besinnt sich der Klub auf sich selbst, der Name des Raumes: Eintracht Frankfurt.

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