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Geplante Irrfahrt: Die Geschichte zweier Benfica-Fans ging um die Welt - und stellt sich als Fake heraus.

PR-Gag

Irrfahrt von Benfica-Fans ins falsche Frankfurt war inszeniert

Die Geschichte zweier Fans von Benfica Lissabon, die ihre Mannschaft im Europa-League-Rückspiel gegen Eintracht Frankfurt unterstützen wollten und in Frankfurt (Oder) landeten, war ein Fake.

Die Irrfahrt zweier Fans des portugiesischen Rekordmeisters Benfica Lissabon nach Frankfurt an der Oder in Brandenburg statt ins hessische Frankfurt am Main war ein Fake. Der vermeintliche Fauxpas der beiden Männer vor dem Viertelfinal-Rückspiel der Europa League bei Eintracht Frankfurt (2:0) sorgte für Lacher im Internet, jedoch stellte sich die Aktion als PR-Gag des Fußballmagazins 11 Freunde heraus.

„Eines der wenigen Magazine, denen du vertrauen kannst“, schrieb einer der beiden Fans am Freitag auf dem Instagram-Account, der erst vor wenigen Wochen erstellt wurde, unter dem Bild einer Zeitschrift mit dem Titel „11 Amigos“. Der Protagonist, der seine angebliche Autofahrt von Lissabon über Paris nach Deutschland mit Fotos und Videos dokumentiert hatte, ist in Wahrheit ein Schauspieler, der in Berlin lebt.

„Wir sind in Frankfurt angekommen“, hatte Alvaro Oliveira, der eigentlich Marcelo Rodrigues heißt, am Donnerstagmittag unter ein Foto am vermeintlichen Ziel der Reise geschrieben – jedoch stand er vor dem Ortsschild „Frankfurt (O)“, rund 480 km Luftlinie vom eigentlich angestrebten Ziel entfernt. 

Auch die Frankfurter Rundschau hat im Liveticker zum Viertelfinal-Rückspiel über die Irrfahrt berichtet. Damit stand die FR lange nicht alleine, viele Medien quer über den Globus griffen die Geschichte eines tragischen Roadmovies auf.

Wie das Magazin 11 Freunde auf Twitter erklärte, sollte die Inszenierung den „hektischen Online-Journalismus ein klein wenig auf die Schippe nehmen“. Doch keineswegs macht sich das Magazin-Team lustig über die Kollegen und Kolleginnen anderer Publikationen. „Klarer Fall, hätten wir das nicht erfunden, wir hätten es sicher auch weiterverbreitet. (...) Vielleicht ist Alvaros Vergebliche Reise ein ganz guter Anlass, mal über unsere digitale Arbeitsweise nachzudenken“, so die Erklärung weiter. (sid/fr)

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