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In Hoffenheim spielte Joselu zum Schluss keine Rolle mehr.

Eintracht Frankfurt

Joselu - neues Team, neues Glück?

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Der Eintracht-Neuzugang José Luis Sanmartin Mato hat einige herbe Rückschläge hinter sich. Jetzt arbeitet er daran, bald wieder zu glänzen.

Um 11.02 Uhr hat José Luis Sanmartin Mato sein erstes Tor für Eintracht Frankfurt erzielt, mit links und per Außenrist. Es war allerdings nur ein Trainingsspielchen, am Ende der ersten Einheit. Am Abend zuvor war der Angreifer im Trainingscamp in Österreich angekommen, nach fünfeinhalbstündiger Autobahnfahrt. Viel Zeit, seine neue Mannschaft kennenzulernen, hatte der Spanier nicht, es reichte aber, um gleich einen guten Eindruck zu bekommen. „Eintracht Frankfurt ist ein großer Klub, der eine sehr gute Entwicklung genommen hat.“

Diese ersten Sätze ließ sich Joselu von Materialwart Franco Lionti übersetzen. Das Deutsch des in Stuttgart geborenen Stürmers ist trotz des Jahres in Hoffenheim noch nicht so, dass er Interviews geben kann. Denn im Alter von zwei Jahren kehrte er zurück nach Spanien, wo er bei Celta Vigo und der zweiten Mannschaft von Real Madrid seine fußballerische Sozialisation erlebte. „Auf dem Platz verstehe ich aber alles.“

Veh: "Joselu hat mehr drauf"

In Frankfurt will der 1,92 Meter große Stürmer einen „Neustart“ wagen. In der Tat lief es in Hoffenheim für ihn nicht so gut, da spielte der Angreifer zum Schluss keine Rolle mehr. Bei 25 Einsätzen erzielte er nur fünf Tore. „Ich bin mit anderen Erwartungen nach Hoffenheim gegangen“, sagte der 23-Jährige. Bei der TSG hatte ihn Trainer Markus Gisdol aussortiert und in die „Trainingsgruppe 2“ abgeschoben.

Trainer Armin Veh verspricht sich einiges von dem Brecher: „Er hat Potenzial und mehr drauf, als er in der vergangenen Runde in der Bundesliga gezeigt hat.“ In Frankfurt spielten bislang nicht viele Spanier, David Montero und Francisco Copado waren die letzten. Joselu selbst hält sich „für eine Nummer neun“, als Stärken nannte er seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und seine Kopfballstärke. „Ich habe immer viele Tore gemacht, das habe ich in Spanien bewiesen.“ Die will er als vorderste Spitze auch in Frankfurt schießen. Hinter den Spitzen fühle er sich nicht so wohl, ließ er übersetzen.

Zuletzt saß der Stürmer wie auf heißen Kohlen. Am Wochenende war der Wechsel nach Frankfurt noch einmal in Gefahr geraten, „das war eine sehr lange Woche für mich“, denn er habe unbedingt zur Eintracht gewollt. „Die Gespräche mit Bruno Hübner waren sehr überzeugend.“
Und jetzt wissen die Eltern von Joselu wenigstens auch, wo ihr Junior spielt. Hoffenheim, das Dorf, kannten sie nicht.

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