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Jahresauftakt verpatzt

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Von: Katja Sturm

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Muss gegen Freiburg mit Rot vom Platz: Sara Doorsoun.
Muss gegen Freiburg mit Rot vom Platz: Sara Doorsoun. © Peter Hartenfelser/imago

Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt unterliegen zu Hause dem SC Freiburg - auch weil Neuzugang Sara Doorsoun früh Rot sieht.

Ihr Pflichtspieldebüt im Eintracht-Trikot hatte sich Sara Doorsoun ganz anders vorgestellt. Die 30 Jahre alte Nationalspielerin, in der Winterpause vom DFB-Pokalsieger VfL Wolfsburg zu den Frankfurter Bundesliga-Fußballerinnen gekommen, um deren Leistung weiter zu stabilisieren, musste sich am Sonntag bei der 1:2 (1:1)-Niederlage der Hessinnen gegen den SC Freiburg bereits nach 34 Minuten verabschieden. Nach einer Notbremse kurz vor dem Strafraum des eigenen Tors hatte der Neuzugang die rote Karte gesehen. Hasret Kayikci, die bei einem Laufduell von der ambitionierten Gegnerin zu Fall gebracht worden war, verwandelte den fälligen Freistoß. SGE-Kapitänin Laura Freigang sollte zwar direkt vor der Pause mit ihrem 50. Treffer in der Beletage per Kopf den Ausgleich erzielen. Doch Ereleta Memeti nutzte vor 1000 Zuschauern im Stadion am Brentanobad einen Fehler der heimischen Abwehr, um in der 71. Minute den Sieg der Gäste aus dem Breisgau sicherzustellen.

„Ich habe Sara gesagt, sie muss sich keinen Vorwurf machen“, erklärte Eintracht-Trainer Niko Arnautis nach dem Spiel. „Sie soll den Kopf hochnehmen, und wir werden das gemeinsam durchstehen.“ Der Coach versuchte darüber hinaus, das Gute am verpatzten Jahresauftakt des Tabellenvierten und Champions-League-Anwärters herauszuarbeiten. „Wir waren in allen Belangen die klar bessere Mannschaft“, betonte der 41-Jährige. Auch den Platzverweis habe sich seine Formation nicht anmerken lassen. „So etwas kann ganz anders ausgehen.“

Nach zähem Beginn hatte die Eintracht bei dem von starkem Wind und Regen beeinträchtigten Spiel schnell die Regie übernommen und gab diese auch nicht in Unterzahl aus der Hand. Doch in puncto Chancenverwertung zeigte sie sich wieder einmal nicht effektiv genug. Nicht nur Freigang, auch Lara Prasnikar oder Shekiera Martinez hätten treffen können. Die Freiburgerinnen, die viel weniger Möglichkeiten bekamen, machten es deutlich besser.

„Das erste Spiel nach einer langen Pause ist immer ein bisschen schwierig“, sagte Freigang. „Aber wir haben auch viele Dinge gut gemacht.“ Deshalb schaue man optimistisch voraus und halte daran fest, die Spitze anzugreifen. Als nächste Aufgabe wartet am Sonntag (16 Uhr) das Duell beim Ranglistenachten 1. FC Köln. „Natürlich wollen wir da gewinnen“, sagte Freigang. „Von unserer Leistung her wäre schon heute ein Punkt angemessen gewesen.“ Doch so laufe es halt nicht im Fußball. „In dieser Hinsicht gibt es kein fair.“

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