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Nicht mehr erste Wahl: Vaclav Kadlec.
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Nicht mehr erste Wahl: Vaclav Kadlec.

Eintracht Frankfurt

Kadlec liebäugelt mit Wechsel

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Der Stürmer ist frustriert und hat die Gespräche zum dänischen Spitzenklub FC Midtjylland wieder forciert. Die Eintracht würde bei einem Abgang einen Ersatzmann holen.

Als dann eine gute Viertelstunde vor Schluss die letzte Option gezogen wurde und diese Option Luca Waldschmidt hieß, da konnte man von weit oben unterm Tribünendach erkennen, wie frustriert Vaclav Kadlec war. Der tschechische Stürmer im Dienste der Frankfurter Eintracht trottete zurück zur Ersatzbank, alleine mit sich und seinen Gedanken, besonders viel um sich herum nahm er nicht mehr wahr. Da war einer im Tunnel.

Man kann das verstehen: Vaclav Kadlec, der 23 Jahre alte Angreifer, hatte sich Hoffnungen gemacht auf einen Platz in der ersten Elf, er stand in der Trainingswoche vor dem Augsburg-Spiel mal in der Formation mit den gelben Leibchen, das ist die Mannschaft, die auch am Wochenende in der Bundesliga auf dem Platz steht, dann, wenn es ernst wird. Doch Trainer Armin Veh hat sich dann, kurz vor der Partie gegen Augsburg, gegen Kadlec und für den 19 Jahre alten Joel Gerezgiher entschieden. Der tschechische Nationalspieler hatte sich im Training nicht wirklich aufdrängen können, wirkte eher phlegmatisch.

Im Spiel blieb ihm nur ein Platz auf der Bank, und er wurde auch im Laufe des Spiels nicht eingewechselt, obwohl Gerezgiher auf dem linken Flügel keinen guten Tag erwischt hatte und zur Halbzeit ausgetauscht wurde. Doch Veh entschied sich für Timothy Chandler als Ersatz und eine taktische Umstellung, Kadlec blieb draußen. Und er blieb auch draußen, als die Hessen alles versuchten, um dem Spiel noch eine positive Wendung zu geben.

Eine Viertelstunde vor Schluss kam eben nicht Kadlec, sondern ein anderes Talent aus dem eigenen Stall, der 19 Jahre alte Waldschmidt. Der brachte frischen Wind und leitete den Ausgleich ein. Veh wollte denn auch gar nicht großartig begründen, weshalb er Kadlec nicht berücksichtigt hatte. „Ich habe eben Luca vorgezogen“, sagte er knapp.

Schon im ersten Saisonspiel in Wolfsburg wurde Kadlec übergangen, in der Autostadt wurden ihm die beiden Youngster ebenfalls vorgezogen. Dass Kadlec gegen Augsburg nicht mal eingewechselt wird, obwohl Gerezgiher auf links schwächelte und im Sturmzentrum Luc Castaignos kein Bein auf den Boden und es nur auf lächerliche 16 Ballkontakte brachte, erschließt sich nicht jedem. Für viele ist aber klar, dass das auch ein Signal an den Spieler ist, frei nach dem flapsig formulierten Motto: Eigentlich kannst du dich auch abmelden.

Das wird Kadlec nicht tun, aber er trägt sich wieder mit Abwanderungsgedanken. Aus Dänemark sickerte jetzt durch, dass der dortige Spitzenklub FC Midtjylland erneut sein Interesse bekundet hat. Nach FR-Informationen hat es schon ernste Gespräche zwischen Kadlec und dem Klub gegeben, dem Vernehmen nach sind die Verhandlungen schon recht weit fortgeschritten. Die Dänen würde eine Ablöse in Höhe von 2,5 Millionen Euro entrichten. Dabei hatte Kadlec noch vor wenigen Wochen einen Wechsel kategorisch ausgeschlossen – vor allem zum  FC Midtjylland. „Die Liga ist nicht so gut, die Stadt ist klein, das Land auch nicht so gut für mich“, sagte er im Trainingslager in Windischgarsten. In Frankfurt sei er „total happy“. Zwei Spiele auf der Bank haben seine Stimmung und seine Meinung kippen lasse. Er ist nicht mehr abgeneigt, die Eintracht zu verlassen. Er wirkt auch ziemlich geknickt und deprimiert, schon wieder im Schneckenhaus wie vor einiger Zeit.

Die Eintracht wird nun genau überlegen, wie sie mit Kadlec verfahren wird. Besonders viel spricht zurzeit nicht dafür, dass er zum Bleiben gezwungen wird. Der Angreifer spielt momentan sowieso keine Rolle. Die Verantwortlichen haben sich schon mit dem Szenario beschäftigt, Kadlec abzugeben. Und es steht, wie die FR erfuhr, fest: In diesem Falle würden die Frankfurter noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlagen, eine zusätzliche Offensivkraft holen. Das ist nur logisch und vernünftig. Der Kreis der Kandidaten soll schon abgesteckt und nicht besonders groß sein.

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