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Einzelkritik: Jens Grahl solide, der Rest ist müde

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Von: Thomas Kilchenstein, Daniel Schmitt

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Gab den einzig gefährlichen Schuss aufs Berliner Tor ab: Jens Petter Hauge. Foto: dpa
Gab den einzig gefährlichen Schuss aufs Berliner Tor ab: Jens Petter Hauge. © dpa

Jakic patzt, Lindström ist platt, Ache taucht ab - chancenlose Eintracht-Profis sehen in der Alten Försterei kein Land. Die Spieler in der Einzelkritik.

Berlin - Eintracht Frankfurt muss sich in der Alten Försterei Union Berlin glatt mit 0:2 geschlagen geben. Das Klassenbuch fällt deshalb deutlich schlechter aus als nach dem Erfolg in Barcelona unter der Woche.

Gut dabei

Kein Eintrag

Ganz okay

Jens Grahl: Erstes Bundesligaspiel nach 2461 Tagen, dafür war es ganz ordentlich. Ihm unterlief kein gravierender Fehler, das 0:2 hätte Trapp wahrscheinlich entschärft, dafür ist er auch Nationaltorwart. Gute Parade beim Schuss von Khedira. An ihm lag es nicht.

So lala

Jens Petter Hauge: Hatte die einzige ernsthafte Chance (41.), hat er gut gemacht, er scheiterte nur an Union-Torwart Rönnow. Versuchte wenigstens, etwas Torgefahr auszustrahlen, kurbelte an, meist vergebens. Spulte 12.8 Kilometer ab, die meisten auf Frankfurter Seite.

Evan Ndicka: Solide, ohne besonders aufzufallen, gewann die meisten seiner Duelle. Verrichtete seinen Job, mehr nicht.

Tuta: Kam einmal zu spät, als ihn Prömel den Ball abluchste (23.) und fast ein Tor erzielt hätte. Ansonsten defensiv okay, das ist man von ihm gewohnt. Spielte allerdings zu viele zu lange Bälle.

Filip Kostic: Spielte mit, ohne auch nur im entferntesten an die Gala von Camp Nou anknüpfen zu können. Nicht überraschend. Blieb meist in der Defensive, verzichtete auf seine berühmten Filip-Kostic-Sprints.

Martin Hinteregger: Sah nicht so souverän beim 0:1 aus, ließ sich von Awonniyi zu Boden drücken, hätte man freilich auch abpfeifen können. Dann aber wieder auf der Höhe, verteidigte, was zu verteidigen ging.

Ragnar Ache: Ohne jede Torgefahr, aber besser als sonst. War halbwegs ins Spiel eingebunden, hatte Ballkontakte, zog ein paar Freistöße, das war halbwegs okay. Für einen Stürmer ist das dennoch zu wenig. Spektakulär nur, als er über die Bande kippte.

Schwächelnd

Kristijan Jakic: Verschuldete schlafmützig das 0:2, danach war das Spiel gelaufen. Das darf ihm nicht passieren. Danach wieder besser, giftig wie sonst, half aber nichts mehr.

Ajdin Hrustic: Ohne Impulse, das Spiel lief an ihm vorbei. Kam nicht ins Rollen, unauffällig. Verpasste die Chance, auf den letzten Saisonmetern noch mal auf sich aufmerksam zu machen.

Jesper Lindström: Schnellster Frankfurter, aber komplett ohne Wirkung. Das Spiel am Donnerstag steckte ihm sichtbar in den Knochen, konnte sich nie durchsetzen. Zu Recht nach 45 Minuten in der Kabine geblieben.

Goncalo Paciencia: Schoss immerhin zweimal in Richtung Tor. Gefährlich war das nicht. Zeigte ein paar nette technische Kabinettstückchen, sie blieben aber brotlos. Eine Konkurrenz für Angreifer Borré ist er so nicht.

Timothy Chandler: Ohne Bindung, ohne sich in Szene setzen zu können, ohne einen Impuls setzen zu können. Marschierte nicht nach vorne, blieb passiv bis unsichtbar.

Zu spät gekommen

Ansgar Knauff, Daichi Kamada, Christopher Lenz, Makoto Hasebe. (kil/dani)

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